Österreich: Jeder vierte Biertrinker hat Angst vor neuer Gastro-Sperre

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Angesichts steigender Corona-Zahlen steht auch Österreich unmittelbar vor weiteren Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens. Welche Umstände bereiten dabei Österreichs Biertrinkern die größte Sorge? Worauf freut man sich nach überstandener Pandemie am meisten? Und hat die Corona-Krise zu Veränderungen beim Biergenuss geführt? Antworten darauf liefert eine aktuelle österreichweite Umfrage des Brauereiverbandes.

Veränderung: Bierpreis, Umweltbewusstsein und Herkunft

Seit Beginn der Pandemie haben sich die Einstellungen der Biertrinker zu ihrem Lieblingsgetränk verändert. So achtet seit dem Frühjahr österreichweit knapp ein Drittel (31,3 Prozent) stärker auf den Preis des Bieres. Besonders ausgeprägt ist dies bei den Steirern, die hier mit 44,8 Prozent zustimmen. Gleichzeitig wird in der Steiermark mit 40 Prozent auch am stärksten auf nachhaltige Gebindeformen, wie z.B. Mehrweg-Flaschen oder Fässer, geachtet. Österreichweit erreicht diese Aussage eine Zustimmung von 30 Prozent. Wenig verwunderlich wird nun häufiger ein Glas Bier zu Hause genossen (29,3 Prozent), auch achtet man ebenso verstärkt auf die Herkunft bzw. Regionalität des Bieres (28,9 Prozent).

Sorge: Wirtschaft, Familie und Gastronomiesperre

Fragt man Österreichs Biertrinker nach ihren größten Befürchtungen im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Corona-Krise, führen mehr als zwei Drittel der befragten Personen die „schlechte wirtschaftliche Situation Österreichs“ an. Diese ist für 67,9 Prozent die größte Sorge. Dahinter folgt die körperliche Gesundheit der eigenen Familie (53,7 Prozent) sowie Kontakteinschränkungen, die ein Zusammentreffen von Familie und Freunden unterbinden (53,5 Prozent).

Bezogen auf die (Bier-)Genusskultur macht sich knapp ein Viertel aller Befragten (24,1 Prozent) Sorgen, dass die Gastronomie wieder zusperren muss. Diese neuerliche Schließung wird übrigens im Bundesländervergleich von Vorarlbergern (35,6 Prozent) und Kärntnern (31,3 Prozent) am meisten gefürchtet, während dies in Tirol nur auf 16 Prozent zutrifft. Neben dem Gastro-Lockdown befürchtet österreichweit rund jeder zehnte Biertrinker (11,2 Prozent) Schließungen von Brauereien sowie eine Verteuerung des österreichischen Lieblingsgetränks (10 Prozent).

Hoffnung: Wirtschaftsaufschwung, Ende der Maskenpflicht und gesellige Runden

Nach überstandener Pandemie freuen sich die österreichischen Biertrinker am meisten auf eine Besserung der wirtschaftlichen Situation Österreichs (59,4 Prozent), auf ein Ende der Maskenpflicht (53,7 Prozent) und die wiedergewonnene uneingeschränkte Reisefreiheit (52,8 Prozent) sowie auf gesellige Zusammenkünfte mit Familie und Freunden (52,7 Prozent). Und knapp jeder Fünfte (19 Prozent) freut sich explizit auf ein gemeinsames Bier mit Freunden in der Gastronomie. Dieser Gedanke erzeugt im Bundesländervergleich bei den Wienern mit 21 Prozent die größte Vorfreude, gefolgt von Kärnten (20,2 Prozent) und Niederösterreich (19,6 Prozent). 

„Leider wird uns die Pandemie noch eine Zeit lang beschäftigen“, so Jutta Kaufmann-Kerschbaum, Geschäftsführerin des österreichischen Brauereiverbandes. „Gerade jetzt brauchen wir wieder größtmöglichen Zusammenhalt und Solidarität mit all jenen, denen es nicht so gut geht. Und die Vorfreude auf ein gemeinsames Bier in geselliger Runde kann uns keiner nehmen.“


 

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