Sachsen-Anhalt: Lage im Gastgewerbe aufgehellt - noch keine Entwarnung

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Lage in Sachsen-Anhalts Gastgewerbe hat sich einer Umfrage zufolge aufgehellt. Die Unternehmer bleiben allerdings angesichts steigender Energie-, Lebensmittel- und Personalkosten besorgt, wie die Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern Sachsen-Anhalt am Donnerstag mitteilte.

Demnach berichteten etwa ein Drittel der Betriebe mit Blick auf die abgelaufene Wintersaison 2022/23 von einer guten Geschäftslage, mehr als die Hälfte schätzten sie als befriedigend und 14 Prozent als schlecht ein. Damit scheine «das vermeintlich historische Tief des letzten Jahres» überwunden.

«Doch Entwarnung kann hier noch nicht gegeben werden. Denn nach wie vor sind Rückgänge nicht nur bei den Geschäftsreisenden, sondern ebenfalls bei Einheimischen und Urlaubsgästen zu verzeichnen», erklärte die Geschäftsführerin für Starthilfe und Unternehmensförderung der IHK Halle-Dessau, Antje Bauer. «Nicht zuletzt bereitet die Kostenexplosion den Unternehmen Kopfzerbrechen.»

Das zeige sich auch bei den unterschiedlichen Geschäftserwartungen für die Sommersaison 2023. Zwar gingen 20 Prozent aller Befragten von besseren Geschäften aus, genauso viele aber von schlechteren, hieß es. Die Mehrheit erwarte eine gleichbleibende Größenordnung. Hohe Energiepreise bereiteten den Unternehmern Sorge, aber auch gestiegene Lebensmittel- und Rohstoffpreise. Für 59 Prozent sei der Fachkräftemangel ein großes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung.

Den Industrie- und Handelskammern zufolge konnten rund drei Viertel der gastgewerblichen Unternehmen ihren Personalbestand stabil halten, neun Prozent wollten aufstocken. Bei 62 Prozent der Firmen seien Preissteigerungen geplant, um die gestiegenen Kosten im Griff zu behalten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Per WhatsApp oder Signal lässt sich viel erledigen - eine Kündigung gehört nicht dazu. Die Kündigung eines Arbeitsvertrags per Nachricht einer Messenger-App ist rechtlich nicht wirksam. Darauf weist die Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer hin. 

Der DEHOGA Baden-Württemberg hat eine dringende Warnung an seine Mitgliedsbetriebe herausgegeben. Hintergrund ist eine aktuelle Betrugsmasche, bei der digitale Rechnungen gezielt abgefangen und manipuliert werden. Die Täter verändern dabei die hinterlegten Bankdaten, um Zahlungen auf ausländische Konten umzuleiten.

Während Krankheit und Urlaub scheint der Job oft weit weg. Flattert aus dem Nichts die Kündigung ein, ist der Schreck groß. Doch darf der Arbeitgeber in der Situation überhaupt eine Kündigung aussprechen oder sind Arbeitnehmer in dieser Zeit geschützt?

Die private Nutzung eines Dienstwagens muss man regelmäßig versteuern. Dafür gibt es zwei verschiedene Methoden. Zwei Expertinnen zeigen, welche das sind und wo jeweils die Vor- und Nachteile liegen.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Januar die Schwelle von drei Millionen übertroffen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Januar 3,085 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet - 92.000 mehr als im Januar 2025.

Eine aktuelle Erhebung zeigt die Reisetrends für 2026: Die Deutschen planen frühzeitig, buchen bevorzugt selbst und setzen dabei verstärkt auf digitale All-in-One-Plattformen.

In vielen Branchen und Betrieben geht es längst nicht mehr ohne ausländische Fachkräfte. Die dahinterliegenden Zahlen zeigen klare Trends.

Sind Beschäftigte in Deutschland zu oft krank? Eine neue Studie stützt Kritiker. Die großen Arbeitsausfälle haben demnach erhebliche Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft.

Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer enttäuscht im Januar. Am Bau hellte sich die Stimmung der Unternehmen auf. Den Trend sieht das Ifo auch im Handel. Im Dienstleistungssektor und im Tourismus trübte sich das Geschäftsklima hingegen ein.

Dass simple Passwörter nicht sicher sind, hat wohl fast jeder schon einmal gehört - hält aber viele nicht davon ab, leichtsinnige Zugangsdaten zu verwenden. Eine Auswertung - und wie es besser geht.