Mehrheit der österreichischen Arbeitnehmer bleibt im Urlaub erreichbar

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die große Mehrheit der Arbeitnehmer in Österreich ist auch im Urlaub für den Arbeitgeber erreichbar. Nach den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage der Karriereplattform karriere.at unter insgesamt 1001 Nutzern sind rund 73 Prozent der Befragten während ihrer freien Tage für berufliche Belange verfügbar. Der Beginn der Schulferien markiere demnach für viele Beschäftigte den Start in die Urlaubssaison, ohne dass dabei der Kontakt zum Arbeitsplatz vollständig abgebrochen werde.

Fast jeder zweite Befragte kontrolliert im Urlaub die eigenen arbeitsbezogenen Nachrichten. Die Umfrage weist aus, dass exakt 45 Prozent der Teilnehmer regelmäßig ihre E-Mails prüfen oder telefonisch für den Betrieb erreichbar bleiben. Ein weiterer Anteil von 28 Prozent zeige sich bereit, zumindest in dringenden Notfällen für den Arbeitgeber kontaktiert zu werden. Lediglich 27 Prozent der Arbeitnehmer gaben an, im Urlaub grundsätzlich überhaupt nicht erreichbar zu sein.

Beschäftigte prüfen berufliche Nachrichten

Personen mit Personalverantwortung weisen eine überdurchschnittlich hohe Erreichbarkeit für ihre Teams auf. Eine deutliche Mehrheit von 61 Prozent der Führungskräfte kontrolliert in den Ferien regelmäßig die geschäftlichen Nachrichten oder ist per Telefon erreichbar. Weitere 25 Prozent stehen für unvorhergesehene Notfälle zur Verfügung, während lediglich 14 Prozent der Vorgesetzten die eigene Erreichbarkeit komplett ausschließen.

Die ständige Verfügbarkeit wird von vielen der betroffenen Personen als Belastung empfunden. Jede vierte Führungskraft fühle sich durch die anhaltende Verbindung zum Arbeitsplatz im Urlaub beeinträchtigt, wobei elf Prozent die Situation als sehr belastend einstuften. Bei den Beschäftigten ohne Führungsaufgaben liege die Erreichbarkeit insgesamt bei 65 Prozent, wovon sich 26 Prozent belastet und zwölf Prozent sehr belastet zeigten.

Urlaub essenziell für geistige und körperliche Gesundheit

Der Geschäftsführer von karriere.at, Georg Konjovic, betont die Bedeutung von ungestörten Erholungsphasen für die Angestellten. Der Urlaub sei essenziell für die geistige und körperliche Gesundheit und sollte möglichst ungestört verbracht werden können, erklärte Konjovic im Hinblick auf die Erhebung. Er verwies zudem darauf, dass in Österreich ein gesetzlich verankertes Recht auf Erholung existiere.

Zur Vermeidung von Überlastungen im Team empfiehlt der Plattformchef eine frühzeitige Organisation vor dem Urlaubsantritt. Konjovic: „Urlaub ist essenziell für die geistige und körperliche Gesundheit, und sollte möglichst ungestört verbracht werden können. In Österreich gibt es sogar ein Recht auf Erholung. Damit auch während der Urlaubszeit in den Unternehmen alles reibungslos funktioniert, sollten insbesondere Führungskräfte frühzeitig Vorkehrungen treffen und Abwesenheiten kommunizieren. Wer seine Teams gut vorbereitet, Aufgaben sinnvoll verteilt und die Vertretung aktiv unterstützt, reduziert Unsicherheiten und beugt Überlastung vor“.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Sogenannte Mikroaggressionen wirken oft harmlos, können aber das Selbstvertrauen und die Energie von Betroffenen nachhaltig beeinträchtigen. Was hilft, um sich im Arbeitsalltag davon abzugrenzen?

Destatis meldet für März 2026 sinkende reale Umsätze im Gastgewerbe. Der DATEV Mittelstandsindex weist dagegen für April nominale Zuwächse aus, insbesondere im Gastgewerbe.

Mobile Zahlungen mit Smartphone oder Smartwatch werden in Deutschland häufiger genutzt. Das zeigt eine aktuelle Studie des EHI Retail Institute zu Bezahlverfahren im Handel und im Online-Geschäft.

Die Produktion von Fleischersatzprodukten in Deutschland ist 2025 erstmals seit Jahren leicht zurückgegangen. Gleichzeitig stieg nach Angaben von Destatis sowohl die Fleischproduktion als auch der rechnerische Fleischverbrauch pro Kopf.

Nichts mehr zu tun, aber noch Arbeitszeit übrig? Einfach so nach Hause kann man dann meist nicht – der Arbeitgeber hat nämlich noch ein paar Optionen.

Der weltweite Weinkonsum ist im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit 1957 gesunken. Wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Daten der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) berichtet, lag der Konsum bei 208 Millionen Hektolitern. Das entspricht einem Rückgang von 2,7 Prozent gegenüber 2024 und von 14 Prozent gegenüber 2018.

Nachdem viele Beschäftigte in der Corona-Pandemie dem Thüringer Gastgewerbe den Rücken gekehrt haben, hat die Branche die Lücken verstärkt mit ausländischen Mitarbeitern gefüllt. Ihre Zahl ist um 63 Prozent gestiegen.

Die Frankfurter Mook Group kritisiert in einem Newsletter die wachsende Bürokratiebelastung in der Gastronomie. Das Unternehmen verweist auf Zahlen des DEHOGA und fordert einen Abbau regulatorischer Vorgaben.

Laut der aktuellen ifo Konjunkturumfrage sieht sich fast jedes fünfte Unternehmen aus Beherbergung und Gastronomie wirtschaftlich bedroht. Als Belastungen nennen die Betriebe unter anderem schwache Nachfrage, steigende Kosten und Bürokratie.

Trotz Firmenwagen das Privatauto genutzt? Wer so Dienstreisen macht, riskiert den Verlust des möglichen Steuervorteils. Warum Finanzämter künftig noch genauer hinschauen dürften.