Wie Online-Bewertungen in die Irre führen

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Viele Urlauber vertrauen bei der Auswahl ihres Hotels auf Online-Bewertungen. Hat das Hotel nur einen Stern erhalten, ist es sicher eine Absteige, bei fünf Sternen ein echtes Traumhotel. Dass es aber nicht ganz so einfach ist, zeigen nun aktuelle Forschungen der Universität York

Demnach sind Menschen eher dazu bereit, Hotelbewertungen blind zu vertrauen, wenn sie bereits vorgefasste Meinungen bestätigen. Die Studie ergab, dass die Glaubwürdigkeit einer Rezension weniger unbewusst in Frage gestellt wird, wenn sie den eigenen Erwartungen entspricht. So zum Beispiel eine schlechte Bewertung für ein günstiges Budget-Hotel oder eine positive Bewertung für ein Luxushotel. 

Hellhörig werden die meisten Nutzer erst, wenn eine Bewertung eben nicht den eigenen Erwartungen entspricht. Erhält also ein Luxushotel eine schlechte Bewertung, werden die Nutzer wachsam und skeptisch, ob die Informationen auch wirklich verlässlich sind. Wie einer der Forscher mitteilte, sei das menschliche Gehirn biologisch so organisiert, dass es sich wohlfühle, wenn die eigenen Erwartungen erfüllt würden. Die Wissenschaft nennt dieses Phänomen einen „Bestätigungsfehler“: Durch diesen wird die Interpretation des Nutzers verzerrt, da das Gehirn unbewusst Informationen bevorzugt, die den eigenen Erwartungen entsprechen. „Die Studie legt nahe, dass Budget-Hotels anfälliger für schlechte Bewertungen sind“, erklärte Dr. Snehasish Banerjee. „Luxushotels genießen hingegen eine gewisse Immunität“.  


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Erhebung zeigt die Reisetrends für 2026: Die Deutschen planen frühzeitig, buchen bevorzugt selbst und setzen dabei verstärkt auf digitale All-in-One-Plattformen.

In vielen Branchen und Betrieben geht es längst nicht mehr ohne ausländische Fachkräfte. Die dahinterliegenden Zahlen zeigen klare Trends.

Sind Beschäftigte in Deutschland zu oft krank? Eine neue Studie stützt Kritiker. Die großen Arbeitsausfälle haben demnach erhebliche Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft.

Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer enttäuscht im Januar. Am Bau hellte sich die Stimmung der Unternehmen auf. Den Trend sieht das Ifo auch im Handel. Im Dienstleistungssektor und im Tourismus trübte sich das Geschäftsklima hingegen ein.

Dass simple Passwörter nicht sicher sind, hat wohl fast jeder schon einmal gehört - hält aber viele nicht davon ab, leichtsinnige Zugangsdaten zu verwenden. Eine Auswertung - und wie es besser geht.

Manchmal stellt einen das Universum hart auf die Probe: Man hat einen neuen Arbeitsvertrag gerade unterschrieben, aber plötzlich kommt ein noch besseres Angebot. Was tun? Lässt sich in diesem Fall das Arbeitsverhältnis beenden, bevor der Job überhaupt angefangen hat?

Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro zum 1. Januar 2026 hat branchenübergreifend Auswirkungen, trifft jedoch das Gastgewerbe in besonderem Maße. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist fast jeder zweite Arbeitsplatz in dieser Branche von der neuen Lohnuntergrenze betroffen.

Der aktuelle DATEV Mittelstandsindex belegt eine weiterhin schwierige Lage für mittelständische Betriebe. Während die Umsätze im Dezember erneut sanken und das Weihnachtsgeschäft im Handel schwach ausfiel, setzt sich insbesondere in der Gastronomie der personelle Rückbau fort.

Der Umgang mit Alkohol verändert sich in Deutschland. Viele verzichten einer Umfrage zufolge inzwischen ganz oder teilweise darauf, vor allem Jüngere.

Filmen verboten? Mitnichten. Unter Umständen dürfen Arbeitgeber Kameras am Arbeitsplatz installieren - sogar verdecktes Filmen kann erlaubt sein. Dafür braucht es in Deutschland aber sehr gute Gründe.