Weniger Restaurants wollen Preise erhöhen

| Gastronomie Gastronomie

Bei der Entwicklung der Preise zeichnet sich für die Zukunft eine gewisse Entspannung ab. Die vom Münchner Ifo-Institut erhobene Preiserwartung, die zeigt, ob Firmen Preise erhöhen oder reduzieren wollen, sank im November um 4,6 Punkte auf den niedrigsten Wert des Jahres.

Mit 46,7 ist der Wert allerdings immer noch hoch. Er bedeutet, dass der Anteil der Firmen, die Preise erhöhen wollen, um 46,7 Prozentpunkte höher ist, als der Anteil der Firmen, die Preise senken wollen. In den Jahren vor der Corona-Krise lag er meistens um oder unter 20 Punkten.

Es gibt Branchen mit besonders hohen Rückgängen der Preiserwartungen: In der Gastronomie fiel der Wert beispielsweise von 80,5 auf 58,2, im Fahrradeinzelhandel von 81,9 auf 64,5. Und das Papiergewerbe weist inzwischen mit minus 10,7 sogar einen negativen Wert auf - hier werden also häufiger Preissenkungen als Preissteigerungen geplant.

Allerdings gilt der Rückgang nicht für alle Bereiche: So beträgt der Wert bei den Spielwarenhändlern 94,4 Prozent - fast alle wollen also die Preise erhöhen.

Auch im Lebensmitteleinzelhandel (95,1), Schreibwarenhandel (96,1) und bei Drogerien (92,4) sind besonders oft Preiserhöhungen geplant. Gerade bei den Einzelhändlern dürften die oft zum Jahreswechsel anstehenden Preiserhöhungen bei Strom und Gas eine Rolle spielen, sagt Ifo-Experte Timo Wollmershäuser.

Für den Verbraucher sei noch nicht absehbar, wann die Inflation spürbar zurückgehe, sagte Wollmershäuser. Gerade im Bereich der Vorprodukte sehe man aber, dass die Werte niedriger geworden seien. Hier sei viel schon durchgereicht worden. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Bars und Clubs für schwule Männer gibt es zuhauf - und mit dem «Gay Sunday» auch ein eigenes Wiesn-Event. Nun wollen sich auch lesbische Frauen ihren Platz auf dem Oktoberfest erobern.

Das Cannstatter Volksfest lockt mit Achterbahnen und Karussellen – doch wie viel müssen Besucher für den Bierkrug wirklich zahlen? Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Zelten.

Ausnahmezustand in München: Bei weiß-blauem Himmel hat das Oktoberfest begonnen. Der neue Oberbürgermeister wuppt seine Anzapfpremiere mit Bravour. Für einige Gäste gab es einen Schreckmoment.

Beim traditionellen Mittagsempfang des Bundesverbands der Systemgastronomie trafen sich in München rund zweihundert Gäste. Im Mittelpunkt standen die Verleihung des Branchenpreises sowie die Forderung nach politischen Reformen. Zusätzlich zeichnete der Verband Ingrid Hartges mit dem Ehrenpreis aus.

Das 191. Münchner Oktoberfest ist eröffnet. Neu-Oberbürgermeister Dominik Krause zapfte bei seiner Anstich-Premiere mit zwei Schlägen das erste Fass Bier an und startete mit dem «O'zapft is» das weltberühmte Volksfest.

Das deutsche Gastgewerbe setzte im Juli 2026 real 4,0 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. In der Gastronomie sank der reale Umsatz um 4,7 Prozent, bei den Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen um 2,0 Prozent.

Das Café an der Spanischen Treppe gehört zu den ältesten Kaffeehäusern in Italien. Schon Goethe war hier zu Gast. Jetzt steht es seit bald einem Jahr leer. Und kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus.

Der Europa-Park hat das Mitarbeiterrestaurant „Coasteria“ mit integrierter Zentralküche eröffnet. In den 4.500 Quadratmeter großen Neubau investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag.

Der Anteil der Befragten, nach deren Ansicht bargeldloses Bezahlen in gastronomischen Betrieben möglich sein sollte, ist gestiegen. YouGov weist gegenüber März 2025 bei allen abgefragten Orten höhere Werte aus.

Bei den ersten Chef:in Awards in Hamburg sind neun Frauen in sieben Kategorien ausgezeichnet worden. Sarah Hallmann und Julia A. Leitner teilen sich den Titel Köchin des Jahres 2026.