Benedikt Faust: „Fürs Date in den abgefucktesten Sushi-Laden der Stadt“

| Gastronomie Gastronomie

Sternekoch Benedikt Faust aus dem Restaurant Kuno 1408 in Würzburg ist ein echter Asket: Keine Kohlenhydrate, kein Zucker, kein Fett aber dafür grünen Tee. Er habe in den letzten fünf Jahren 30 Kilo abgenommen, das gehe nur auf gesunde Art und Weise, wie Faust nun anlässlich des Schleswig-Holstein Gourmet Festivals (Tageskarte berichtete) im Spiegel-Interview erklärte. 

Durchgängig auf alles zu verzichten, mache aber auch keinen Spaß. Deshalb würde ein Restaurant, das ausschließlich fettarme und zuckerfreie Gerichte auf der Karte hätte, vielleicht für einige Jahre in einer Großstadt funktionieren. Aber nach fünf Jahren müsste man sich schon überlegen, was als nächstes komme. Denn nach dieser Zeit sei fast jedes Thema ausgelutscht. Und das gelte auch für Sternerestaurants. 

Ein bestimmendes Element in Fausts Menüs sind Dreiklänge. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass der Durchschnittsesser nur drei Geschmäcker definieren könne, erklärte er dem Spiegel. Die vierte und fünfte Komponente seien viel schwieriger herauszuschmecken – und damit eher etwas für die Profis. Deshalb würde er für einen Kollegen als auch anders kochen als für einen unbedarften Gast. 

Einen kulinarischen Tipp zum Abschluss hatte Faust für die Spon-Redaktion auch noch auf Lager: Wer beim ersten Date beeindrucken möchte, solle am besten in den abgefucktesten Sushi-Laden der Großstadt, der aber das beste Sushi mache. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Georg Strohmeyer feiert sein 10-jähriges Jubiläum als Küchenchef im Hotel Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Der Wahl-Bayer spricht im Interview unter anderem darüber, wie er auf neue Ideen zu seinen regionalen Kreationen kommt. Tipps für Hobbyköche hat er auch auf Lager.

Am 30. April eröffnet im Westfield Hamburg-Überseequartier das Restaurant Elemente mit lateinamerikanischem Schwerpunkt. Das Projekt verbindet unter anderem internationale Grillkunst mit Hamburger Architekturgeschichte.

Beim internationalen Kongress der Jeunes Restaurateurs in Köln wurde Frédéric Morel aus Münster zum Koch des Jahres gewählt. Die Veranstaltung brachte rund 500 Branchenvertreter aus 21 Ländern am Rhein zusammen.

In München sorgt die Forderung eines Wirts für Furore: Die Oktoberfest-Zelte sollen europaweit ausgeschrieben werden. Was könnte das für Tradition und Brauchtum auf der Wiesn bedeuten?

Sie brutzelt, sie duftet und sie macht satt – die Currywurst landet millionenfach in Kantinen und Imbissen und auf dem Teller oder in der Pappschale. Doch wie mag der Berliner seine Wurst? Und wie wird sie im Pott gegessen?

Der internationale JRE-Kongress in Köln versammelte rund 500 Branchenvertreter, um über die Zukunft der Gastronomie und nachhaltige Innovationen zu beraten. Neben der Verleihung der International Awards 2026 stand die Expansion des Netzwerks nach Südamerika im Fokus.

Eine aktuelle Umfrage belegt, dass Nachhaltigkeit für über 80 Prozent der Leser ein wichtiges Kriterium bei Kochbüchern darstellt. Während das gedruckte Buch die wichtigste Inspirationsquelle bleibt, gewinnen pflanzenbasierte Ernährung und umweltfreundliche Zutaten an Bedeutung.

Eine aktuelle Umfrage belegt die hohe Relevanz der Gastronomie am Muttertag, wobei über 40 Prozent der Deutschen einen Restaurantbesuch planen. Neben großen Familienfeiern gewinnen Trends wie Solo-Dining und erlebnisorientierte Angebote an Bedeutung.

Die Initiative Gerolsteiner WeinPlaces hat sechs neue Gastronomiebetriebe in ihr bundesweites Netzwerk aufgenommen und fördert künftig zudem die Ausbildung von Nachwuchskräften durch internationale Stipendien.

Unbekannte haben in München ein israelisches Restaurant angegriffen. Inwieweit die Tat einen antisemitischen Hintergrund hat, wird noch geklärt. Die Ermittler gehen «gewissen Anhaltspunkten» nach.