Bierkulturbericht zeigt Vorliebe der Österreicher für regionales Bier

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Regional gebraute Biere stehen bei den Österreichern hoch im Kurs. Das zeigt der neue Bierkulturbericht der Brau Union Österreich, der auf einer repräsentativen Studie zum Konsumverhalten basiert. Demnach bevorzugen 71 Prozent der Bevölkerung regionales oder österreichisches Bier. Zudem trinken 31 Prozent gerne alkoholfreies Bier. Auch beim Konsumverhalten gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern.

Studie untersucht Bierkonsum und Vorlieben der Österreicher

Die Untersuchung wurde zum 18. Mal als Grundlage für das jährlich erscheinende Bierkulturmagazin herangezogen. Insgesamt betrachten 81 Prozent der Befragten Bier als festen Bestandteil der österreichischen Getränkekultur. Regelmäßig, also mindestens mehrmals im Monat, trinken 48 Prozent der Bevölkerung Bier. Der Konsum sei allerdings leicht rückläufig.

Bei der Herkunft fällt die Präferenz deutlich aus: 71 Prozent greifen bevorzugt zu regionalem oder österreichischem Bier. Internationale Biere ziehen dagegen lediglich sechs Prozent vor.

Zu den beliebtesten Sorten zählen weiterhin Märzen, Pils und Zwickl. Getrunken werden sie vor allem bei geselligen Anlässen wie Grillabenden, privaten Feiern, im Biergarten oder bei Festen. Auch bei Familienfeiern wie Geburtstagen und Jubiläen sowie zu Ostern und Weihnachten spielt Bier eine Rolle. Knapp ein Drittel der Bevölkerung (31 Prozent) gibt an, Bier erstmals im familiären Umfeld probiert zu haben.

Alkoholfreies Bier spricht besonders jüngere Konsumenten an

Alkoholfreies Bier trinken nach der Studie 31 Prozent der Österreicher gerne. Dieser Anteil sei gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Besonders ausgeprägt sei die Zustimmung bei den 18- bis 39-Jährigen. Insgesamt wollen 18 Prozent der Bevölkerung künftig mehr alkoholfreies Bier trinken.

Stefan Anzinger, Senior Researcher des MARKET Marktforschungsinstituts, verweist zudem auf das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Alkoholkonsum. Demnach achten 59 Prozent der Österreicher nach eigenen Angaben immer darauf, nicht zu viel zu trinken.

Auch bei saisonalen Bieren zeigen sich unterschiedliche Vorlieben. 27 Prozent der Befragten trinken gerne Sorten, die nur zeitweise erhältlich sind. Eine ganzjährige Verfügbarkeit des bevorzugten Bieres ist dagegen für 60 Prozent gegeben.

Oberösterreich führt beim regelmäßigen Konsum von Bier

Die Ergebnisse unterscheiden sich auch regional. In Oberösterreich lebt mit 52 Prozent der höchste Anteil regelmäßiger Biertrinker. Bei alkoholfreiem Bier liegen dagegen Salzburg mit 38 Prozent und die Steiermark mit 37 Prozent vorn.

In Wien werden Bier mit 37 Prozent besonders häufig in Einwegflaschen und Dosen gekauft. In Niederösterreich ist saisonales Bier mit einem Anteil von 31 Prozent am beliebtesten.

Brau Union erweitert Bierkulturmagazin um digitale Inhalte

Neben den Studienergebnissen hat die Brau Union Österreich auch das Konzept des Bierkulturmagazins erweitert. Nach einem optischen Relaunch im Vorjahr sei die Publikation in Zusammenarbeit mit der Agentur upart inhaltlich ergänzt worden. QR-Codes in den Beiträgen führen zu Videos mit zusätzlichen Informationen.

Florian Zimmer, Head of Communications der Brau Union Österreich, erklärt: „Mit diesem zusätzlichen Online-Angebot wollen wir den Lesern Bierkultur auf eine neue, andere Art und Weise zeigen und erlebbar machen“.

Auch auf sozialen Medien soll das Magazin über das Jahr hinweg mit Interviews und Einblicken aus unterschiedlichen Bereichen der Bierkultur begleitet werden. Daniel Frixeder, Geschäftsführer der Agentur upart, nennt dabei unter anderem Aufnahmen aus dem Gastgarten am Attersee und aus dem Sudhaus.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Vor dem Start des Oktoberfests zeigt eine Analyse von Visa, wie stark die Wiesn die Wirtschaft bewegt. Während der Festwochen 2025 stiegen die Ausgaben in München um 30 Prozent gegenüber gewöhnlichen Sommertagen. An Spitzentagen erreichte das Plus fast 70 Prozent.

Wenn es um einen Kunden-, Messe- oder Fortbildungsbesuch, dann brauchen Arbeitnehmer eine Möglichkeit, dort hinzukommen. Doch was, wenn der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu beschwerlich oder nicht machbar ist? Darf der Chef dann verlangen, dass Angestellte ihr eigenes, privates Auto verwenden?

Die Mehrheit der Erwerbstätigen ist laut einer Umfrage bereit, mehr zu arbeiten - sofern die Rahmenbedingungen dafür stimmen. Zugleich empfindet jeder Zweite die politische Debatte um längere Arbeitszeit als demotivierend.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 um 6,7 Prozent gestiegen. Das Gastgewerbe weist mit 59,6 Fällen je 10.000 Unternehmen eine der höchsten Insolvenzhäufigkeiten auf.

Eine Studie von HolidayCheck zeigt, dass fast ein Drittel der Online-Bewerter bereits den Verlust eigener Rezensionen erlebt hat. Die negativen Erfahrungen hinterlassen spürbare Spuren bei den Verbrauchern.

Überregulierung und Bürokratie belasten nach Einschätzung von Steuerberatern den Mittelstand in Deutschland weiterhin am stärksten. Nach aktuellen Daten des DATEV-Seismografen sehen 83 Prozent der Befragten ihre Mandanten von diesen Hürden betroffen.

Die Sachbezugswerte für Verpflegung sollen 2027 steigen. Für Mittag- und Abendessen sind 4,70 Euro vorgesehen, wodurch unter den steuerrechtlichen Voraussetzungen Essenszuschüsse von bis zu 7,80 Euro möglich werden.

Tageskarte erreicht jeden Tag Menschen, die Hotels und Restaurants führen, ausstatten, beliefern und weiterentwickeln.

Wenn Sie dieser Branche etwas zu sagen – oder zu verkaufen – haben, bringen wir Sie zusammen.

Ein Aufhebungsvertrag mit Abfindung kann attraktiv erscheinen. Doch neben der Höhe der Zahlung zählen auch Steuern, Arbeitslosengeld, Freistellung und Austrittsdatum. Was Arbeitnehmer vor einer Unterschrift prüfen sollten.

Restaurants, Hotels und andere Betriebe im Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt spüren weiter Gegenwind. Besonders betroffen von der Zurückhaltung der Verbraucher ist die Gastronomie.