Italienische Küche offiziell Unesco-Kulturerbe

| Gastronomie Gastronomie

Die italienische Küche gilt für viele als Inbegriff von Tradition und Genuss - und ist weltweit ein Verkaufsschlager. Nun erhält die «cucina italiana» auch noch offizielle Anerkennung: Die Unesco hat sie in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Dies entschied die UN-Kulturorganisation bei ihrer Sitzung in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi.

In der Begründung der Unesco wurden keine konkreten Gerichte, Rezepte oder regionalen Spezialitäten genannt. Dafür aber die kulturelle Bedeutung hervorgehoben, die Italiener den Ritualen des Kochens und Essens beimessen.

Rechte Regierung in Rom feiert Auszeichnung

Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni begrüßte die Auszeichnung, die ihrer Ansicht nach die Italiener und ihre nationale Identität würdigt. «Denn für uns Italiener ist die Küche nicht nur Nahrung oder eine Sammlung von Rezepten. Sie ist viel mehr: Sie ist Kultur, Tradition, Arbeit, Reichtum», sagte die Politikerin der Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) in einer Videobotschaft.

Außerhalb Italiens gelten vor allem Gerichte wie Pizza, Pasta und Tiramisu als Inbegriff der italienischen Küche. Doch die kulinarische Tradition des Mittelmeerlandes ist weitaus vielfältiger und unterscheidet sich außerdem von Region zu Region. Auf die regionalen Unterschiede einzelner Rezepte und Spezialitäten legen die Italiener, die auf ihre Esskultur sehr stolz sind, viel wert.

Neapolitanische Pizza bereits auf der Liste

Neben der Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes gibt es auch die Welterbe-Liste für besondere Orte. Dort ist Italien etwa mit dem Kolosseum in Rom und dem antiken Pompeji vertreten. In die Liste des immateriellen Kulturerbes wurde bereits 2017 die «Kunst des neapolitanischen Pizzabäckers» aufgenommen. Der Legende nach wurde 1889 in Neapel die erste Pizza gebacken. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Berliner Gastronomin Marie-Anne Wild hat zum achten Mal den MAW Ladies Lunch im Restaurant Tim Raue ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Austausches stand die Sichtbarkeit von Frauen in verschiedenen Berufsfeldern.

Zum zehnjährigen Jubiläum feiern die HeimWerk Restaurants ihr Bestehen mit einer Aktionswoche und plant für den Sommer 2026 die Eröffnung eines weiteren Standorts in Leipzig.

Eine neue Umfrage zeigt, wie viel Gäste für Kaffee in Restaurants und Cafés ausgeben würden. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass steigende Preise das Kaufverhalten vieler Verbraucher zunehmend beeinflussen.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Mit dem Joseph’s eröffnet Anfang Juni ein neues Restaurant im Titlis Tower auf mehr als 3.000 Metern Höhe. Das gastronomische Angebot ist Teil eines Investitionsprojekts der Titlis Bergbahnen, das bis 2029 umgesetzt werden soll.

Pincho Nation eröffnet Mitte Juni einen neuen Standort in Karlsruhe. Es ist der erste Restaurantbetrieb der Marke in Deutschland, der von einem Franchise-Partner geführt wird.

Der Gastronom Giovanni Massimino hat in Hamburg-Uhlenhorst ein neues Lokal eröffnet, das italienische Speisen mit einem Barkonzept verbindet. Entgegen der Namensgebung steht keine heiße Schokolade auf der Karte.

Finland startet die Kampagne Finland’s Official Tasting Table, bei der Interessierte an exklusiven Degustationsmenüs in Lappland sowie an der Küste teilnehmen können. Die Auswahl der 16 Gäste erfolgt über ein Bewerbungsverfahren bis Juni 2026.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Der Gastronomiekritiker und Journalist Jürgen Dollase hat die Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung beendet. Wie Dollase mitteilte, habe er die Zusammenarbeit „fristlos gekündigt“.