Berliner Touristenattraktion: Mustafa's Gemüse Kebab zieht um

| Gastronomie Gastronomie

Der berühmteste Dönerimbiss Berlins und vielleicht auch Deutschlands ist umgezogen - aber nur auf die andere Straßenseite. «Mustafa's Gemüse Kebab» am Mehringdamm in Kreuzberg, vor dem täglich eine lange Schlange hungriger Menschen wartet, verkauft sein Essen nicht mehr in einer mit Aufklebern übersäten Bude auf der westlichen Seite der Straße, sondern seit Dienstag gegenüber in einem kleinen Imbisslokal. Der «Tagesspiegel» berichtete. 

«New Location opposite Mehringdamm 33» («Neuer Standort gegenüber Mehringdamm 33») steht in großen Buchstaben gut lesbar für alle Touristen auf einem Plakat auf der alten Bude. Etwa zehn Menschen warteten am Mittag vor dem neuen Imbiss auf ihren Kult-Döner. 

«Mustafa's Gemüse Kebab» wird seit vielen Jahren besonders im Internet als bester Döner Berlins angepriesen. Junge Berlin-Besucher fahren extra für einen Döner zum Mehringdamm, machen Fotos und stellen Selfies ins Internet. An Sommerabenden und -nächten standen manchmal viele Dutzend Menschen in einer langen Schlange stundenlang an. Auch eine Filiale in der Warschauer Straße in Friedrichshain ist beliebt, aber die meisten Touristen zieht es zum Original. 

Im «Tagesspiegel» wird Inhaber Tarik Kara, der den Imbiss 2005 eröffnete, zitiert: «Wir mussten umziehen, wir mussten weg, weil auf dem Gelände hinter der Bude gebaut wird.» Man habe den freien Laden gegenüber mieten können. «Man wird uns auch hoffentlich weiterhin finden.» Traurig sei er nicht. Die alte Bude habe gute Dienste geleistet, dafür sei er dankbar. «Und nun ist eine neue Episode, es geht weiter.» (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer über Lieferplattformen bestellt, zahlt nicht nur fürs Essen: Je nach Modell kassieren Lieferdienste 13 bis 30 Prozent Provision. Gleichzeitig behalten sie den direkten Zugang zu den Kundendaten. Für viele Gastronomen wird das zum teuren Geschäft – DEHOGA warnt: Bei solchen Margen können sich nur wenige Restaurants die Zusammenarbeit leisten.

Der erste Restaurant Impact Report von OpenTable untersucht die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Restaurants in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Ausgaben rund um Restaurantbesuche, Beschäftigung, Gemeinschaft und das Verhältnis zwischen Gästen und Betrieben.

Zwei-Sterne-Koch Paul Stradner plant im ersten Quartal 2027 sein erstes eigenes Restaurant im 1839 Malerhaus in Achern. Julian Schmid soll die Küche vor Ort gemeinsam mit ihm verantworten; seine Tätigkeit in der Villa René Lalique setzt Stradner fort.

Cornelia Poletto hat auf dem Euref-Campus Düsseldorf ihre neue Kochschule und Eventfläche im Rahmen des Food-Festivals Chefs in Town mit einer italienischen Küchenparty eröffnet. Unterstützung gab es dabei von Nelson Müller und Ludwig Maurer.

Teaser: McDonald’s plant bis 2036 rund 8,5 Milliarden Dollar Unterstützung für Franchisenehmer. Der Konzern prüft proteinreichere Gerichte und will Küchen, Technik und Restaurantgestaltung verändern.

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.

Die traditionsreiche Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt mit einem Pop-up-Standort in die Markthalle Neun zurück und bereitet die Rückkehr nach Charlottenburg vor.

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.