Niemals gut genug? - Warum Streben nach Perfektion im Job oft keine Lösung ist

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Wer immer versucht, Fehler zu vermeiden, kann wenig dazu lernen. Und wenn Menschen im Job das Gefühl haben, sie oder ihre Arbeit sind nicht genug, ist dies kontraproduktiv. Denn Perfektionismus im Beruf kann bremsen. Die Gefahr bei zu hohen Zielen besteht darin, «an den eigenen Ansprüchen zu scheitern», schreibt Karriereberaterin Ragnhild Struss in einem Blog-Beitrag im Karrierenetzwerk Xing.

Nicht alles auf einmal wollen

Man verhindere damit selbst, zufrieden mit sich und der eigenen Leistung zu sein, so Struss. Daher rät sie: Realistische Ansprüche entwickeln. Wer beispielsweise einen Text schreibt, sollte nicht die Vorstellung haben, darin alle Aspekte eines Themas abzubilden.

Insgesamt sei Perfektionismus aber nichts Schlechtes: In gesunder Ausprägung könne er bewirken, «dass jemand leistungsorientiert ist und sein Bestes gibt, um ein Ziel zu erreichen», so Struss.

Stolz und zufrieden sein

Fleiß, Disziplin und harte Arbeit seien für Perfektionisten häufig selbstverständlich - «was zur Folge haben kann, dass die Resultate tatsächlich sehr hohe Standards erfüllen» - und letztlich zu beruflichen und privaten Erfolgen führen kann.

Wichtig ist nur, dass man eine Balance findet - also dass man seine Erfolge auch selbst wahrnimmt, und mit seiner Arbeit und sich selbst insgesamt zufrieden ist. Und nicht nur nach Fehlern sucht.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Gastronomie und die Hotellerie in Deutschland haben im April 2026 preisbereinigt jeweils 7,4 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahresmonat. Für das Gastgewerbe insgesamt weist das Statistische Bundesamt ein reales Minus von 7,1 Prozent aus.

Deutschland liegt laut einer internationalen Studie beim Einsatz KI-generierter Spesenbelege an der Spitze. Jeder zehnte Beschäftigte nutzt solche Belege regelmäßig, während jeder Fünfte angibt, Ausgaben grundsätzlich falsch darzustellen.

Eine Umfrage des Verbands Deutsches Reisemanagement zeigt für 2026 ein überwiegend stabiles Geschäftsreiseaufkommen. Gleichzeitig berichten viele Unternehmen von wachsender Unsicherheit durch Preissteigerungen, geopolitische Risiken und Einschränkungen im Luftverkehr.

Urlaub ist in Zeiten der Inflation eine teure Sache. Selbst mit Tarifvertrag bekommen längst nicht alle Beschäftigten einen Zuschuss. Eine Studie zeigt, wer mit Geld für die Reisekasse rechnen kann.

Eine Umfrage zeigt, dass ein Drittel der Deutschen im Alltag durch digitale Technologien überfordert ist. Neben Senioren betrifft dies auch jeden vierten Erwachsenen unter 50 Jahren, weshalb der Ruf nach staatlichen Bildungsangeboten wächst.

Wer sich eine Auszeit nehmen möchte, um Zeit mit seinem Kind zu verbringen, kann Elternzeit beantragen. Gehalt gibt es für die Zeit zwar nicht, doch es greifen währenddessen andere Vorteile – darunter auch ein umfangreicher Kündigungsschutz.

Im März 2026 haben die deutschen Amtsgerichte 2.308 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 15,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Am stärksten betroffen waren die Bereiche Verkehr, Lagerei und Gastgewerbe.

Hilton hat eine Untersuchung zur Zukunft der Arbeitsplatzkultur veröffentlicht. Demnach bestimmen trotz des technologischen Wandels vor allem menschliche Faktoren die Produktivität und die Zufriedenheit im Beruf.

Die Beschäftigung im Gastgewerbe liegt weiterhin über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Gleichzeitig geht die Zahl der gemeldeten offenen Stellen zurück, während sich die Arbeitsmarktentwicklung in einzelnen Branchenbereichen unterschiedlich zeigt.

Die Thüringer halten in der Konjunkturflaute ihr Geld zusammen und gehen seltener essen oder buchen Hotelübernachtungen. Das macht die Lage im Gastgewerbe nicht leichter.