Deliveroo in Frankreich wegen Scheinbeschäftigung verurteilt

| Gastronomie Gastronomie

Der Online-Essenslieferdienst Deliveroo will gegen eine Verurteilung in Frankreich wegen Scheinbeschäftigung in Berufung gehen und am aktuellen Einsatzkonzept seiner Essenskuriere festhalten. «Deliveroo bleibt auf dem französischen Markt aktiv», teilte das Unternehmen am Mittwoch in Paris mit. Das Unternehmen werde weiterhin mit einem Modell operieren, das seinen unabhängigen Essenskurieren eine flexible und gut bezahlte Tätigkeit biete.

Ein Pariser Strafgericht hatte Deliveroo am Vortag zu 375 000 Euro Strafe verurteilt, weil es seine Kuriere in der strittigen Periode von 2015 bis 2017 mit Blick auf die damalige Geschäftspraxis hätte einstellen müssen. Drei Verantwortliche des Unternehmens wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt. Deliveroo wies die Sichtweise des Gerichts zurück. In sechs vorangegangenen Zivilentscheidungen sei die damalige Geschäftspraxis für gesetzeskonform befunden worden.

Das Einsatzkonzept für die Essenskuriere habe sich inzwischen weiterentwickelt und entspreche noch mehr den Erwartungen der Essensboten, die selbstständig bleiben wollten, teilte Deliveroo mit. Das Gerichtsurteil habe keinen Einfluss auf das aktuelle Geschäftsmodell und die heutige Zusammenarbeit mit den Kurieren. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach fünf Jahren Planung und Sanierung ist der Berggasthof Streichen im Chiemgau wieder geöffnet. Das Haus bietet 90 Plätze im Gasthof, 140 Sitzplätze im Biergarten und elf Gästezimmer; neuer gastronomischer Partner ist Augustiner-Bräu.

Nach wochenlangem Hickhack ist nun auch die Vergabe für ein letztes Wiesnzelt geklärt: Der Gastronom Klaus Bartl bekommt doch noch sein Wiesnzelt – und muss jetzt im Rekordtempo aufbauen. Der Grundsatzstreit um die Zeltvergabe ist dennoch nicht beigelegt.

Das Berliner Hotel Luc ersetzt sein bisheriges Gastronomiekonzept Heritage durch das neue Angebot You. Das Restaurant und Bar-Konzept soll künftig flexibler auf urbane Gästeanforderungen reagieren.

YouLend und Just Eat Takeaway.com haben eine Zwischenbilanz ihrer Kooperation vorgelegt. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2022 wurden demnach europaweit Finanzierungen in einer Gesamthöhe von mehr als 150 Millionen Euro an Gastronomiebetriebe vermittelt.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Adults-only-Gastronomie – und würde lieber ihren Vierbeiner mitnehmen als den Nachwuchs des Tischnachbarn zu tolerieren. Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen.

Klagen, Rücktritte, geplatzte Träume: Ein Münchner Wirt sorgt für Wirbel auf dem Oktoberfest. Was steckt hinter dem überraschenden Rückzug – und wer könnte profitieren?

Der Dehoga Bayern hat die Sieger des Wettbewerbs zum Lieblingsbiergarten 2026 bekannt gegeben. Mehr als 16.300 Gäste stimmten über insgesamt 72 teilnehmende Betriebe in drei Größenkategorien ab.

Mitchells & Butlers hat in der Augsburger Innenstadt eine neue Filiale ihrer Marke Alex eröffnet. In die Zusammenlegung und den aufwändigen Umbau der zwei ehemaligen Gewerbeflächen investierte das Unternehmen rund 1,7 Millionen Euro.

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.