Dürfen Arbeitgeber Mitarbeiter zum Energiesparen ins Homeoffice schicken?

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Kürzer duschen, effizienter kochen - und verstärkt von zu Hause aus arbeiten? Die Anregungen, um im kommenden Herbst und Winter Energie einzusparen, sind vielfältig.

Erste Unternehmen erwägen bereits, zu diesem Zweck vorübergehend wieder mehr Homeoffice einzuführen. Aber dürfen Arbeitgeber ihre Beschäftigten ins Homeoffice verbannen, damit sie in Bürogebäuden die Heizung runterdrehen können?

Homeoffice für beide Seiten freiwillig

Ganz so einfach ist das nicht. Laut Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln, geht das nur mit Zustimmung des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin. «Homeoffice ist für beide Seiten freiwillig», so die Arbeitsrechtsexpertin. Grundsätzlich sind Arbeitgeber nämlich dazu verpflichtet, ihren Beschäftigten einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.

Umgekehrt gilt aber auch: Wer lieber von zu Hause arbeiten möchte - etwa um Fahrtkosten zu sparen - darf das nur, wenn der Arbeitgeber einverstanden ist. Ein Anspruch auf Homeoffice besteht ohne entsprechende Vereinbarungen nicht.

Die gesetzliche Pflicht für Arbeitgeber, Homeoffice anzubieten, die während der Corona-Pandemie zeitweise bestand, ist bereits im März 2022 ausgelaufen. Wie Schätzungen des Ifo-Instituts vom Mai zeigen, arbeitet immer noch knapp ein Viertel der Arbeitnehmer in Deutschland im Heimbüro. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Produktion von Fleischersatzprodukten in Deutschland ist 2025 erstmals seit Jahren leicht zurückgegangen. Gleichzeitig stieg nach Angaben von Destatis sowohl die Fleischproduktion als auch der rechnerische Fleischverbrauch pro Kopf.

Nichts mehr zu tun, aber noch Arbeitszeit übrig? Einfach so nach Hause kann man dann meist nicht – der Arbeitgeber hat nämlich noch ein paar Optionen.

Der weltweite Weinkonsum ist im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit 1957 gesunken. Wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Daten der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) berichtet, lag der Konsum bei 208 Millionen Hektolitern. Das entspricht einem Rückgang von 2,7 Prozent gegenüber 2024 und von 14 Prozent gegenüber 2018.

Nachdem viele Beschäftigte in der Corona-Pandemie dem Thüringer Gastgewerbe den Rücken gekehrt haben, hat die Branche die Lücken verstärkt mit ausländischen Mitarbeitern gefüllt. Ihre Zahl ist um 63 Prozent gestiegen.

Die Frankfurter Mook Group kritisiert in einem Newsletter die wachsende Bürokratiebelastung in der Gastronomie. Das Unternehmen verweist auf Zahlen des DEHOGA und fordert einen Abbau regulatorischer Vorgaben.

Laut der aktuellen ifo Konjunkturumfrage sieht sich fast jedes fünfte Unternehmen aus Beherbergung und Gastronomie wirtschaftlich bedroht. Als Belastungen nennen die Betriebe unter anderem schwache Nachfrage, steigende Kosten und Bürokratie.

Trotz Firmenwagen das Privatauto genutzt? Wer so Dienstreisen macht, riskiert den Verlust des möglichen Steuervorteils. Warum Finanzämter künftig noch genauer hinschauen dürften.

Ein neuer Bewertungsreport von HolidayCheck untersucht Unterschiede im Umgang mit Online-Bewertungen zwischen den Generationen. Besonders die Generation Z bewertet laut Umfrage spontaner und stärker emotional geprägt.

Wenn der Chef die Urlaubswünsche für das ganze Jahr haben möchte, fängt das große Grübeln an. Denn nicht immer ist alles schon durchgeplant. Darf er das überhaupt verlangen?

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat entschieden: Wer für Unternehmen schlechte Google-Bewertungen entfernen oder beanstanden will, benötigt dafür unter Umständen eine rechtliche Zulassung. Hotelverband und DEHOGA sagen, was dies für das Gastgewerbe bedeutet.