Erneut antisemitischer Vorfall in Berliner Restaurant Feinberg's

| Gastronomie Gastronomie

Das israelische Restaurant Feinberg's in Berlin ist erneut von einem antisemitischen Vorfall betroffen. Ein unbekannter Täter habe ein ausgestelltes Foto von jüdischen Kindern und eine kleine Israel-Fahne zerstört, berichtete der Restaurant-Besitzer Yorai Feinberg am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Der Vorfall habe sich bereits Anfang der Woche ereignet. Im Untergeschoss des Restaurants im Stadtteil Schöneberg habe sich zu dem Zeitpunkt niemand aufgehalten. Möglicherweise sei ein Passant, der die Toilette besuchen wollte, der Täter. Die Zeitung «Frankfurter Neue Presse» hatte berichtet.

Eine Anzeige bei der Polizei habe er nicht erstattet, sagte Feinberg. «Es passieren so viele antisemitische Vorfälle. Ich zeige das nicht alles an, das bringt nichts.»

Feinberg war 2017 Opfer eines judenfeindlichen Pöblers, der ihn minutenlang vor dem Restaurant beschimpfte. Ein Video des Vorfalls sorgte im Internet für viel Aufmerksamkeit. Der damalige Justizminister Heiko Maas (SPD) schaltete sich ein, der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff besuchte demonstrativ das Restaurant. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer über Lieferplattformen bestellt, zahlt nicht nur fürs Essen: Je nach Modell kassieren Lieferdienste 13 bis 30 Prozent Provision. Gleichzeitig behalten sie den direkten Zugang zu den Kundendaten. Für viele Gastronomen wird das zum teuren Geschäft – DEHOGA warnt: Bei solchen Margen können sich nur wenige Restaurants die Zusammenarbeit leisten.

Der erste Restaurant Impact Report von OpenTable untersucht die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Restaurants in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Ausgaben rund um Restaurantbesuche, Beschäftigung, Gemeinschaft und das Verhältnis zwischen Gästen und Betrieben.

Zwei-Sterne-Koch Paul Stradner plant im ersten Quartal 2027 sein erstes eigenes Restaurant im 1839 Malerhaus in Achern. Julian Schmid soll die Küche vor Ort gemeinsam mit ihm verantworten; seine Tätigkeit in der Villa René Lalique setzt Stradner fort.

Cornelia Poletto hat auf dem Euref-Campus Düsseldorf ihre neue Kochschule und Eventfläche im Rahmen des Food-Festivals Chefs in Town mit einer italienischen Küchenparty eröffnet. Unterstützung gab es dabei von Nelson Müller und Ludwig Maurer.

Teaser: McDonald’s plant bis 2036 rund 8,5 Milliarden Dollar Unterstützung für Franchisenehmer. Der Konzern prüft proteinreichere Gerichte und will Küchen, Technik und Restaurantgestaltung verändern.

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.

Die traditionsreiche Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt mit einem Pop-up-Standort in die Markthalle Neun zurück und bereitet die Rückkehr nach Charlottenburg vor.

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.