Was die Vapiano-Krise für die Systemgastronomie bedeutet

| Gastronomie Gastronomie

Seit 2010 wächst in Deutschland die Systemgastronomie im Durchschnitt um 4,7 Prozent im Jahr, so das Handelsblatt. Doch die derzeitige Krise bei Vapiano gefährde die weitere Entwicklung der Branche, befürchtet die Redaktion. Denn diese werfe einen Schatten auf die Erfolgsgeschichte der schnell wachsenden Ketten. Stichhaltige Belege für diese steile These nennt der Artikel allerdings nicht, sondern arbeitet sich sich an Vapiano ab.

So sei der Börsengang zunächst ein Signal gewesen, dass die Branche nun erwachsen sei. Nach dem Aktieneinbruch wachse nun aber die Sorge, dass sich Banken und andere Geldgeber künftig zurückhalten könnten, wie Food-Service Chefredakteur Boris Tomic dem Handelsblatt erklärte. Dass der Boom für die Systemgastronomie beendet ist, glaubt aber auch er nicht. 

Das zeigen auch andere Beispiele wie etwa L’Osteria. Wie das Handelsblatt berichtet, sei die Kette auch im Wachstum profitabel. Ganz im Gegensatz zu Vapiano. Und ganz im Gegensatz zu Hans im Glück, die jüngst eine weitere Filiale in Singapur eröffnet haben (Tageskarte berichtete), will L’Osteria sich weiterhin auf Europa konzentrieren. Ein Börsengang wird auch nicht angestrebt. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach fünf Jahren Planung und Sanierung ist der Berggasthof Streichen im Chiemgau wieder geöffnet. Das Haus bietet 90 Plätze im Gasthof, 140 Sitzplätze im Biergarten und elf Gästezimmer; neuer gastronomischer Partner ist Augustiner-Bräu.

Nach wochenlangem Hickhack ist nun auch die Vergabe für ein letztes Wiesnzelt geklärt: Der Gastronom Klaus Bartl bekommt doch noch sein Wiesnzelt – und muss jetzt im Rekordtempo aufbauen. Der Grundsatzstreit um die Zeltvergabe ist dennoch nicht beigelegt.

Das Berliner Hotel Luc ersetzt sein bisheriges Gastronomiekonzept Heritage durch das neue Angebot You. Das Restaurant und Bar-Konzept soll künftig flexibler auf urbane Gästeanforderungen reagieren.

YouLend und Just Eat Takeaway.com haben eine Zwischenbilanz ihrer Kooperation vorgelegt. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2022 wurden demnach europaweit Finanzierungen in einer Gesamthöhe von mehr als 150 Millionen Euro an Gastronomiebetriebe vermittelt.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Adults-only-Gastronomie – und würde lieber ihren Vierbeiner mitnehmen als den Nachwuchs des Tischnachbarn zu tolerieren. Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen.

Klagen, Rücktritte, geplatzte Träume: Ein Münchner Wirt sorgt für Wirbel auf dem Oktoberfest. Was steckt hinter dem überraschenden Rückzug – und wer könnte profitieren?

Der Dehoga Bayern hat die Sieger des Wettbewerbs zum Lieblingsbiergarten 2026 bekannt gegeben. Mehr als 16.300 Gäste stimmten über insgesamt 72 teilnehmende Betriebe in drei Größenkategorien ab.

Mitchells & Butlers hat in der Augsburger Innenstadt eine neue Filiale ihrer Marke Alex eröffnet. In die Zusammenlegung und den aufwändigen Umbau der zwei ehemaligen Gewerbeflächen investierte das Unternehmen rund 1,7 Millionen Euro.

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.