Neues Drei-Sterne-Restaurant in Belgien

| Gastronomie Gastronomie

Der Guide Michelin hat die neuen Sterne-Restaurants in Belgien und Luxemburg vorgestellt. Insgesamt wurden 141 Restaurants mit der begehrten Auszeichnung gekürt. Mit einem neuen Drei-Sterne-Restaurant, drei neuen Zwei-Sterne-Restaurants und 16 neuen Ein-Sterne-Restaurants haben Feinschmecker nun die Qual der Wahl in beiden Ländern.  

"Unsere Inspektoren waren besonders beeindruckt von dem Engagement und der Kreativität, die die Gastronomen in Belgien und Luxemburg trotz des vergangenen Jahres gezeigt haben. Die Michelin-Ausgabe 2022 ist ein perfektes Beispiel für den kulinarischen Aufschwung und die unternehmerische Kühnheit, die die lokalen Gastronomieszenen belebt. Die Persönlichkeit der gastronomischen Konzepte, die Sorgfalt, mit der die Gäste empfangen werden, und der Wille, sich zunehmend einer nachhaltigeren Form der Gastronomie anzuschließen. sind bemerkenswerte Trends", sagte Gwendal Poullennec, internationaler Direktor des Guide Michelin.

Boury bekommt drei Sterne

Nachdem Tim Boury und sein Restaurant vier Jahre lang mit zwei Sternen dekoriert waren, steigt er in diesem Jahr an die Spitze der Gastronomie. Von seiner Backsteinvilla in Roeselare aus vereinen die Kreationen des Küchenchefs klassische Tiefe und kreativen Elan und machen das Haus zu einem Beispiel für zeitgenössische Gastronomie, so der Michelin. Der Chefkoch sei ein Meister darin, Luxusprodukte in Szene zu setzen und komplexe Gerichte, die mit Aromen und Texturen spielen, zu präsentieren. Ein Mittag- oder Abendessen im Boury's sei ein Genuss für Feinschmecker. Hinzu komme die warme Atmosphäre und der aufmerksame Service.

Damit hat Belgien wieder drei Restaurants, die mit drei Sternen ausgezeichnet wurden. So bieten auch Peter Goossens im Restaurant Hof van Cleve in Kruishoutem und Viki Geunes im Restaurant Zilte in Antwerpen Kulinarik auf höchstem Level.

Drei neue Restaurants mit zwei Sternen ausgezeichnet

Der Guide begrüßt außerdem drei neue Zwei-Sterne-Restaurants, unter denen einige Adressen wohlbekannt sind. Chefkoch Gert De Mangeleer und Sommelier Joachim Boudens erweckten das Restaurant Hertog Jan, das sich im Luxushotel Botanic Sanctuary in Antwerpen befindet, zu neuem Leben.  Die kreative Persönlichkeit des Küchenchefs spiegele sich in den Tellern auf höchstem Niveau wider, so der Michelin.

Yves Mattagne leitet die Küche der La Villa Lorraine, die in Brüssel komplett neugestaltet wurde, um sie zu einem Ort nach seinem Vorbild zu machen. Mit Respekt vor den klassischen Aromen zeichnen sich die Teller, die sich Mattagne und sein Team ausgedacht haben, durch ihre kräftigen Aromen und die Finesse der Zubereitung aus.

Auch Thijs Vervloet im Restaurant Colette – De Vijvers in Averbode sei ein Liebhaber der besten Produkte. Seine Technik und die Art und Weise sich klassische Rezepte anzueignen, zeugten laut Michelin von seinem Talent. In der Umgebung des Naturparks De Merode biete das Restaurant ein unvergessliches gastronomisches Intermezzo.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Noma in Kopenhagen gilt als eines der besten Restaurants der Welt. Doch Ex-Mitarbeiter werfen Chefkoch Redzepi laut «New York Times» Gewalt und Demütigungen vor. Jetzt zieht der Däne Konsequenzen.

Eine Woche vor der offiziellen Vorstellung der vollständigen Restaurantselektion 2026, hat der Guide Michelin die diesjährigen Preisträger des Bib Gourmand für Österreich bekannt gegeben. Wie die Organisation mitteilt, erhalten in diesem Jahr 26 Restaurants die Auszeichnung neu.

Kurz vor der Veröffentlichung des Guide Michelin Frankreich 2026 sorgen prominente Abwertungen für Aufsehen: Das Pariser Traditionsrestaurant L’Ambroisie verliert nach Jahrzehnten seinen dritten Stern, während auch renommierte Häuser in der Provinz Federn lassen müssen.

Sternekoch Heston Blumenthal kündigt die Schließung seines Zwei-Sterne-Restaurants Dinner by Heston für Januar 2027 an. Neben auslaufenden Pachtverträgen führt der Gastronom steigende Warenkosten und gesundheitliche Gründe für diesen Schritt an.

Feinkost Käfer übernimmt nach einer europaweiten Ausschreibung das Catering in den Lounges des BER und festigt damit seine Präsenz am Berliner Markt sowie im Segment der gehobenen Flughafengastronomie.

Billy Wagner analysiert die strukturelle Ausbeutung in der Sternegastronomie und fordert nach den Noma-Enthüllungen eine ehrliche Debatte über Preise und Arbeitsbedingungen. Der Inhaber des Berliner Sternerestaurants Nobelhart & Schmutzig thematisiert damit ein tief verwurzeltes Systemproblem der gesamten Branche.

Mit 20 Mikrowellen statt einer Kochbrigade: Das Startup Juit eröffnet in Berlin-Mitte einen Pop-up-Store für tiefgekühlte Fertiggerichte. Kunden können ihre Mahlzeit in acht Minuten vor Ort selbst erwärmen oder für den späteren Verzehr mit nach Hause nehmen.

Gastronom Josef Laggner rettet das insolvente „Kuchel Eck“ in Berlin-Wilmersdorf. Die traditionsreiche Eckkneipe am Ludwigkirchplatz bleibt unter ihrem Namen bestehen und wird Teil der Laggner Gruppe.

Die US-Gastronomie steht vor einer Bereinigungswelle. Laut aktuellen Branchenberichten droht fast jedem zehnten Bedienrestaurant das Aus, da massive Kostensteigerungen und Umsatzrückgänge die Rentabilität behindern.

Das dänische Restaurant Noma und dessen Inhaber René Redzepi stehen im Zentrum massiver Kritik durch ehemalige Angestellte. Die New York Times berichtet über eine Arbeitskultur der Angst und Gewalt. Inszwischen hat sich Inhaber René Redzepi zu den Vorwürfen geäußert.