Brandenburg: Gastronomen bereiten wieder Veranstaltungen vor

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Hotels und Gaststätten in Brandenburg können mit den jüngsten Lockerungen in der Corona-Krise nun wieder durchstarten - auch mit Feiern und anderen Veranstaltungen. Vielerorts nehmen die Anfragen der Gäste wieder zu, wie es aus der Branche heißt. «Die Familienfeiern werden nun nachgeholt», sagt der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Brandenburg, Olaf Lücke. Eine Erleichterung sei auch die ab Montag geltende Aufhebung der Sperrstunde in Gaststätten und Kneipen.

Diese dürfte so manchem Gast kurzzeitig die Laune verdorben haben. «Bei einer Familienfeier mussten wir die Gäste um 22.00 Uhr bitten, nach Hause zu gehen», sagt Bianka Salzwedel. Sie betreibt das Hotel und Restaurant «Röbler Thor» in Wittstock (Ostprignitz-Ruppin). An Veranstaltungen sei dort bis Mitte Mai nicht einmal zu denken gewesen. Ab dem 15. Mai konnte das Restaurant unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wieder öffnen. Touristen dürfen seit dem 25. Mai wieder einchecken. Immerhin hatte das Hotel durch Geschäftsreisende während der Zwangspause noch eine Auslastung von 28 Prozent, wie Salzwedel berichtet.

Nun häufen sich in ihrem Haus nach ihren Angaben wieder die Anfragen. Sie sei froh, dass sie jetzt wieder richtig loslegen könnten, so Salzwedel.

Neu in der ab Montag geltenden Corona-Verordnung ist laut Lücke das Führen einer Anwesenheitsliste mit Personendaten der Gäste, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. «Das ist vorher schon von vielen Gastronomen gemacht worden, war aber bisher keine Pflicht», so der Dehoga-Hauptgeschäftsführer. Zwar dürfe nun wieder gefeiert werden, Abstands- und Hygieneregeln blieben aber weiter bestehen. Das bedeute automatisch weniger Tische und damit weniger Plätze.

Mit Blick auf die vergangenen Wochen vermisste Lücke oftmals ein einheitliches Handeln und eine klare Kommunikation der Behörden. Vor allem, was die Sicherheitsmaßnahmen angeht, wie er sagt. Trotzdem sei die Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden und Gastronomen vielerorts gut verlaufen. «Derzeit sind keine Probleme bekannt», sagt auch der Sprecher der Stadt Cottbus, Jan Gloßmann.

«Positiv zu erwähnen sind die ansässigen Gastronomen, die sich fast immer sehr kooperativ gezeigt haben und um Mitwirkung bei der Umsetzung der Regeln in ihren Einrichtungen sehr bemüht waren», berichtet auch Potsdams Stadtsprecherin Juliane Güldner. Im Laufe der Krise habe es bisher nur zwei Fälle in Potsdam gegeben, bei denen Gastronomiebetriebe unerlaubt oder ohne Einhaltung der Auflagen geöffnet hätten.

Dass zu den bereits gebuchten Feiern und Veranstaltungen nun noch die nachzuholenden Feste kommen, sieht Lücke für die Branche und für die Gäste als Herausforderung. «Ich kann nur jedem empfehlen, jetzt frühzeitig zu buchen», sagt er. Sonst könnten in vielen Gaststätten die Terminkalender so voll sein, dass kurzfristige Anfragen nicht bedient würden.

Hinzu komme eine wegen der Pandemie zu erwartende Belebung des Inlandstourismus: Schon jetzt seien zahlreiche märkische Hotels ausgebucht, berichtet Lücke. (dpa)


 

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