Warum das Teilen eine Qual sein kann

| Gastronomie Gastronomie

Große Gemeinschaftstische sind in der gehobenen Gastronomie seit einigen Jahren ein echter Trend. So zum Beispiel in Kevin Fehlings „The Table“ oder im neuen Noma. Dass ein geteilter Tisch beim Restaurantbesuch aber nicht nur Freu(n)de macht, hat nun der SZ-Redakteur Maximilian Scharnigg am eigenen Leib erfahren. Denn statt seiner Begleitung in die Augen zu blicken, saß er plötzlich an einem 10er Tisch und musste Small Talk halten. Es sei wie in einer Selbsthilfegruppe für Gourmets gewesen, so der Autor

Doch nicht nur die Möbel werden heutzutage geteilt, auch die „shared Dishes“ kommen nicht bei jedem gut an. Allein die Bestellung der Gerichte, von denen alle am Tisch probieren sollen, sei eine komplizierte Angelegenheit. So habe man als Gast am Ende vielleicht etwas über Diplomatie gelernt, aber wahrscheinlich nicht das passende Essen vor sich auf dem Teller. Stattdessen lasse man in jeder Schüssel einen Anstandsrest zurück. So werde aus einer eigentlich schönen Idee, ein missgünstiges Kontrollieren und Herumgabeln, wie der Redakteur feststellte. 

Doch auch Gäste, die ihr Essen lieber ganz allein zu sich nehmen, finden in der Gastronomie den passenden Platz. So zum Beispiel in New York. Dort serviert die Kette Ichiran Nudelsuppe in abgetrennten Esskabinen (Tageskarte berichtete). Für ein romantisches Essen zu zweit ist aber auch das keine Alternative.  
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach fünf Jahren Planung und Sanierung ist der Berggasthof Streichen im Chiemgau wieder geöffnet. Das Haus bietet 90 Plätze im Gasthof, 140 Sitzplätze im Biergarten und elf Gästezimmer; neuer gastronomischer Partner ist Augustiner-Bräu.

Nach wochenlangem Hickhack ist nun auch die Vergabe für ein letztes Wiesnzelt geklärt: Der Gastronom Klaus Bartl bekommt doch noch sein Wiesnzelt – und muss jetzt im Rekordtempo aufbauen. Der Grundsatzstreit um die Zeltvergabe ist dennoch nicht beigelegt.

Das Berliner Hotel Luc ersetzt sein bisheriges Gastronomiekonzept Heritage durch das neue Angebot You. Das Restaurant und Bar-Konzept soll künftig flexibler auf urbane Gästeanforderungen reagieren.

YouLend und Just Eat Takeaway.com haben eine Zwischenbilanz ihrer Kooperation vorgelegt. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2022 wurden demnach europaweit Finanzierungen in einer Gesamthöhe von mehr als 150 Millionen Euro an Gastronomiebetriebe vermittelt.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Adults-only-Gastronomie – und würde lieber ihren Vierbeiner mitnehmen als den Nachwuchs des Tischnachbarn zu tolerieren. Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen.

Klagen, Rücktritte, geplatzte Träume: Ein Münchner Wirt sorgt für Wirbel auf dem Oktoberfest. Was steckt hinter dem überraschenden Rückzug – und wer könnte profitieren?

Der Dehoga Bayern hat die Sieger des Wettbewerbs zum Lieblingsbiergarten 2026 bekannt gegeben. Mehr als 16.300 Gäste stimmten über insgesamt 72 teilnehmende Betriebe in drei Größenkategorien ab.

Mitchells & Butlers hat in der Augsburger Innenstadt eine neue Filiale ihrer Marke Alex eröffnet. In die Zusammenlegung und den aufwändigen Umbau der zwei ehemaligen Gewerbeflächen investierte das Unternehmen rund 1,7 Millionen Euro.

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.