Mehr ausländische Arbeitskräfte im Thüringer Gastgewerbe

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Nachdem viele Beschäftigte in der Corona-Pandemie dem Thüringer Gastgewerbe den Rücken gekehrt haben, hat die Branche die Lücken verstärkt mit ausländischen Mitarbeitern gefüllt. Ihre Zahl sei um 63 Prozent gestiegen, informierte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.

Zugleich arbeiten mehr Beschäftigte in Minijobs. Ihre Zahl stieg demnach von 15.600 im Jahr 2019 auf 17.300 im vergangenen Jahr. Mit einem Medianentgelt von 2.450 brutto im Monat gehöre das Gastgewerbe zu den Branchen mit niedrigerem Einkommen, hieß es.

Den Angaben zufolge wirken die Folgen der Corona-Pandemie nach. Damals war das Gastgewerbe besonders stark von Schließungen betroffen. Viele Beschäftigte wechselten in andere Branchen. Dort würden sie häufig besser bezahlt und hätten familienfreundlichere Arbeitszeiten. Viele Fachkräfte seien deswegen nach der Pandemie nicht in die Branche zurückgekehrt, hieß es.

Regionaldirektion rät zu neuen Wegen in der Fachkräftesicherung

Insgesamt gebe es rund 22.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Branche. Und vergangenes Jahr seien nur etwa halb so viele freie Stellen gemeldet worden wie 2019. Den Arbeitsmarktexperten zufolge könnte das daran liegen, dass die Betriebe inzwischen mit kleinerem Personalbestand arbeiten, ihre Öffnungszeiten eingeschränkt haben sowie angesichts schwacher Konjunktur und steigender Kosten auf Neueinstellungen verzichten. 

«Um den Fachkräftebedarf zu sichern, wird das Gastgewerbe neue Wege gehen müssen», erklärte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. «Dazu gehören Qualifizierungen eigener Beschäftigter, moderne Arbeitszeitmodelle und angepasste Geschäftsmodelle. So kann der Personalbedarf besser gedeckt werden.» (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt und Pfingstmontag – im Mai stehen einige Feiertage an. Doch gerade bei Minijobbern, die nicht an jedem Tag der Woche arbeiten, kann das Fragen zu den Themen Gehalt und Arbeitszeiten aufwerfen. Was gilt?

Eine Umfrage unter Personalentscheidern zeigt, dass viele Unternehmen weiterhin auf Anwesenheitspflichten setzen. Gleichzeitig nennen Befragte konkrete Faktoren, die die freiwillige Rückkehr ins Büro beeinflussen.

Die Arbeitskosten im Gastgewerbe in Deutschland sind bis zum Jahr 2025 auf 27,40 Euro je Arbeitsstunde gestiegen. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. Im Jahr 2020 hatten die Kosten noch bei 20,90 Euro gelegen. Daraus ergibt sich ein Anstieg um 31,1 Prozent innerhalb von fünf Jahren.

Wegen der weltweiten Krisen wollen die Unternehmen in Deutschland nach Angaben des Ifo-Instituts mehr Stellen abbauen. Das entsprechende Beschäftigungsbarometer sank im März um mehr als zwei Punkte auf den niedrigsten Wert seit fast sechs Jahren.

Deutschland zählt zu den Ländern mit den höchsten Arbeitskosten in der EU. Im vergangenen Jahr verteuerte sich die Arbeitsstunde weiter. Wie steht Deutschland im Vergleich zu seinen Nachbarn da?

Bungalow oder Einfamilienhaus mit Obergeschoss? Diese Grundsatzentscheidung prägt Raumaufteilung, Grundstücksnutzung und Wohnkomfort über Jahre. Beide Bauformen haben klare Vorteile – doch sie unterscheiden sich stark in Platzbedarf und Alltagstauglichkeit. Dieser Ratgeber zeigt, welche Lösung zu welcher Lebensphase passt und hilft, 2026 die richtige Wahl zu treffen.

Eine aktuelle Studie zur Außengastronomie zeigt, dass Kartenzahlung von Gästen überwiegend positiv bewertet wird. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, haben 79 Prozent der Befragten bereits einen Besuch in einem saisonalen Gastronomiebetrieb eingeplant, während 77 Prozent die Möglichkeit zur Kartenzahlung grundsätzlich begrüßen.

Die Stimmung der deutschen Verbraucher ist vor allem wegen der Folgen des Iran-Krieges schlecht. Die Einkommenserwartungen sind eingebrochen, Inflationsängste machen sich breit und drücken auf die Kauflaune.

Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt, dass 72 Prozent der deutschen Unternehmen die Frauenförderung organisatorisch verankert haben, wobei in fast jedem zweiten Betrieb die Geschäftsführung direkt zuständig ist.

Die Sächsische Landesbibliothek hat den Nachlass der DDR-Kochbuchautorin Ursula Winnington übernommen. Die Sammlung der DDR-Kochbuchikone soll künftig im Deutschen Archiv der Kulinarik für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich sein.