Großhandelspreise mit stärkstem Rückgang seit 2020

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Die Preise auf Großhandelsebene sind in Deutschland im September weiter gesunken. Verglichen mit dem Vorjahresmonat gingen die Großhandelspreise um 4,1 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Es ist der sechste Rückgang in Folge und der deutlichste Rücksetzer seit Mai 2020. Im Monatsvergleich stieg das Preisniveau leicht um 0,2 Prozent.

Im vergangenen Jahr waren die Preise im deutschen Großhandel stark gestiegen. Zeitweise erhöhten sie sich um mehr als zwanzig Prozent (Tageskarte berichtete). Ausschlaggebend war der Krieg Russlands gegen die Ukraine, der vor allem Energie und Rohstoffe stark verteuert hatte.

Der jetzige Preisrückgang geht vor allem auf einen statistischen Basiseffekt zurück: Wegen des hohen Preisniveaus im Vorjahresmonat sanken die Preise für Mineralölprodukte wie Benzin im September um 19,8 Prozent. Im Monatsvergleich erhöhten sie sich jedoch um 2,9 Prozent. Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren Obst, Gemüse und Kartoffeln (19,7 Prozent) sowie Zucker, Süß- und Backwaren (13,4 Prozent).

Der Großhandel ist eine von mehreren Wirtschaftsstufen, auf denen sich das allgemeine Preisniveau bildet. Neben dem Großhandel zählen dazu die Preise für nach Deutschland eingeführte Güter und die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erhalten. Sie alle wirken auf die Verbraucherpreise ein, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. (dpa)


 

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