Umfrage zeigt hohe Bedeutung von persönlichem Service im Restaurant

| Gastronomie Gastronomie

Eine aktuelle Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass für Restaurantgäste in Deutschland vor allem persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit entscheidend für ein positives Restauranterlebnis sind. Nach Angaben des Unternehmens nannten 72 Prozent der Befragten persönliche Aufmerksamkeit und 71 Prozent Freundlichkeit als wichtigste Faktoren. Die Ergebnisse stammen aus dem „State of Hospitality Report“, dessen Erhebung im April 2026 durchgeführt wurde.

Gäste bewerten Aufmerksamkeit und Freundlichkeit besonders hoch

Laut der Studie stehen zwischenmenschliche Aspekte für viele Gäste deutlich im Vordergrund. Zwar schätzen 63 Prozent der Befragten Empfehlungen durch das Servicepersonal, jedoch sehen lediglich 14 Prozent die Empfehlungskompetenz als wichtigsten Servicefaktor an. Ebenfalls von hoher Bedeutung ist nach Angaben der Umfrage eine positive Atmosphäre, die von 69 Prozent der Teilnehmer genannt wurde.

Wie Lightspeed mitteilt, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Gäste neben effizienten Abläufen weiterhin Wert auf persönliche Betreuung legen. Sinahn Fabian Sehk, Regional Senior Director DACH Hospitality bei Lightspeed, erklärt: „Gäste erwarten heute effiziente Abläufe, aber gleichzeitig echte Gastgeberqualität.“ Digitale Werkzeuge sollten seiner Ansicht nach Mitarbeiter entlasten und ihnen mehr Zeit für den direkten Kontakt mit Gästen ermöglichen.

Befragte sprechen Probleme häufig direkt beim Personal an

Auch beim Umgang mit negativen Erfahrungen zeigt die Untersuchung deutliche Unterschiede. In Deutschland würden 52 Prozent der Befragten Probleme direkt beim Personal ansprechen. 23 Prozent würden stattdessen eine negative Bewertung im Internet oder in sozialen Netzwerken veröffentlichen. Weitere 12 Prozent würden nach eigenen Angaben gar nicht reagieren.

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland gemeinsam mit Großbritannien bei der direkten Ansprache von Problemen an der Spitze. In den USA beträgt dieser Wert 36 Prozent, in Kanada35 Prozent. Die europäischen Vergleichsländer liegen näher am deutschen Ergebnis: In Frankreich und Belgien sprechen jeweils 44 Prozent der Befragten Probleme direkt an, in den Niederlanden sind es 47 Prozent.

Bei öffentlichen Beschwerden zeigen sich dagegen andere Schwerpunkte. In Belgien würden 43 Prozent der Befragten negatives Feedback öffentlich äußern. In Frankreich liegt dieser Wert bei 29 Prozent, in den Niederlanden bei 25 Prozent und in Kanada bei 21 Prozent. Deutschland erreicht hier einen Wert von 23 Prozent.

Studie befragte Verbraucher in sieben Ländern gleichzeitig

Nach Angaben von Lightspeed wurde die Untersuchung gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Censuswide durchgeführt. Befragt wurden im April 2026 jeweils 1.000 Verbraucher in Deutschland, den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Belgien. Teilnahmeberechtigt waren Personen über 18 Jahre, die innerhalb der vergangenen sechs Monate ein Restaurant besucht hatten. Die Antworten wurden laut Mitteilung anonym erhoben und einer Qualitätsprüfung unterzogen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Betreiber des TamTam im Hamburger Hanseviertel hat Insolvenz beantragt. Der aktuelle Betrieb war erst im Oktober 2025 gestartet. Zuvor hatte das frühere Le Big TamTam im September 2025 geschlossen.

Der Koch Markus Stöckle will im Herbst 2026 ein neues Restaurant in der Zürcher Altstadt eröffnen. Das Lokal entsteht an der Glockengasse 7 im Kreis 1, wo früher das Restaurant Kaiser’s Reblaube ansässig war. Stöckle gehe das Projekt gemeinsam mit seiner Partnerin Elif Oskan an, berichtet der Gastroführer GaultMillau.

Nach fünf Jahren Planung und Sanierung ist der Berggasthof Streichen im Chiemgau wieder geöffnet. Das Haus bietet 90 Plätze im Gasthof, 140 Sitzplätze im Biergarten und elf Gästezimmer; neuer gastronomischer Partner ist Augustiner-Bräu.

Nach wochenlangem Hickhack ist nun auch die Vergabe für ein letztes Wiesnzelt geklärt: Der Gastronom Klaus Bartl bekommt doch noch sein Wiesnzelt – und muss jetzt im Rekordtempo aufbauen. Der Grundsatzstreit um die Zeltvergabe ist dennoch nicht beigelegt.

Das Berliner Hotel Luc ersetzt sein bisheriges Gastronomiekonzept Heritage durch das neue Angebot You. Das Restaurant und Bar-Konzept soll künftig flexibler auf urbane Gästeanforderungen reagieren.

YouLend und Just Eat Takeaway.com haben eine Zwischenbilanz ihrer Kooperation vorgelegt. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2022 wurden demnach europaweit Finanzierungen in einer Gesamthöhe von mehr als 150 Millionen Euro an Gastronomiebetriebe vermittelt.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Adults-only-Gastronomie – und würde lieber ihren Vierbeiner mitnehmen als den Nachwuchs des Tischnachbarn zu tolerieren. Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen.

Klagen, Rücktritte, geplatzte Träume: Ein Münchner Wirt sorgt für Wirbel auf dem Oktoberfest. Was steckt hinter dem überraschenden Rückzug – und wer könnte profitieren?

Der Dehoga Bayern hat die Sieger des Wettbewerbs zum Lieblingsbiergarten 2026 bekannt gegeben. Mehr als 16.300 Gäste stimmten über insgesamt 72 teilnehmende Betriebe in drei Größenkategorien ab.

Mitchells & Butlers hat in der Augsburger Innenstadt eine neue Filiale ihrer Marke Alex eröffnet. In die Zusammenlegung und den aufwändigen Umbau der zwei ehemaligen Gewerbeflächen investierte das Unternehmen rund 1,7 Millionen Euro.