Nach Herzinfarkt: Ex-Sternekoch Sascha Weiss muss Kochen neu lernen

| Gastronomie Gastronomie

Insgesamt sechs Mal wurde Chefkoch Sascha Weiss mit dem Michelin-Stern ausgezeichnet – heute weiß er nicht mehr, wie man ein Rumpsteak zubereitet. Der Grund: Weiss erlitt einen schweren Herzinfarkt und verlor dabei sein Gedächtnis. Doch der ehemalige Sternekoch gibt nicht auf und kämpft sich ins Leben zurück.

An seiner Seite ist dabei immer seine Frau Manuela, die nach dem Infarkt im Sommer 2020 zunächst das Restaurant „Wolfshöhle“ ohne ihren Mann weiterführt. Sie wollte den Stern und vor allem den Betrieb halten, bis ihr Mann wieder fit ist, doch dessen Diagnose ist verheerend. „Sascha hatte alles vergessen. Er wusste nicht mehr, wer er war. Er konnte nicht mehr laufen – und schon gar nicht mehr kochen“, erzählt sie der Bild-Zeitung.

Der Koch kämpft sich zurück ins Leben und auch seinen Traum vom Kochen gibt er nicht auf. Dank seiner Frau lernt er jeden Handgriff neu. Das Sternerestaurant konnte sie jedoch nicht halten. Die „Wolfshöhle“ wurde inzwischen verkauft. Manuela Weiss führt aktuell den Feinkostenladen „Rädle“ in Freiburg. 

Der SWR hat Sascha Weiss bei seinem Kampf zurück ins Leben filmisch begleitet.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Hamburger Foodservice Preis 2026 ehrt Karls Erlebnis-Dörfer und Haferkater für ihre wirtschaftlichen Erfolge. Der diesjährige Ehrenpreis ging an Henry McGovern, der über drei Jahrzehnte die Entwicklung der Restaurantgruppe AmRest beeinflusste.

Die Initiative „Lokalhelden gesucht“ startet in die zweite Runde: Kleine Gastronomiebetriebe können ab sofort ein Preisgeld von 20.000 Euro sowie Sachleistungen gewinnen, um ihre wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

Das Althoff Seehotel Überfahrt schließt die Neugestaltung der Überfahrer Bar ab. Neben einem neuen Designkonzept setzt Barchef Christian Chilla auf eine Mischung aus Klassikern und monatlich wechselnden Eigenkreationen.

Im Terminal 1 des BER hat die neue Bar Adler & Bär eröffnet. Auf 210 Quadratmetern bietet Betreiber Casualfood Klassiker mit regionalem Bezug, die in Form von kleinen Portionen oder Zwischenmahlzeiten serviert werden.

Das Kölner Restaurant NOI sichert sich den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026 auf der Internorga. Das Konzept überzeugt durch die Verbindung von italienischer Tradition, Gemeinschaftsgefühl und effizienter Datenanalyse per KI.

Das frühlingshafte Wetter lockt Menschen in die Eisdielen. Neben neuen Sorten warten dort mancherorts auch erneut gestiegene Preise. Doch es gibt auch Möglichkeiten zum Sparen.

16 Köche kämpfen in der Münchener Allianz Arena um den Einzug in das Finale des „Koch des Jahres“. Der Wettbewerb setzt 2026 auf ein neues Konzept rund um Kindheitserinnerungen und internationale Vielfalt.

Mit der Eröffnung im Mandarin Oriental Conservatorium bringt Yotam Ottolenghi sein Gastronomiekonzept erstmals nach Amsterdam. Das Restaurant setzt auf regionale Produkte, ein pflanzenfokussiertes Menü und ein Design des langjährigen Partners Alex Meitlis.

Wegen Sanierungen im Nassauer Hof zieht das Wiesbadener Sternerestaurant Ente ab März 2026 vorübergehend in das Kloster Eberbach um. Das bewährte Team um Küchenchef Michael Kammermeier bleibt erhalten und setzt künftig verstärkt auf regionale Produkte im historischen Pfortenhaus.

Das Hamburger Start-up goodBytz liefert mit SAM eine vollautomatische Containerküche an die U.S. Army nach Südkorea. Das System ermöglicht die frische Zubereitung von bis zu 30 Mahlzeiten in wenigen Minuten – und das unabhängig von lokaler Kücheninfrastruktur.