Broschüre: Gesund und umweltfreundlich essen in Kantinen und Mensen

| Gastronomie Gastronomie

Wie können Betreiber von Kantinen und Mensen ihr Speisenangebot gesünder und umweltverträglicher gestalten? Dies zeigt eine neue Broschüre des Umweltbundesamtes (PDF) anhand von drei Beispielen, in denen die Umstellung sehr gut gelungen ist. Mögliche Maßnahmen: mehr pflanzliche Zutaten und Bio-Produkte sowie flexiblere Portionsgrößen, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden.

Das Interesse an gesunder, umweltverträglicher und gleichzeitig bezahlbarer Ernährung ist groß. Die Gemeinschaftsverpflegung in Kantinen und Mensen kann hier einen wichtigen Beitrag leisten: Sie bildet eine Schnittstelle zwischen Produktion und Konsum und hat Einfluss auf beide Seiten. Sie kann viele Menschen in Betrieben, öffentlichen Verwaltungen, Kitas, Schulen und Universitäten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen als Gruppe erreichen. Dadurch bietet sie eine Umgebung, in der Veränderungen angestoßen und soziale Normen im Ernährungsverhalten neu definiert werden können. Die Impulse von dort können sich auch positiv auf das Koch- und Ernährungsmuster zuhause auswirken.

Wichtige Stellschrauben für ein umweltverträgliches und gesundheitsförderndes Essensangebot in Kantinen und Mensen sind etwa:

  • pflanzliche, möglichst wenig verarbeitete Zutaten als Basis der Mahlzeiten
  • ökologisch erzeugte Produkte
  • saisonal in der Region verfügbare Lebensmittel
  • die Ausrichtung des Verpflegungskonzepts an den Nährstoffempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)
  • die Reduzierung der Portionsgrößen mit der Option, sich einen Nachschlag zu holen, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden

Die neue Broschüre „Besser essen in Kantinen und Mensen“ des Umweltbundesamtes (⁠UBA⁠) stellt drei Beispiele für Kantinen und Mensen vor, in denen die Umstellung auf gesunde und umweltverträgliche Speisenangebote sehr gut gelungen ist: die Mensa der Landesschulen NRW in Wuppertal, die Betriebsgastronomie der R+V Versicherung in Wiesbaden und die Kantine des Kreisverwaltungsreferats in München.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Guide Michelin ersetzt den bisherigen Grünen Stern durch das neue weltweite Konzept „Mindful Voices“. Das Programm startet am 1. Juni 2026 in Kopenhagen und wird neben der Gastronomie auch die Hotellerie und den Weinbau umfassen.

Casualfood hat am Flughafen Stuttgart mit Goodman & Filippo das vierte Gastronomiekonzept in Betrieb genommen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen erstmals den Zuschlag für insgesamt fünf Flächen am dortigen Flughafen erhalten.

Eine Umfrage unter Wiener Wirten zeigt, dass rund 40 Prozent der Gastronomen Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 live übertragen wollen. Zeitverschiebungen und Sperrstunden-Regelungen schränken die Übertragungen in den Lokalen jedoch ein.

Mit Bierglas in der Hand über kosmische Gammastrahlen und Malaria-Parasiten quatschen? Beim «Pint of Science»-Festival in Berlin ist das ganz normal. Was Gäste dabei sogar über Dating lernen können.

Eine Umfrage von Lightspeed zeigt: Viele Restaurantgäste wünschen sich nachhaltige Angebote, akzeptieren dafür aber nur begrenzte Preisaufschläge. Besonders gefragt sind regionale Produkte und Maßnahmen zur Müllvermeidung.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Thüringen hat an Verbraucher appelliert, beim Besuch im Restaurant oder Biergarten mit Trinkgeld nicht zu knausern. Mit Blick auf den «Welttrinkgeldtag» an diesem Donnerstag solle man nicht in den Sparmodus schalten.

Eine aktuelle Analyse zeigt deutliche regionale Preisunterschiede bei Aperol Spritz in der deutschen Gastronomie. Während der bundesweite Durchschnittspreis im Vergleich zu 2025 um knapp fünf Prozent stieg, zahlen Gäste im Norden und in Essen am meisten.

Die Jeunes Restaurateurs veranstalten eine Benefizveranstaltung auf der Terrasse über dem Kurhaus Baden-Baden. Der Erlös fließt in die JRE-Deutschland Foundation, um Projekte zur Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg zu finanzieren.

Ein US-Franchisenehmer von Pizza Hut fordert mehr als 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das KI-System Dragontail, das laut Klage zu Problemen bei Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit geführt haben soll.

Das geplante Restaurant von Spitzenkoch Thomas Bühner im Westfield Hamburg-Überseequartier wird nicht eröffnet. Nach Angaben des Kochs zog sich ein wichtiger Investor kurzfristig aus dem Projekt zurück.