Premier Inn Schlafstudie: So schlafen die Deutschen wirklich ein

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Wenn es ums Schlafengehen geht, sind die Deutschen wahre Meister der guten Vorsätze. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: Das Smartphone leuchtet noch, das Gedankenkarussell dreht seine Runden und die Nacht wird mal wieder kürzer als geplant. Die aktuelle Premier Inn Schlafstudie zeigt, wie es um die nächtlichen Gewohnheiten der Deutschen wirklich steht und warum Schlaf oft schon mit kleinen (Verhaltens-)Änderungen verbessert werden kann.

Routine spielt eine Rolle für die nächtliche Erholung

Dass guter Schlaf kein Zufall ist, wissen viele, denn immerhin haben sechs von zehn Deutschen (60 Prozent) eine feste Abendroutine. Lesen, Meditation oder ein Schlaftee helfen beim Abschalten. Frauen sind dabei deutlich konsequenter als Männer, und auch das Alter spielt eine Rolle: Während die 18- bis 29-Jährigen (7,6 Prozent) noch Tagebuch schreiben, setzen Ältere zwischen 50 und 59 Jahren eher auf Verzicht, etwa bei Genussmitteln (16,4 Prozent). Der Klassiker am Abend bleibt jedoch das Lesen: Rund ein Drittel greift vor dem Einschlafen zum Buch. Bei den über 65-Jährigen sind dies sogar über ein Drittel (34,8 Prozent), während es bei den 18- bis 29-Jährigen gerade einmal 13,5 Prozent sind. Dabei lesen Frauen deutlich häufiger (37,2 Prozent) als Männer (25,0 Prozent).

Offline für besseren Schlaf

Und dann wäre da noch der gar nicht so stille Störfaktor: das Smartphone. Das Verhältnis zur Technik ist – vorsichtig gesagt – widersprüchlich. Zwar schaltet etwa jeder Vierte sein Handy nachts aus (22,9 Prozent), wobei dennoch 23 Prozent nachts wieder zum Gerät greifen. Besonders bemerkenswert: Ausgerechnet die 40- bis 49-Jährigen, oft als besonders digital diszipliniert eingeschätzt, liegen mit nur 11,9 Prozent beim Abschalten am unteren Ende. Die vielzitierte „Smartphone-Generation“ wirkt dagegen fast vorbildlich: 17,5 Prozent der 18- bis 29-Jährigen schalten das Gerät konsequent aus. Gleichzeitig setzen 10,1 Prozent auf Schlaftracking per App oder Uhr, bei Jüngeren sind es sogar bis zu 16,9 Prozent. Die Erkenntnis: Wir optimieren unseren Schlaf – und sabotieren ihn gleichzeitig.

Dass das nicht ohne Folgen bleibt, zeigt die Schlafqualität. Mehr als die Hälfte der Deutschen wacht nachts regelmäßig auf (53,1 Prozent). Häufige Ursachen sind Grübeln (rund ein Viertel), innere Unruhe oder ganz praktische Gründe – etwa der nächtliche Gang zur Toilette, der bei rund der Hälfte (ca. 50 Prozent) zur Routine gehört und mit dem Alter stark zunimmt.

Besonders betroffen sind die mittleren Lebensphasen: Bei den 40- bis 49-Jährigen berichten 42,8 Prozent von Grübeln und 34,9 Prozent von unruhigem Schlaf. Und auch das Gefühl, morgens nicht erholt zu sein, ist weit verbreitet – etwa bei einem Viertel der Bevölkerung, bei jungen Erwachsenen sogar deutlich häufiger.

Individuelle Schlaf-Set-up

Geht es um das eigene Bett, zeigen sich die Deutschen dagegen erstaunlich konsequent. Fast 60 Prozent (59,4 Prozent) bestehen auf eine eigene Bettdecke, und für viele gibt es kaum eine bessere Einschlafhilfe als ein frisch bezogenes Bett (39,6 Prozent). Hier wird der Wunsch nach Komfort besonders greifbar: kleine Rituale mit großer Wirkung. Ergänzt wird das persönliche „Schlaf-Setup“ durch Kissen, Pflanzen oder Nachtlichter, bei manchen auch durch das vertraute Kuscheltier.

Überhaupt sind es oft die kleinen Dinge, die helfen: leichte Bewegung vor dem Einschlafen (28,2 Prozent), ein stressfreier Tag (27,2 Prozent) oder kuscheln (14,4 Prozent). Auch fernsehen (14,5 Prozent) wird von manchen als Einschlafhilfe genannt. Und ja, auch das gehört zur Wahrheit: Jeder Fünfte (20,7 Prozent) schläft regelmäßig vor dem Fernseher ein. 


 

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