Frauen fragen seltener als Männer nach mehr Gehalt

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Männer trauen sich häufiger als Frauen, bei ihrem Arbeitgeber nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Das legt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov unter mehr als 2000 Befragten nahe.

Demnach hat jede dritte Frau (33 Prozent) im Laufe ihrer Karriere schon einmal eine Gehaltserhöhung verlangt, bei den Männern ist es hingegen fast jeder Zweite (45 Prozent).

Vor allem fehlender Mut und Angst vor Zurückweisung lassen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor einer Forderung zurückschrecken, heißt es in der Studie, die der Finanzdienstleister Fidelity International in Auftrag gegeben hat.

Diese Barrieren nannte je fast ein Viertel (je 23 Prozent). Das Thema Beförderung wird seltener angeschnitten: Während jeder fünfte Mann (21 Prozent) schon einmal danach gefragt hat, waren es bei den Frauen nur 11 Prozent.

Regelmäßige Erhöhung wird erwartet

Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Respondi im Auftrag der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu zeigt unterdessen: Viele Beschäftigte erwarten regelmäßig eine Gehaltserhöhung, bei nahezu der Hälfte (44 Prozent) der Beschäftigten ist das sogar jährlich der Fall.

Ein weiteres Drittel (33 Prozent) findet es angemessen, mindestens alle zwei Jahre mehr Geld vom Arbeitgeber zu bekommen. Befragt wurden bei dieser Umfrage knapp 1600 Berufstätige. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In vielen Branchen und Betrieben geht es längst nicht mehr ohne ausländische Fachkräfte. Die dahinterliegenden Zahlen zeigen klare Trends.

Sind Beschäftigte in Deutschland zu oft krank? Eine neue Studie stützt Kritiker. Die großen Arbeitsausfälle haben demnach erhebliche Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft.

Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer enttäuscht im Januar. Am Bau hellte sich die Stimmung der Unternehmen auf. Den Trend sieht das Ifo auch im Handel. Im Dienstleistungssektor und im Tourismus trübte sich das Geschäftsklima hingegen ein.

Dass simple Passwörter nicht sicher sind, hat wohl fast jeder schon einmal gehört - hält aber viele nicht davon ab, leichtsinnige Zugangsdaten zu verwenden. Eine Auswertung - und wie es besser geht.

Manchmal stellt einen das Universum hart auf die Probe: Man hat einen neuen Arbeitsvertrag gerade unterschrieben, aber plötzlich kommt ein noch besseres Angebot. Was tun? Lässt sich in diesem Fall das Arbeitsverhältnis beenden, bevor der Job überhaupt angefangen hat?

Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro zum 1. Januar 2026 hat branchenübergreifend Auswirkungen, trifft jedoch das Gastgewerbe in besonderem Maße. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist fast jeder zweite Arbeitsplatz in dieser Branche von der neuen Lohnuntergrenze betroffen.

Der aktuelle DATEV Mittelstandsindex belegt eine weiterhin schwierige Lage für mittelständische Betriebe. Während die Umsätze im Dezember erneut sanken und das Weihnachtsgeschäft im Handel schwach ausfiel, setzt sich insbesondere in der Gastronomie der personelle Rückbau fort.

Der Umgang mit Alkohol verändert sich in Deutschland. Viele verzichten einer Umfrage zufolge inzwischen ganz oder teilweise darauf, vor allem Jüngere.

Filmen verboten? Mitnichten. Unter Umständen dürfen Arbeitgeber Kameras am Arbeitsplatz installieren - sogar verdecktes Filmen kann erlaubt sein. Dafür braucht es in Deutschland aber sehr gute Gründe.

Trotz einer kurzfristigen Belebung im Herbst bleibt die wirtschaftliche Bilanz des deutschen Gastgewerbes im Vorjahresvergleich negativ. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind die preisbereinigten Erlöse im November 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken, während die nominalen Umsätze aufgrund der Teuerung gestiegen sind.