Guide Michelin Deutschland 2022 – Restaurantführer mit neuen Sonderpreisen

| Gastronomie Gastronomie

In den Spitzenküchen Deutschlands steigt die Spannung: Am Mittwoch (12.00 Uhr) werden in Hamburg die diesjährigen Michelin-Sternebekannt gegeben. Dann steht fest, welche Restaurants sich neu in den Gourmet-Himmel gekocht haben, wer vielleicht sogar noch einen weiteren Stern sein Eigen nennen darf - und wer einen oder mehrere verloren hat.

Bislang gibt es in Deutschland 310 Gourmetküchen, die mit mindestens einem Stern im «Guide Michelin» stehen. 2021 - als die Veranstaltung rund um die begehrte Auszeichnung coronabedingt nur digital stattfinden konnte - waren ein Drei-Sterne-Restaurant, drei Zwei-Sterne-Restaurants und 25 Restaurants mit einem Stern neu dazu gekommen.

Und auch in diesem Jahr bekommen die Köchinnen und Köche nicht nur für ihre Kunst in der Küche Sterne verliehen. So gibt es erneut auch einen grünen Stern für Nachhaltigkeit zwischen Pfannen und Tellern. Im Guide des Jahres 2021 standen bereits 53 Restaurants auf der Liste, die besonders nachhaltig arbeiten. In diesem Jahr dürften weitere dazu kommen.

Michelin kündigte zudem an, 2022 zwei Sonderpreise einzuführen. Und zwar den «New Opening Award» für die besten Neueröffnungen und den «Chef Mentor Award», mit dem ein besonderes Engagement für den Nachwuchs gewürdigt werden soll.

Die Gewinner der neuen Sterne werden in der Handelskammer Hamburg ausgezeichnet. Interessierte Feinschmecker oder Gastronomen können die Veranstaltung via Livestream im Internet auf Youtube verfolgen.

Hinter dem renommierten roten Restaurantführer, der in mehr als zwei Dutzend Ländern erscheint, steht der gleichnamige französische Reifenhersteller. In Deutschland erschien der erste «Guide Michelin» 1910, damals aber noch «den Herren Automobilisten» gewidmet und vor allem mit Straßenrouten versehen.

Die ersten Michelin-Sterne in Deutschland wurden 1966 verliehen. Auf der Suche nach den besten Adressen fürs Essen sind erfahrene, internationale Tester anonym im Einsatz. Der Vergabe der begehrten Sterne liegt ein einheitliches Bewertungssystem zugrunde. Als Kriterien gelten unter anderem die Qualität der Produkte, eine persönliche Note, das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie eine auf Dauer gleichbleibende Qualität.

Neben dem «Guide Michelin» erscheint auch der Restaurantführer «Gault&Millau» regelmäßig als wichtiger internationaler Gourmet-Ratgeber. Er vergibt 0 bis 20 Punkte für die Restaurants. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer über Lieferplattformen bestellt, zahlt nicht nur fürs Essen: Je nach Modell kassieren Lieferdienste 13 bis 30 Prozent Provision. Gleichzeitig behalten sie den direkten Zugang zu den Kundendaten. Für viele Gastronomen wird das zum teuren Geschäft – DEHOGA warnt: Bei solchen Margen können sich nur wenige Restaurants die Zusammenarbeit leisten.

Der erste Restaurant Impact Report von OpenTable untersucht die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Restaurants in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Ausgaben rund um Restaurantbesuche, Beschäftigung, Gemeinschaft und das Verhältnis zwischen Gästen und Betrieben.

Zwei-Sterne-Koch Paul Stradner plant im ersten Quartal 2027 sein erstes eigenes Restaurant im 1839 Malerhaus in Achern. Julian Schmid soll die Küche vor Ort gemeinsam mit ihm verantworten; seine Tätigkeit in der Villa René Lalique setzt Stradner fort.

Cornelia Poletto hat auf dem Euref-Campus Düsseldorf ihre neue Kochschule und Eventfläche im Rahmen des Food-Festivals Chefs in Town mit einer italienischen Küchenparty eröffnet. Unterstützung gab es dabei von Nelson Müller und Ludwig Maurer.

Teaser: McDonald’s plant bis 2036 rund 8,5 Milliarden Dollar Unterstützung für Franchisenehmer. Der Konzern prüft proteinreichere Gerichte und will Küchen, Technik und Restaurantgestaltung verändern.

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.

Die traditionsreiche Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt mit einem Pop-up-Standort in die Markthalle Neun zurück und bereitet die Rückkehr nach Charlottenburg vor.

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.