Gastgewerbe hat höchsten Anteil an Führungskräften in Deutschland

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Im deutschen Gastgewerbe arbeiten anteilig mehr Führungskräfte als in jedem anderen Wirtschaftszweig. Im Jahr 2025 hatten 11,5 Prozent der Erwerbstätigen im Gastgewerbe eine Führungsposition inne. Das geht aus Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt (Destatis) am 4. November 2026 auf Grundlage von Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht hat.

Bundesweit lag der Anteil der Führungskräfte an allen Erwerbstätigen dagegen bei lediglich 4,4 Prozent. Insgesamt waren damit rund 1,9 Millionen Menschen in Deutschland in einer Führungsposition tätig.

Gastgewerbe erreicht mit 11,5 Prozent den höchsten Anteil an Führungskräften

Mit 11,5 Prozent erreichte das Gastgewerbe den höchsten Führungskräfteanteil unter den untersuchten Wirtschaftszweigen. Das Statistische Bundesamt nennt als möglichen Grund die besondere Betriebsstruktur der Branche. Im Gastgewerbe gebe es viele kleine Betriebe, in denen entsprechend weniger Erwerbstätige auf eine Führungskraft entfielen.

Auf das Gastgewerbe folgten das Grundstücks- und Wohnungswesen mit 7,6 Prozent sowie der Bereich Information und Kommunikation mit 7,4 Prozent.


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Im Baugewerbe sowie im Handel einschließlich der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen lag der Anteil jeweils bei 5,4 Prozent. Das Verarbeitende Gewerbe, der beschäftigungsreichste Wirtschaftszweig Deutschlands, erreichte 5,2 Prozent.

Deutlich niedrigere Werte verzeichneten das Gesundheits- und Sozialwesen mit 1,8 Prozent, die öffentliche Verwaltung mit 2,2 Prozent sowie der Bereich Erziehung und Unterricht mit 2,3 Prozent.

Deutschland bleibt beim Führungskräfteanteil unter dem Durchschnitt der Europäischen Union

Über alle Wirtschaftszweige hinweg waren 2025 in Deutschland 4,4 Prozent der Erwerbstätigen in einer Führungsposition tätig. Zehn Jahre zuvor hatte der Anteil noch 4,5 Prozent betragen.

Im Vergleich der Mitgliedstaaten der Europäischen Union lag Deutschland damit unter dem Durchschnitt. EU-weit betrug der Führungskräfteanteil 5,4 Prozent. Im Jahr 2015 waren es noch 5,2 Prozent gewesen.

Die höchsten Anteile verzeichneten Malta mit 11,4 Prozent, Lettland mit 10,1 Prozent und Litauen mit 9,9 Prozent. Am niedrigsten lagen die Werte in Rumänien mit 2,7 Prozent, Griechenland mit 3,0 Prozent und Dänemark mit 3,1 Prozent.

Vollzeitbeschäftigte Führungskräfte erzielen einen mittleren Bruttomonatsverdienst von 7.024 Euro

Neben den Beschäftigtenanteilen veröffentlichte das Statistische Bundesamt auch Zahlen zu den Verdiensten von Führungskräften. Demnach lag der mittlere Bruttomonatsverdienst einer vollzeitbeschäftigten Führungskraft im April 2025 bei 7.024 Euro. Dabei handelt es sich um den Medianverdienst ohne Sonderzahlungen.

Zum Vergleich: Über alle Vollzeitbeschäftigten hinweg betrug der mittlere Bruttomonatsverdienst 4.123 Euro.

Zwischen Männern und Frauen in Führungspositionen bestanden ebenfalls Verdienstunterschiede. Vollzeitbeschäftigte Frauen in entsprechenden Positionen erzielten einen mittleren Bruttomonatsverdienst von 5.806 Euro, während Männer auf 7.451 Euro kamen.

Die Verdienstangaben beziehen sich auf sämtliche erfassten Berufe mit Führungsfunktion und sind nicht speziell für das Gastgewerbe ausgewiesen.

Statistisches Bundesamt erfasst Führungspositionen nach der internationalen Berufsklassifikation ISCO

Die Angaben zum Führungskräfteanteil stammen aus der EU-Arbeitskräfteerhebung. Als Führungspositionen gelten dabei die Geschäftsführung kleiner Unternehmen, die Geschäftsführung oder Bereichsleitung großer Unternehmen sowie leitende Positionen im Verwaltungsdienst. Grundlage ist die Hauptgruppe 1 der Internationalen Standardklassifikation der Berufe (ISCO).

Die Verdienstzahlen stammen dagegen aus der Verdiensterhebung 2025. Sie beziehen sich auf abhängig Beschäftigte und berücksichtigen keine steuerpflichtigen Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

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