a&o kämpft weiter gegen Hamburger Beherbergungsverbot

| Hotellerie Hotellerie

„Erstaunt und nach wie vor kämpferisch“ reagiert a&o-Gründer und CEO Oliver Winter: „Wir machen weiter!“ Am vergangenen Montag hatte die Berliner Budgetgruppe in einem Klageverfahren Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot in Hamburg eingereicht. Dieser Eilantrag wurde vom Verwaltungsgericht in erster Instanz abgelehnt.

In seiner Begründung räumt es Zweifel an der Verhältnismäßigkeit des Verbots ein und schließt eine „Verletzung der Grundrechte der Antragstellerin“ (a&o) nicht aus. Es hält aber die Voraussetzungen für eine Aussetzung des Verbots im Eilverfahren nicht für gegeben und adressierte zugleich für das Hauptsacheverfahren einen umfangreichen Fragenkatalog an das Land.


Anzeige

Covid-19: Corona-Schnelltest in Hotels und Restaurants

Gäste, Mitarbeiter, Hoteliers und Gastronomen wollen in der Corona-Krise mehr Sicherheit. Die neuen Covid-19-Schnelltests schaffen unmittelbar Klarheit, sind einfach in der Anwendung und inzwischen zu attraktiven Preisen frei erhältlich.

Mehr erfahren


a&o-Jurist Florian Schöfer: „Für das Eilverfahren hat das Verwaltungsgericht es weitgehend genügen lassen, dass der Zweck die Mittel heiligt. Juristisch lässt sich so argumentieren. Wir hoffen aber, dass die offenkundigen Zweifel an dem Nutzen des Beherbergungsverbots das Oberverwaltungsgericht dazu bewegen werden, uns sofortigen Rechtsschutz zu gewähren.“

Hamburg und Sachsen-Anhalt sind, nachdem das Beherbergungsverbot in Schleswig Holstein am Freitag gekippt wurde, damit die letzten beiden Bundesländer, in denen weiterhin ein Beherbergungsverbot gilt.

„Wir machen weiter – auch für die gesamte Branche“

„Wir machen weiter, die Einlassungen des Gerichts bestärken uns hier“, bekräftigt Winter, „wir machen das für die Branche, aber auch im Sinne von bundeseinheitlichen Regeln, die dann auch von einer breiten Mehrheit Akzeptanz finden und getragen werden.“

Die Sinnhaftigkeit des Beherbergungsverbot hatte selbst Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher schon infrage gestellt. Oliver Winter: „Hotels sind nicht die Brennpunkte. Im Gegenteil: Mit umfangreichen Hygiene- und Sicherheitskonzepten haben wir in den letzten Monaten vorbildlich verantwortungsvoll gehandelt. Jetzt kämpfen wir weiter dafür, dass unsere Branche überlebt.“
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach Pleite der Swissôtels: Accor in Basel und Zürich wieder im Rennen?

Die Insolvenzen der Swissôtel-Komplexe in Zürich und Basel gehörten zu den ersten prominenten Corona-Opfern und meldeten im September Insolvenz an. Die Credit Suisse, als Eigentümerin der Immobilien, will die Häuser weiter als Hotels bewirtschaftet sehen und sucht nach neuen Betreibern.

Bericht: Waldhaus in Flims steht zum Verkauf

Wie die Schweizer Handelszeitung berichtet, steht das bekannte Luxushotel „Waldhaus“ in Flims zum Verkauf. Vor fünf Jahren war das Hotel von der Private Equity-Firma Z Capital Group gekauft worden, die angeblich 40 Millionen Franken für das Haus und die Renovierung bezahlt habe.

Accor erforscht die Zukunft des Reisens 

In der ersten Ausgabe der neuen Reihe "Accor Travel Report​​​​​​​" beleuchtet das Unternehmen Themen und Trends, die seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie entstanden sind. Ein Ergebnis: Hygiene hat für Reisende weltweit oberste Priorität.

ÖHV begrüßt Bettengrenze in Salzburg Stadt

Die Stadt Salzburg setzt als erste Gemeinde zum 1. Januar 2021 die vom Land zugelassene Möglichkeit um, per Verordnung auf Gemeindeebene Bettengrenzen für Hotelneubauten festzulegen. Für den ÖHV ein wichtiger Schritt, der allen helfe.

Neues Zleep Hotel in Dänemark geplant

Im süddänischen Vejle ist ein neues Zleep Hotel geplant. Der Neubau beherbergt 124 Zimmer, darunter auch mehrere „Zleep Living“-Zimmer, die, mit einer Kochnische ausgestattet, für einen längeren Aufenthalt konzipiert sind.

a&o Hostels: 60 Prozent Umsatzrückgang in 2020

„Unser Jubiläumsjahr war anders geplant“, blickt Oliver Winter auf 2020 und damit 20 Jahre a&o zurück. Immerhin: 200.000 alternative Übernachtungen konnten einen Teil des Corona-bedingten Umsatzeinbruchs wettmachen. Dieser lag bei 60 Prozentpunkten.

Neues Aparthotel Adagio in Stuttgart

Adagio hat die Vertragsunterzeichnung für ein neues Aparthotel in Deutschland bekanntgegeben. Zusammen mit dem Projektentwickler und Investor Bülow AG wurde ein Bau mit 119 Apartments in Stuttgart am Neckarpark beschlossen.

HSMA Deutschland gründet Expertenkreis Technologie

Der Branchenverband HSMA gründet einen Expertenkreis Technologie und will damit den Grundstein für eine weitere Plattform legen: Im Fokus stehen Entwicklungen im Bereich der Technologie und Digitalisierung in der Hotellerie.

Nummer drei in Europa: Steigenberger Mutter Deutsche Hospitality korrigiert Wachstumspläne nach oben

Der chinesische Eigentümer der Steigenberger Mutter Deutsche Hospitality, Huazhu, drückt aufs Tempo. Die Hotelgesellschaft mit Sitz in Frankfurt soll sich in fünf Jahren vervielfachen und von derzeit gut 100 auf 700 Hotels wachsen. Bisherige Pläne wurden damit nach oben korrigiert.

The Art of Marvel: Disneyland Paris startet mit Hoteleröffnung ins nächste Jahr

Disney’s Hotel New York verwandelt sich derzeit in ein komplett neues Erlebnis und wird 2021 als Disney’s Hotel New York – The Art of Marvel eröffnen. Und das mit der größten Kunstsammlung, die Marvel-Fans je gesehen haben werden.