Ifo-Geschäftsklima fällt auf niedrigsten Stand seit Mai 2020

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Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober erneut verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel zum Vormonat geringfügig um 0,1 Punkte auf 84,3 Punkte, wie das Ifo-Institut am Dienstag in München mitteilte. Ökonomen hatten mit einer deutlich stärkeren Eintrübung gerechnet.

Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer rutschte mit dem aktuellen Dämpfer auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020. In der Corona-Krise war der Indikator aber zeitweise noch deutlich tiefer gefallen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex basiert auf einer Umfrage unter rund 9000 Unternehmen.

«Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt düster», kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest das Ergebnis. Die Unternehmen waren im Oktober laut der Umfrage mit ihren laufenden Geschäften weniger zufrieden. Der Ausblick habe sich hingegen verbessert. «Trotzdem blicken die Unternehmen sorgenvoll auf die nächsten Monate», sagte Fuest.

Der Index für die Industrie fiel erneut, was vor allem auf sinkende Zuversicht zurückzuführen war. Die Auftragsbücher seien nach wie vor gut gefüllt, allerdings gingen die Neuaufträge zurück, hieß es zur Begründung. Auch im Baugewerbe trübte sich das Geschäftsklima weiter ein.

Bei den Dienstleistern hat sich das Klima nach dem Sturz im September erholt, wobei sich in erster Linie die Erwartungen besserten. Ebenfalls legte der Index im Handel zu, wo er von einer besseren Lageeinschätzung profitierte. (dpa)


 

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