50. Folge von Mälzers Podcast «Fiete Gastro»: Wie «gute Küchenparty»

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Wer dem Hamburger Fernsehkoch Tim Mälzer («Kitchen Impossible») gern beim Kochen zusieht, mag meist auch seine locker-lässige, ehrliche und direkte Art zu reden. Die gibt es - ungefiltert und ungeschnitten - auch in seinem Podcast «Fiete Gastro». Vor fast zwei Jahren nahm der 50-Jährige gemeinsam mit Moderator Sebastian Merget den Podcast zum ersten Mal auf. Nun feiert «Fiete Gastro» Jubiläum: Am Donnerstag (25.2.) wird die 50. Folge ausgestrahlt - und dafür hat Merget einen besonderen Gast eingeladen. Wer das sein wird, will er allerdings nicht vorher verraten.

Das Konzept der Sendung ist einfach: Tim Mälzer hat zu Beginn der Aufnahme keine Ahnung, welcher Gast ihn erwartet. In der Regel verbindet ihn etwas mit dem- oder derjenigen - Freundschaft, Leidenschaft für die gleiche Sache oder das gleiche Fachgebiet. So waren unter anderem schon Choreograf und Freund Jorge González, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, viele (welt-)bekannte Köche, Designer Thomas Hayo, Musiker Moses Pelham und Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher mit Mälzer und Merget im Studio.

Und dort wird dann fachgesimpelt und geplaudert. «Im Grunde soll der Podcast wie eine gute Küchenparty mit lockerem Schnack sein», sagte Mälzer der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Dementsprechend gibt es auch kein festes Skript. Mälzer lässt sein Herz sprechen und seine Gedanken zu Worten werden. Das ist nicht immer jugendfrei, aber immer 100 Prozent Mälzer. Merget moderiert und stoppt Mälzer bei zu wildem «Verbaldurchfall» hier und da auch mal. «Ich finde, wir haben uns von Staffel zu Staffel ehr positiv weiterentwickelt», so Merget.

So habe das Duo über die Zeit - gesendet werden zwei Folgen pro Monat - bemerkt, dass die Kulinarik an sich oft «das schwächste Thema» des Podcasts ist. «Die emotionalen Dinge sind viel stärker. Wenn es um ganz subjektive Empfindungen und Entwicklungen geht. Ich merke das immer daran, dass ich entweder sehr oft einhake, weil ich dann einfach wahnsinnig interessiert bin. Oder dass ich gar nicht unterbreche, weil es so spannend ist», sagte Mälzer dazu.

Eine weitere Erfahrung: Das Gespräch mit Gästen, die aus Spaß an der Sache kommen, ist meist spannender als mit Gästen, die auf Promo-Tour für ein neues Buch oder Produkt sind. «Bei ihnen sind die Gespräche bisher eher schwer in Gang gekommen, weil die Leute dann eine Agenda haben. Wir wollen eigentlich lieber die Anti-Talkshow sein und das passieren lassen, was passiert.»

Zu den Gästen, die Mälzer am meisten überrascht haben, gehören Comedian Atze Schröder («Er hat in seiner komödiantischen Haltung in sehr leisen Tönen wahnsinnig viel Tiefgang und ist ein spitzer Beobachter des Lebens») und Rapper/Musikproduzent Moses Pelham. «Das war eine sehr witzige, streitbare Vegan-Vegetarisch-Fleisch-Diskussion, die da geführt worden ist. Das ist immer noch eine meiner Lieblingsfolgen, obwohl es wahrscheinlich so wirkte, als ob wir uns nicht verstanden hätten. Dabei war es genau das Gegenteil.»

Die meistgeklickten Folgen waren die Gespräche mit Olli Schulz, Julien Walther, Atze Schröder, Ina Müller und Jamie Oliver. Insgesamt wurde der Podcast, der von Podstars by OMR produziert wird, seit April 2019 mehr als fünf Millionen Mal abgerufen.

Wen er künftig noch gern im Studio hätte, weiß Mälzer genau. «Eckart Witzigmann ist für mich immer noch ein Traumgast, weil ich ihn einfach unfassbar spannend finde. Gerade um seine Rolle zu definieren, was er eigentlich alles für die deutsche und internationale Gastronomie getan hat.»

Zudem sei er ein Riesenfan von Boris Becker. «Den feiere ich auch ab, weil er so ist, wie er ist.» Dass der Hamburger Koch und Lieblings-Dauerrivale Steffen Henssler mal in seiner Sendung auftaucht, sieht Mälzer dagegen noch nicht. «Nö. Wir wollen ja Leute haben, die reden können», lästerte er in Mälzer-Manier. Und Merget ergänzte: «Um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern: Der sagt immer ab. Vielleicht wird das der Running-Gag, und zur 100. Folge ist er dann da.» (dpa)


 

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