Regional ist nicht zwangsläufig besser

| Gastronomie Gastronomie

Ob Fleisch vom Züchter aus der Nachbarschaft oder Gemüse aus dem eigenen Garten: Regionale Zutaten sind von vielen Speisekarten nicht mehr wegzudenken. Doch was bedeutet „regional“ überhaupt und was sagen die Köche zu dem Trend? Das hat sich auch eine Icon-Redakteurin gefragt und sich umgehört. 

So findet zum Beispiel Thomas Bühner, der bis 2018 das La Vie in Osnabrück leitete, das ganze Thema völlig unrealistisch. Er habe im La Vie nie gesagt, dass sie regional kochen würden. So werde ein Blumenkohl natürlich nicht besser, wenn er einmal um die Welt fliege, erklärte der Koch. Das beste Rind komme aber nicht aus Osnabrück. Der Begriff „regional“ müsse also hinterfragt werden. Schließlich sage die Herkunft zwar etwas über die Transportwege und die Nachhaltigkeit aus, aber eben nicht über die Qualität und den Geschmack. 

Auch Alexander Herrmann macht sich zu dem Thema laut Icon seine Gedanken. So müsse man erst mal definieren, was regional überhaupt heiße. Sind es fünf Kilometer? Oder 50? Und wie verhält es sich mit exotischen Früchten, die aber in einem Tropenhaus in Deutschland gewachsen sind? Produkte, die in Deutschland verfeinert werden, wie zum Beispiel Schokolade oder Kaffee, könnten niemals regionale Produkte sein. Aber schlecht seien sie dennoch nicht. Die Regionalität könne also kein Qualitätsmerkmal sein, so Herrmann. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Gastronomische Akademie Deutschlands hat Drei-Sterne-Koch Christian Bau auf der 78. Frankfurter Buchmesse mit der Goldenen Feder für sein Buch „Paris–Tokio“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs vergab die Jury insgesamt 61 Preise an Verlage und Autoren.

Daniel Craig hat sich einem Bericht der „Times“ zufolge am Londoner Pub „Horseshoe“ beteiligt. Mit zwei Geschäftspartnern wolle der frühere James-Bond-Darsteller das Lokal in Clerkenwell zunächst renovieren lassen.

Klaus Rader, Co-Gründer von L'Osteria, kommt auf Mallorca bei einem Autorennen ums Leben. Die Unfallursache ist unklar. Die Veranstalter sagen nach dem Unfall das Ereignis ab.

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.