Tarifbindung im Gastgewerbe 2025 bei 23 Prozent

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Tarifbindung in Deutschland hat sich im Jahr 2025 nicht verändert. 49 Prozent der Beschäftigten arbeiteten in einem tarifgebundenen Betrieb, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Besonders niedrige Werte zeigt dabei das Gastgewerbe.

Gastgewerbe weiterhin mit geringer Tarifbindung

Im Jahr 2025 lag die Tarifbindung im Gastgewerbe bei 23 Prozent, wie Destatis mitteilt. Damit gehört die Branche weiterhin zu den Bereichen mit den niedrigsten Anteilen tarifgebundener Beschäftigter.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bewegt sich das Gastgewerbe damit auf einem ähnlichen Niveau wie die Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, die ebenfalls auf 23 Prozent kommen. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Tarifbindung in diesen Bereichen kaum verändert.

Noch niedrigere Werte wurden lediglich in wenigen Branchen festgestellt. So lag die Tarifbindung in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei bei 10 Prozent. In den Bereichen Kunst, Unterhaltung und Erholung sowie Grundstücks- und Wohnungswesen wurden jeweils 21 Prozent erreicht, so die Behörde.

Deutlicher Abstand zu anderen Branchen

Im Vergleich zu Branchen mit hoher Tarifbindung zeigt sich ein deutlicher Abstand. Die höchste Tarifbindung verzeichnete laut Destatis der Bereich „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung“ mit 100 Prozent. Es folgen die Energieversorgung mit 84 Prozent sowie Erziehung und Unterricht mit 79 Prozent.

Auch Finanz- und Versicherungsdienstleistungen liegen mit 68 Prozent deutlich über dem Wert des Gastgewerbes.

Tarifbindung insgesamt stabil

Insgesamt blieb die Tarifbindung in Deutschland im Jahr 2025 stabil. Der Anteil von 49 Prozent tarifgebundenen Beschäftigten entspricht laut Destatis dem Niveau der Vorjahre.

Die Tarifbindung beschreibt den Anteil der Beschäftigten, die in Betrieben mit Tarifvertrag arbeiten. Die Daten zeigen nach Angaben der Behörde weiterhin deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen.

Regionale Unterschiede bleiben bestehen

Auch im regionalen Vergleich ergeben sich Unterschiede. Die höchsten Werte wurden laut Mitteilung in Bremen mit 56 Prozent, im Saarland mit 52 Prozent sowie in Nordrhein-Westfalen mit 51 Prozent festgestellt.

Die niedrigsten Anteile verzeichneten Sachsen mit 42 Prozent, Berlin mit 45 Prozent und Schleswig-Holstein mit 46 Prozent, wie Destatis weiter mitteilt.

Hintergrund zur Datenerhebung

Die Angaben stammen vom Statistischen Bundesamt, das regelmäßig Daten zur Tarifbindung in Deutschland erhebt und veröffentlicht.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Gastgewerbe verzeichnete im August 2026 laut DATEV ein Umsatzplus von 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Löhne stiegen in der Branche.

Viele Bewerber wünschen sich individuelle und zeitnahe Absagen, erleben einer Umfrage zufolge jedoch häufig Standardformulierungen, lange Wartezeiten oder ausbleibende Rückmeldungen. Eine schlechte Absage habe bei 65,0 Prozent zur Folge, dass sie sich nicht erneut bei dem betreffenden Arbeitgeber bewerben würden.

Vor dem Start des Oktoberfests zeigt eine Analyse von Visa, wie stark die Wiesn die Wirtschaft bewegt. Während der Festwochen 2025 stiegen die Ausgaben in München um 30 Prozent gegenüber gewöhnlichen Sommertagen. An Spitzentagen erreichte das Plus fast 70 Prozent.

Wenn es um einen Kunden-, Messe- oder Fortbildungsbesuch, dann brauchen Arbeitnehmer eine Möglichkeit, dort hinzukommen. Doch was, wenn der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu beschwerlich oder nicht machbar ist? Darf der Chef dann verlangen, dass Angestellte ihr eigenes, privates Auto verwenden?

Die Mehrheit der Erwerbstätigen ist laut einer Umfrage bereit, mehr zu arbeiten - sofern die Rahmenbedingungen dafür stimmen. Zugleich empfindet jeder Zweite die politische Debatte um längere Arbeitszeit als demotivierend.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 um 6,7 Prozent gestiegen. Das Gastgewerbe weist mit 59,6 Fällen je 10.000 Unternehmen eine der höchsten Insolvenzhäufigkeiten auf.

Eine Studie von HolidayCheck zeigt, dass fast ein Drittel der Online-Bewerter bereits den Verlust eigener Rezensionen erlebt hat. Die negativen Erfahrungen hinterlassen spürbare Spuren bei den Verbrauchern.

Überregulierung und Bürokratie belasten nach Einschätzung von Steuerberatern den Mittelstand in Deutschland weiterhin am stärksten. Nach aktuellen Daten des DATEV-Seismografen sehen 83 Prozent der Befragten ihre Mandanten von diesen Hürden betroffen.

Die Sachbezugswerte für Verpflegung sollen 2027 steigen. Für Mittag- und Abendessen sind 4,70 Euro vorgesehen, wodurch unter den steuerrechtlichen Voraussetzungen Essenszuschüsse von bis zu 7,80 Euro möglich werden.

Tageskarte erreicht jeden Tag Menschen, die Hotels und Restaurants führen, ausstatten, beliefern und weiterentwickeln.

Wenn Sie dieser Branche etwas zu sagen – oder zu verkaufen – haben, bringen wir Sie zusammen.