Sodexo will Menü2000 übernehmen und baut Betriebsgastronomie in Deutschland aus

| Gastronomie Gastronomie

Sodexo Deutschland hat die Unterzeichnung eines Kaufvertrags zum Erwerb von Menü2000 bekanntgegeben. Die geplante Übernahme soll das Food-Services-Geschäft des Unternehmens in Deutschland erweitern und steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Geplante Übernahme erweitert Produktionskapazitäten und Kundenbasis in Deutschland

Nach Angaben von Sodexo wurde der Kaufvertrag am 3. August 2026 unterzeichnet. Mit der Transaktion wolle das Unternehmen seine Aktivitäten in der deutschen Betriebsgastronomie ausbauen. Zugleich würden zusätzliche Produktionskapazitäten sowie das bestehende Kundenportfolio von Menü2000 in das Unternehmen einfließen.

Menü2000 wurde 1969 gegründet und erzielte im Geschäftsjahr 2025/2026 einen Umsatz von 77 Millionen Euro. Das familiengeführte Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben rund 250 Betriebsrestaurants für etwa 200 Kunden aus unterschiedlichen Branchen. Das Geschäftsmodell kombiniere Frischküchen vor Ort mit hausgemachten Produkten aus einer eigenen Produktionsstätte sowie einer eigenen Logistikflotte.

Unternehmen verweisen auf Ergänzung ihrer bestehenden Geschäftsmodelle

Für Sodexo würde die Übernahme nach eigenen Angaben neben zusätzlichen Produktionskapazitäten auch einen bestehenden Kundenstamm sowie erfahrene Mitarbeiter in der Betriebsgastronomie bringen. Das Unternehmen erklärt, die Transaktion entspreche seiner Strategie, das Geschäft in Deutschland sowohl durch organisches Wachstum als auch durch gezielte Akquisitionen weiterzuentwickeln.

Renato Salvatore, CEO von Sodexo Deutschland, sagt: „Diese Übernahme ist ein wichtiger Schritt in unserer Ambition, unser Food-Services-Geschäft in Deutschland weiter auszubauen. Menü2000 verfügt über ein bewährtes Betriebsmodell, starke Kundenbeziehungen und umfassende Expertise in der Betriebsgastronomie. Durch die Bündelung unserer Stärken würden wir unsere Fähigkeit weiter verbessern, Kunden im gesamten deutschen Markt zu unterstützen und gleichzeitig neue Chancen für alle unsere Stakeholder zu schaffen.“

Oliver Beckmann, CEO von Menü2000, erklärt: „Menü2000 wurde über viele Jahre hinweg mit einem klaren Fokus auf Qualität, Zuverlässigkeit und enge persönliche Kundenbeziehungen aufgebaut. Der Zusammenschluss mit Sodexo würde ein neues Kapitel für unser Unternehmen, unsere Mitarbeitenden und unsere Kunden eröffnen. Wir sehen eine starke Ergänzung beider Unternehmen sowie ein gemeinsames Verständnis für moderne Verpflegungsdienstleistungen. Unsere Priorität ist es, die Stärken von Menü2000 zu bewahren und gemeinsam mit Sodexo neue Wachstumsperspektiven für die Zukunft zu schaffen.“

Menü2000 versorgt nach eigenen Angaben täglich mehr als 60000 Gäste

Menü2000 hat seinen Hauptsitz in Papenburg und versorgt nach Unternehmensangaben täglich mehr als 60.000 Gäste. Zu den Kunden zählen Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben für Qualitätsmanagement, Umweltmanagement und Hygiene zertifiziert.

Sodexo Deutschland gehört zur internationalen Sodexo-Gruppe und beschäftigt nach Unternehmensangaben rund 7.500 Mitarbeiter an mehr als 500 Standorten bundesweit. Neben Food Services bietet das Unternehmen Leistungen im technischen und infrastrukturellen Facility Management an. Zur deutschen Gruppe gehört außerdem die Tochtergesellschaft GA-tec.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer über Lieferplattformen bestellt, zahlt nicht nur fürs Essen: Je nach Modell kassieren Lieferdienste 13 bis 30 Prozent Provision. Gleichzeitig behalten sie den direkten Zugang zu den Kundendaten. Für viele Gastronomen wird das zum teuren Geschäft – DEHOGA warnt: Bei solchen Margen können sich nur wenige Restaurants die Zusammenarbeit leisten.

Der erste Restaurant Impact Report von OpenTable untersucht die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Restaurants in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Ausgaben rund um Restaurantbesuche, Beschäftigung, Gemeinschaft und das Verhältnis zwischen Gästen und Betrieben.

Zwei-Sterne-Koch Paul Stradner plant im ersten Quartal 2027 sein erstes eigenes Restaurant im 1839 Malerhaus in Achern. Julian Schmid soll die Küche vor Ort gemeinsam mit ihm verantworten; seine Tätigkeit in der Villa René Lalique setzt Stradner fort.

Cornelia Poletto hat auf dem Euref-Campus Düsseldorf ihre neue Kochschule und Eventfläche im Rahmen des Food-Festivals Chefs in Town mit einer italienischen Küchenparty eröffnet. Unterstützung gab es dabei von Nelson Müller und Ludwig Maurer.

Teaser: McDonald’s plant bis 2036 rund 8,5 Milliarden Dollar Unterstützung für Franchisenehmer. Der Konzern prüft proteinreichere Gerichte und will Küchen, Technik und Restaurantgestaltung verändern.

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.

Die traditionsreiche Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt mit einem Pop-up-Standort in die Markthalle Neun zurück und bereitet die Rückkehr nach Charlottenburg vor.

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.