Was 2022 für Verpflegungspauschalen bei Auslandsreisen gilt

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Wer häufig beruflich im Ausland tätig ist, hat in der Regel höhere Kosten für die Verpflegung. Deshalb darf die Verpflegungspauschale für die Tätigkeit im Ausland mit einem höheren Betrag berücksichtigt werden als die Pauschale, die im Inland gilt.

Die Auslandspauschalen werden jährlich von der Finanzverwaltung veröffentlicht, wobei sich die Sätze nach den Lebenserhaltungskosten im Land richten, sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler.

In der Regel werden die Beträge zum Jahreswechsel angepasst. Diesmal aber gab das Bundesfinanzministerium bekannt, dass die Pauschalen für Dienstreisen ins Ausland nicht verändert werden. «Die zum 1. Januar 2021 veröffentlichten Beträge für Pauschalen im Ausland gelten für das Kalenderjahr 2022 unverändert fort», sagt Karbe-Geßler.

Pauschalen je nach Reiseziel unterschiedlich

Bei der Anreise vom Inland ins Ausland bestimmt sich der Pauschbetrag für die Verpflegung nach dem Ort, den der Steuerzahler vor 24.00 Uhr Ortszeit erreicht hat.

Somit können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei einer mindestens 24-stündigen Dienstreise zum Beispiel nach Belgien eine Verpflegungspauschale von 42 Euro beanspruchen. Bei einer Reise nach Frankreich sind es je nach Region 44 bis 58 Euro. In den USA liegt die Verpflegungspauschale je nach Ziel bei 51 bis 64 Euro pro Tag.

Bei Reisen in Deutschland liegt der Pauschalsatz bei 14 Euro bei einer mehr als achtstündigen Abwesenheit von der Wohnung oder der Tätigkeitsstätte, bei ganztägigen Reisen sind es 28 Euro.

Pauschalen als Werbungskosten absetzen

Arbeitgeber können ihren Beschäftigten die Verpflegungspauschalen steuerfrei im Rahmen der Reisekostenabrechnung erstatten. Gibt es keine Erstattung vom Arbeitgeber, «sollte der Beschäftigte in seiner persönlichen Einkommensteuererklärung die Pauschalen für Verpflegung auf Dienstreisen als Werbungskosten ansetzen», rät Karbe-Geßler.

Doch nicht nur für Arbeitnehmer, die viel auf Reisen sind, sind die Werte wichtig, sondern auch für Unternehmer, die viel unterwegs sind. Diese können die Pauschalen als Betriebsausgabe geltend machen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland fühlt sich belastet durch Preissteigerungen, vor allem bei Lebensmitteln. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Alkoholische Getränke sind in Deutschland so billig wie sonst kaum irgendwo in Europa. Noch billiger als in Deutschland waren die alkoholhaltigen Drinks europaweit nur noch in Italien.

Im Eifer des Gefechts den Job gekündigt und es anschließend bereut? Kommt schonmal vor. Aber: Gibt es jetzt noch einen Weg zurück?

Trends kommen, Trends gehen - so auch in diesem Jahr. Welches Essen ist nun angesagt, wohin reisen Hipster und wie streichen Trendsetter ihre Zimmerdecke? Ein Prognoseversuch.

Eine aktuelle Erhebung zeigt einen deutlichen Anstieg von Betriebsaufgaben im deutschen Mittelstand. Hohe Kosten, bürokratische Hürden und fehlende Nachfolgelösungen führen dazu, dass immer mehr Unternehmer ihr Geschäft aufgeben.

Die wirtschaftliche Verunsicherung wird laut einer Umfrage auch 2026 das Kaufverhalten der Deutschen prägen. Besonders für Kosmetik, Mode, Reisen und Gastronomie wollen die Befragten weniger ausgeben.

Die Tariflöhne sind im laufenden Jahr in Deutschland kaum noch stärker gestiegen als die Verbraucherpreise. Im vergangenen Jahr hatten sich die Reallöhne und damit die Kaufkraft der Beschäftigten noch um 3,1 Prozent gesteigert. 

Neue BIBB-Zahlen zeigen: Das Gastgewerbe trotzt dem bundesweiten Rückgang bei Ausbildungsverträgen weitgehend. Während die Gesamtzahlen sinken, verzeichnen die zweijährigen Berufe im Gastgewerbe starke Zuwächse. Die Hotelberufe hingegen leiden weiterhin unter deutlichen Einbrüchen.

Der Begriff «Insolvenz» kann schon mal Panik auslösen. Insbesondere, wenn es den eigenen Arbeitgeber betrifft. Ruth Rigol, Fachanwältin für Arbeits- und Insolvenzrecht, und Guadalupe Florenin von der Bundesagentur für Arbeit, beantworten die wichtigsten Fragen rund um das Thema Insolvenz des Arbeitgebers.

Das Leben ist zunehmend stressig - davon sind viele Menschen überzeugt. Und nicht nur der Stress wächst, sondern laut Daten einer Krankenkasse auch die Zahl der Fehltage wegen der Diagnose Burnout.