Revo Hospitality - Mehr als 100 Investoren zeigen Interesse

| Hotellerie Hotellerie

Die Investorensuche für die insolvente Revo Hospitality Group stößt auf großes Interesse. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, haben nach Angaben der Restrukturierer mehr als einhundert potenzielle Investoren Zugang zum Datenraum erhalten.

„Eine dreistellige Zahl potenzieller Investoren“ habe Einblick in die Unterlagen, sagte Revo-Sanierungsgeschäftsführer Benedikt de Bruyn von der Kanzlei GT Restructuring laut Bericht. Der Verkaufsprozess werde gemeinsam mit der Investmentbank Houlihan Lokey gesteuert, wobei gezielt auch internationale Investoren angesprochen worden seien.

Der Bieterprozess ist nach Angaben der Beteiligten offen angelegt. „Im ersten Schritt bewusst offen angelegt und nicht auf eine Gesamtlösung beschränkt“, erklärte Restrukturierer Gordon Geiser laut WirtschaftsWoche. Neben einem vollständigen Verkauf der Gruppe seien auch Teilverkäufe einzelner Portfolios möglich.

In den kommenden Tagen sollen zunächst unverbindliche Angebote eingehen. Auf dieser Grundlage werde der Kreis der Interessenten eingegrenzt. „Bis Ende April erwarten wir dann verbindliche Angebote und werden sehr schnell eine Entscheidung treffen“, sagte Geiser laut Bericht.

Update zur laufenden Sanierung

Bereits Mitte Februar hatte Revo Hospitality ein Update zur laufenden Sanierung veröffentlicht. Nachdem am 16. Januar beim Amtsgericht Charlottenburg für 125 Hotels die Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt wurde, hat sich die Zahl der betroffenen Häuser in den Folgetagen erhöht. Ziel ist die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs für den Großteil der Gruppe.

Insgesamt sind rund 175 Hotels mit etwa 5.500 Mitarbeitern Teil der Fortführung in Eigenverwaltung. Nach Angaben des Unternehmens konnten die Geschäftsbetriebe dieser Häuser stabilisiert werden. Die Hotels können weiterhin gebucht werden, die betroffenen Mitarbeiter erhalten Insolvenzgeld. Für diese Häuser sind laut damaligem Stand keine weiteren Schließungen vorgesehen.

Gleichzeitig kommt es an einzelnen Standorten zu Schließungen. Betroffen sind das Mövenpick Frankfurt City sowie das Vienna House Easy in Hannover. In Hannover sei die Entscheidung des Eigentümers ausschlaggebend gewesen, das Objekt künftig nicht mehr als Hotel weiterzubetreiben.

Darüber hinaus befinden sich mehrere Gesellschaften in Regelinsolvenzverfahren. Dies betrifft vier Gesellschaften, bei denen eine Fortführung nicht möglich war oder die Schließung bereits vor der Antragstellung feststand. Für vier weitere Gesellschaften im Ausland sollte ein entsprechendes Verfahren beantragt werden. Bereits zum Zeitpunkt der Antragstellung waren zudem mehrere Hotels geschlossen oder befanden sich in der Schließung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.

Düsseldorf weist einer Analyse von Listflix zufolge unter deutschen Städten ab 300.000 Einwohnern die höchste Dichte an Beherbergungsbetrieben auf. In der Gruppe von 100.000 bis unter 300.000 Einwohnern liegt Heidelberg vorn.

Riadh Ben Ali aus dem Kastens Hotel Luisenhof wurde als erster Concierge in Hannover in die Vereinigung Les Clefs d'Or aufgenommen. Die internationale Organisation zeichnet damit die Fachkompetenz des Hotelmitarbeiters aus.

Die Hotelgruppe Ensana Hotels eröffnet mit dem Sairme South ihren ersten Standort in Georgien. Das neue Haus im Kaukasus legt einen Schwerpunkt auf medizinische Wellness-Anwendungen.

Die Fattal Hotel Group hat mit dem Erwerb des The Blakely Hotel in New York erstmals ein Objekt in den USA übernommen. Nach einer geplanten Sanierung ist die Wiedereröffnung für Mitte 2027 vorgesehen.

Die Göbel Hotels starten im Oktober mit dem Green Trail Hotel in Korbach eine neue Budget-Marke. Das Projekt umfasst 41 Zimmer und setzt auf ein energetisches Konzept mit Photovoltaik und Wärmepumpen.

Union Investment hat das Hotel Hilton Garden Inn in Innsbruck an die Schiehser Hotels Gruppe veräußert. Wie das Unternehmen mitteilte, werde der bisherige Betreiber das Haus auch in Zukunft unter der Marke Hilton Garden Inn weiterführen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 741 Millionen Euro. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blicken Experten für das Gesamtjahr optimistisch auf die Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Kleine Hotels und Gasthöfe stehen in Nordrhein-Westfalen unter Druck. Während die Zahl der Beherbergungsbetriebe binnen zehn Jahren deutlich sank, wuchs das Bettenangebot – und Ferienunterkünfte legten stark zu.