Coronakrise führt zu deutlichen Verschiebungen im Lebensmittelmarkt

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Nachfrage-Einbruch bei der Gastronomie, deutlich mehr Lieferungen an Supermärkte: Auf dem deutschen Lebensmittelmarkt führt die Coronakrise zu Verschiebungen. Es zeichne sich ab, dass die Pandemie und damit verbundene Einschränkungen für Gesellschaft und Gesamtwirtschaft erhebliche Auswirkungen auf die Agrarmärkte haben, heißt es in einer am Freitag vorgelegten Analyse des Bauernverbands. Zu sehen seien zunächst kurzfristige Schocks durch unterbrochene oder verzögerte Handelsbeziehungen. Absatzkanäle müssten umgelenkt werden.

So sei etwa die Nachfrage nach Milch, Sahne, Quark, Joghurt, Butter und Schnittkäse im Lebensmittelhandel stark vom Corona-Geschehen beeinflusst. Vor allem lagerfähige Produkte seien gefragt. Dadurch würden Nachfragerückgänge bei Hotels und Gaststätten teils mehr als kompensiert. Für viele Molkereien sei diese Verlagerung aber eine logistische Herausforderung. Eine sehr starke Nachfrage gebe es auch nach Frischfleisch und Verarbeitungsfleisch für die Wurstindustrie. Irgendwann würden die Vorräte in den Haushalten aber aufgefüllt sein.

Auf absehbare Zeit bleiben werde eine deutliche Veränderung der Warenströme - mit deutlichen Rückgange beim Außer-Haus-Verkehr in Restaurants und Systemgastronomie und einem deutlichen Nachfrage-Plus der privaten Haushalte über den Lebensmitteleinzelhandel.

(dpa)


 

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