Hauptversammlung bei Vapiano - Kritik von Aktionären erwartet

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Bei ihrer Hauptversammlung muss die angeschlagene Restaurantkette Vapiano an diesem Mittwoch (11.00 Uhr) in Köln mit viel Kritik von ihren Anteilseignern rechnen. Der Aktienkurs ist seit dem Börsengang vor zwei Jahren auf Talfahrt - wer damals zum Ausgabepreis zugegriffen hat, hat mehr als 80 Prozent des Wertes verloren. Die hoch verschuldete Firma steckt tief in den roten Zahlen, erst nach zähem Ringen konnte sie sich im Juni einen dringend notwendigen Kredit von 30 Millionen Euro sichern. Grund für die schlechte Lage ist eine missratene Expansion, bei der viele neue Restaurants zu Verlustbringern wurden.

Unlängst wollten die schlechten Nachrichten nicht abreißen: Vergangene Woche platzte vorerst der Verkauf des US-Geschäfts, was 20 Millionen Dollar einbringen sollte. Am Sonntag dann schmiss Vorstandschef Cornelius Everke hin und trat überraschend zum Monatsende zurück (Tageskarte berichtete) - er hatte ein umfassendes Sanierungsprogramm in die Wege geleitet. Beim Aktionärstreff dürfte er seinen letzten großen Auftritt haben. Die jetzige Aufsichtsratschefin Vanessa Hall, eine erfahrene Gastronomie-Managerin aus Großbritannien, soll im September übergangsweise das Zepter im Vorstand übernehmen. (dpa)


 

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