DDR-Kochbuchikone - Nachlass von Ursula Winnington geht an Archiv der Kulinarik

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) hat den Nachlass der DDR-Kochbuchautorin Ursula Winnington übernommen. Wie die Einrichtung mitteilt, wurde der Nachlass als Schenkung für das Deutsche Archiv der Kulinarik übergeben. Der entsprechende Vertrag wurde von Maraike Wittbrodt und Lilly Böhm, Tochter und Enkelin der Autorin, unterzeichnet.

Winnington war am 4. Mai 2025 im Alter von 96 Jahren verstorben. Nach Angaben der SLUB zählt sie zu den bekanntesten Publizistinnen und Kochbuchautorinnen der ehemaligen DDR.

Nachlass umfasst Kochbücher, Korrespondenzen und persönliche Arbeitsmaterialien

Nach Angaben der Bibliothek umfasst der Nachlass eine mehr als 150 Bände umfassende Kochbuch- und Arbeitsbibliothek. Darunter befindet sich auch ein handschriftliches Kochbuch aus dem 19. Jahrhundert aus dem Besitz ihrer Großmutter. Zudem enthält die Sammlung zahlreiche Veröffentlichungen Winningtons seit 1964, unter anderem in Zeitschriften wie „Das Magazin“, „Für Dich“, „Sibylle“ und „Der gute Rat“.

Ergänzt wird der Bestand durch Leserbriefe sowie umfangreiche Korrespondenz aus den Jahren 1971 bis 1999, unter anderem mit dem VEB Exzellent Dresden und dem VEB Eisen- und Hüttenwerke Thale, wie die SLUB mitteilt.

SLUB erschließt Bestand für Forschung und öffentliche Nutzung

Wie die Bibliothek weiter mitteilt, wird der Nachlass nun bibliothekarisch erschlossen und für die Recherche zugänglich gemacht. Die enthaltenen Bücher sollen im FoodStudio der SLUB öffentlich präsentiert werden. Weitere Materialien wie Korrespondenz, Fotografien und Dokumente stehen Forschern zur wissenschaftlichen Nutzung zur Verfügung.

Bereits zuvor befanden sich laut Mitteilung Kochbücher Winningtons im Bestand der SLUB, darunter Titel wie „Spaß am Kochen“ oder „Küche anderer Länder“.

Angehörige und SLUB äußern sich zur Übergabe des Nachlasses

Lilly Böhm erklärte laut Mitteilung: „Wir freuen uns sehr, dass der Nachlass unserer Mutter und Großmutter nun im Deutschen Archiv der Kulinarik bewahrt wird und können uns keinen besseren Ort vorstellen. Das Archiv ist eine bedeutende Quelle für vielfältigste Forschung und hochinteressant für Freundinnen und Freunde der schönen Kunst des Kochens.“

SLUB-Generaldirektorin Katrin Stump sagte: „Mit dem Nachlass von Ursula Winnington können wir weitere bedeutende Zeugnisse zur Geschichte der Kochkunst der ehemaligen DDR in das Deutsche Archiv der Kulinarik aufnehmen und so dauerhaft für Forschung und breite Öffentlichkeit bewahren und zugänglich machen.“

Deutsches Archiv der Kulinarik seit 2022 in Dresden angesiedelt

Das Deutsche Archiv der Kulinarik wurde nach Angaben der SLUB am 10. Oktober 2022 gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden gegründet. Die Sammlung umfasst Handschriften, Bücher, Zeitschriften sowie weitere Materialien zur Kochkunst und Ernährungskultur.

Zu den Beständen gehören laut Mitteilung unter anderem Sammlungen von Eckart Witzigmann, Wolfram Siebeck, Ernst Birsner und Walter Putz. Die Einrichtung dient nach Angaben der SLUB der interdisziplinären Forschung sowie der öffentlichen Vermittlung kulinarischer Themen.


SEO-Keywords: Ursula Winnington, SLUB Dresden, Deutsches Archiv der Kulinarik, Nachlass, DDR Kochbuch, Kochbuchautorin DDR, Dresden Bibliothek, Kulinarik Archiv

Teaser: Die SLUB Dresden hat den Nachlass der DDR-Kochbuchautorin Ursula Winnington übernommen. Die Sammlung soll

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Produktion von Fleischersatzprodukten in Deutschland ist 2025 erstmals seit Jahren leicht zurückgegangen. Gleichzeitig stieg nach Angaben von Destatis sowohl die Fleischproduktion als auch der rechnerische Fleischverbrauch pro Kopf.

Nichts mehr zu tun, aber noch Arbeitszeit übrig? Einfach so nach Hause kann man dann meist nicht – der Arbeitgeber hat nämlich noch ein paar Optionen.

Der weltweite Weinkonsum ist im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit 1957 gesunken. Wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Daten der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) berichtet, lag der Konsum bei 208 Millionen Hektolitern. Das entspricht einem Rückgang von 2,7 Prozent gegenüber 2024 und von 14 Prozent gegenüber 2018.

Nachdem viele Beschäftigte in der Corona-Pandemie dem Thüringer Gastgewerbe den Rücken gekehrt haben, hat die Branche die Lücken verstärkt mit ausländischen Mitarbeitern gefüllt. Ihre Zahl ist um 63 Prozent gestiegen.

Die Frankfurter Mook Group kritisiert in einem Newsletter die wachsende Bürokratiebelastung in der Gastronomie. Das Unternehmen verweist auf Zahlen des DEHOGA und fordert einen Abbau regulatorischer Vorgaben.

Laut der aktuellen ifo Konjunkturumfrage sieht sich fast jedes fünfte Unternehmen aus Beherbergung und Gastronomie wirtschaftlich bedroht. Als Belastungen nennen die Betriebe unter anderem schwache Nachfrage, steigende Kosten und Bürokratie.

Trotz Firmenwagen das Privatauto genutzt? Wer so Dienstreisen macht, riskiert den Verlust des möglichen Steuervorteils. Warum Finanzämter künftig noch genauer hinschauen dürften.

Ein neuer Bewertungsreport von HolidayCheck untersucht Unterschiede im Umgang mit Online-Bewertungen zwischen den Generationen. Besonders die Generation Z bewertet laut Umfrage spontaner und stärker emotional geprägt.

Wenn der Chef die Urlaubswünsche für das ganze Jahr haben möchte, fängt das große Grübeln an. Denn nicht immer ist alles schon durchgeplant. Darf er das überhaupt verlangen?

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat entschieden: Wer für Unternehmen schlechte Google-Bewertungen entfernen oder beanstanden will, benötigt dafür unter Umständen eine rechtliche Zulassung. Hotelverband und DEHOGA sagen, was dies für das Gastgewerbe bedeutet.