Hitze im Homeoffice: Muss der Arbeitgeber etwas tun?

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Glücklich kann sich schätzen, wer zum Arbeiten im kühlen Keller sitzt. In anderen heimischen Arbeitszimmern - etwa unter dem Dach - wird es aber bei sommerlichen Temperaturen gehörig warm. Aber wer ist für das Raumklima zu Hause verantwortlich? Müssen Arbeitgeber auch dort für Abkühlung sorgen?

Das ist nur dann der Fall, wenn es um Telearbeit geht, heißt es im Magazin «Topeins» der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Darunter versteht man einen vom Unternehmen fest eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz. Dafür gelten die gleichen Vorgaben wie im Unternehmen. Arbeitgeber müssen dort als Maßnahme gegen die Hitze dann zum Beispiel geeigneten Sonnenschutz installieren. 

Mobiles Arbeiten: Raumklima ist nicht Sache des Arbeitgebers 

In vielen Fällen aber arbeiten Beschäftigte freiwillig mobil oder im selbst eingerichteten Homeoffice. Dann seien sie auch selbst für die Temperatur im Raum zuständig, heißt es in dem Beitrag. Am besten hält man die Hitze aus dem Homeoffice, indem man Vorhänge oder Jalousien anbringt, das Zimmer nachts bei offenem Fenster auskühlen lässt, nicht genutzte technische Geräte ausschaltet oder etwa einen Ventilator aufstellt. 

Übrigens gilt für den umgekehrten Fall: Ein generelles Recht darauf, im Homeoffice zu arbeiten, weil es dort womöglich kühler als im Büro ist, gibt es nicht. Eine solche Absprache können Arbeitgeber und Arbeitnehmer aber individuell treffen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

So viele Insolvenzen gab es im ersten Halbjahr seit mehr als zehn Jahren nicht. Creditreform warnt: Noch hat die Pleitewelle ihren Scheitelpunkt nicht erreicht. Die Liste der Probleme ist lang.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass bargeldloses Bezahlen im Urlaub einen neuen Höchststand erreicht hat. Vor allem jüngere Reisende nutzen Kreditkarten und Smartphones, während bei der Generation über 50 Jahre Bargeld weiterhin knapp dominiert.

Eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass sich 21 Prozent der deutschen Bevölkerung im Jahr 2025 keinen einwöchigen Urlaub leisten konnten. Besonders betroffen waren einkommensschwache Haushalte sowie Alleinerziehende.

Das Gastgewerbe hat sich im Mai 2026 besser entwickelt als andere Branchen des deutschen Mittelstands. Der DATEV-Mittelstandsindex weist sowohl bei den Umsätzen als auch bei den Löhnen die stärksten Zuwächse unter den untersuchten Wirtschaftszweigen aus.

Eine Umfrage zeigt, dass 73 Prozent der Arbeitnehmer in Österreich im Urlaub erreichbar bleiben. Besonders Führungskräfte sind während der freien Tage häufig digital oder telefonisch für den Betrieb verfügbar, was von vielen als Belastung empfunden wird.

Viele Menschen in Deutschland sparen – vor allem bei Kleidung sowie beim Besuch von Restaurants, Cafés und Bars. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts Kantar im Auftrag des Preisvergleichsportals Idealo.

Die Gastronomie und die Hotellerie in Deutschland haben im April 2026 preisbereinigt jeweils 7,4 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahresmonat. Für das Gastgewerbe insgesamt weist das Statistische Bundesamt ein reales Minus von 7,1 Prozent aus.

Deutschland liegt laut einer internationalen Studie beim Einsatz KI-generierter Spesenbelege an der Spitze. Jeder zehnte Beschäftigte nutzt solche Belege regelmäßig, während jeder Fünfte angibt, Ausgaben grundsätzlich falsch darzustellen.

Eine Umfrage des Verbands Deutsches Reisemanagement zeigt für 2026 ein überwiegend stabiles Geschäftsreiseaufkommen. Gleichzeitig berichten viele Unternehmen von wachsender Unsicherheit durch Preissteigerungen, geopolitische Risiken und Einschränkungen im Luftverkehr.

Urlaub ist in Zeiten der Inflation eine teure Sache. Selbst mit Tarifvertrag bekommen längst nicht alle Beschäftigten einen Zuschuss. Eine Studie zeigt, wer mit Geld für die Reisekasse rechnen kann.