Höchster Stand bei Erwerbstätigen seit Wiedervereinigung

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Im vergangenen Jahr ist erneut die Zahl der erwerbstätigen Menschen in Deutschland gestiegen. 45,9 Millionen bedeuteten den höchsten Jahresschnitt seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag auf der Grundlage vorläufiger Schätzungen mitteilte. Im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2022 wuchs die Zahl der Erwerbstätigen erneut um 0,7 Prozent.

Nach dem corona-bedingten Einbruch im Jahr 2020 ist damit die Erwerbstätigkeit das dritte Jahr in Folge gewachsen. Laut Bundesamt haben sich die Menschen aus dem Inland stärker am Erwerbsleben beteiligt und es kamen zusätzliche Arbeitskräfte aus dem Ausland.

Einschließlich der rund 1,3 Millionen Erwerbslosen (-0,7 Prozent im Vergleich zu 2022) waren demnach nach international vergleichbaren Maßstäben 47,1 Millionen Menschen am deutschen Arbeitsmarkt verfügbar. Das waren 0,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Neun von zehn der zusätzlichen Jobs sind im Dienstleistungsbereich (+0,9 Prozent) entstanden, während es im produzierenden Gewerbe (+0,3 Prozent) und im Baugewerbe (+0,6 Prozent) geringere Zuwächse gab. In der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Fischerei setzte sich der Negativtrend der Vorjahre mit einem erneuten Rückgang um 0,4 Prozent fort.

Die Zahl der Selbstständigen und der mithelfenden Angehörigen ging das zwölfte Jahr in Folge zurück. Ihre Zahl sank vom Vorjahr um rund 30.000 Menschen oder 0,8 Prozent auf 3,9 Millionen. (dpa)


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