Orient Express Silenseas – Accor plant das größte Segelschiff der Welt

| Hotellerie Hotellerie

Der Hotelkonzern Accor und die französische Werft Chantiers de l'Atlantique haben sich zusammengetan, um ein Schiff der Superlative zu bauen. Neben der luxuriösen Ausstattung macht das über 200 Meter lange Boot vor allem wegen seines Antriebs von sich reden: Die Orient Express Silenseas soll das größte Segelschiff der Welt werden. Geplant ist ein 1.500 Quadratmeter großes Windantriebssystem das mit einem Flüssigerdgas betriebenen Hybridantriebssystem kombiniert wird.

Bloomberg berichtet, dass das Schiff im Mittelmeer und in der Karibik verkehren soll und etwa 120 Passagiere aufnehmen kann.

Der Schritt folgt auf die mehrjährigen Bestrebungen von Ritz Carlton, eine yachtähnliche Kreuzfahrtlinie zu schaffen, sowie auf den Ansatz von Virgin Cruises für Kreuzfahrten.

Das 220 Meter lange Schiff wird 54 Suiten mit einer durchschnittlichen Größe von 70 Quadratmetern bieten. Die 1.215 Quadratmeter große Präsidentensuite will mit einer weitläufigen privaten Terrasse mit Blick auf die Wellen zahlungskräftige Kundschaft anlocken.

Die Reisenden können sich an zwei Swimmingpools entspannen, in zwei Restaurants saisonale Gerichte genießen und in einer Speakeasy-Bar an Cocktails nippen. Unterhaltung wird in einem hochmodernen Amphitheater geboten. 
Wie Bloomberg berichtet, soll das Projekt wird zu 70 bis 80 Prozent von Geschäftsbanken finanziert werden. Der Rest kommt von einem Konsortium von Kapitalpartnern. Accor soll demnach eine  Minderheitsbeteiligung an dem Projekt halten, lehnte es aber ab, die Kosten für den Bau dieses Schiffes zu nennen.

Nach derzeitigem Stand soll der Orient Express Silenseas im Jahr 2026 den Betrieb aufnehmen; die Buchungen sollen 2024 anlaufen.

Sébastien Bazin, Chairman und CEO von Accor, sagte: „Mit der Orient Express Silenseas schlagen wir ein neues Kapitel in unserer Geschichte auf, indem wir die Erfahrung und Exzellenz von Luxusreisen auf die schönsten Meere der Welt übertragen. Diese außergewöhnliche Segelyacht, die ihre Wurzeln in der Geschichte von Orient Express hat, wird einen unvergleichlichen Service und raffinierte Designräume bieten, die an das goldene Zeitalter der mythischen Kreuzfahrten erinnern. Innovation ist das Herzstück dieses hochmodernen Schiffes, das die maritime Welt mit neuen Technologien revolutionieren wird, um den heutigen Herausforderungen der Nachhaltigkeit zu begegnen. Es ist ein Schiff, das Träume wahr werden lässt, ein Schaufenster des besten französischen Savoir-faire.“

"Mit einer unterzeichneten Absichtserklärung zur Bestellung von zwei Schiffen ist Chantiers de l'Atlantique stolz darauf, mit Silenseas eine neue Ära in der Schiffbauindustrie einzuläuten. Dieses Konzept, das 2018 in unseren Konstruktionsbüros entstanden ist, ist die Quintessenz unseres Know-hows im Bereich der Schiffsarchitektur, der Konstruktion anspruchsvoller Schiffsrümpfe und der Gestaltung luxuriöser Räume. Darüber hinaus wird die Installation von drei SolidSail-Rigs, einem revolutionären 1.500 Quadratmeter großen Windantriebssystem, für das wir einen ersten Prototyp entwickelt und getestet haben, wesentlich zum Antrieb des Schiffes beitragen. In Kombination mit einem Hybridantrieb, der mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben wird, wird die Silenseas damit zum Referenzschiff in Sachen umweltfreundlicher Betrieb und Design.", sagt Laurent Castaing, Geschäftsführer der Chantiers de l'Atlantique.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.