Seminaris Hotels setzen auf Zero Waste in der Tagungsgastronomie

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Die Seminaris Hotels integrieren das Zero-Waste-Prinzip fest in ihr gastronomisches Bankettangebot. Nach einer umfassenden Unternehmens-Transformation wird der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen nun zum Standard für alle Veranstaltungsformate in den bundesweit acht Häusern der Gruppe erhoben.

Ausweitung der Nachhaltigkeitsziele bis 2026

Aktuell werden bereits rund 50 Prozent des Speiseangebots in den Kaffeepausen nach Zero-Waste-Kriterien umgesetzt. Die Hotelgruppe plant, diesen Anteil bis Ende 2026 signifikant zu steigern. Dabei soll das Konzept nicht als optionales Sonderformat, sondern als integraler Bestandteil des täglichen Konferenzgeschäfts fungieren.

Jochen Swoboda, CEO der Seminaris Hotels, betont, dass Nachhaltigkeit keine Sonderleistung, sondern eine bewusste Haltung im Alltag darstelle. Das Ziel sei es, Räume für Begegnung und Entwicklung zu schaffen, in denen verantwortungsvoll mit Ressourcen umgegangen wird.

Ganzheitlicher Ansatz in der Bankettgastronomie

Die Umsetzung der Strategie betrifft die gesamte Wertschöpfungskette der Tagungsgastronomie. Der Prozess beginnt bei der gezielten Auswahl von Produkten im Einkauf und setzt sich über die Produktion bis hin zur Buffetorganisation und dem Abfallmanagement fort. Dabei werden Aspekte wie Regionalität, Bio-Zertifizierungen und fairer Handel auf ihren tatsächlichen ökologischen Nutzen geprüft.

Um Lebensmittelabfälle systematisch zu reduzieren, setzt das Unternehmen auf folgende Maßnahmen:

  • Einsatz einer KI-gestützten Lösung des Partners KITRO zur Analyse und Erfassung von Speiseresten mittels Waage und Kamera.
  • Verwendung ressourcenschonender Tellergrößen zur Reduktion von Buffetresten.
  • Optimierung der Buffetorganisation und Pflege eines offenen Dialogs mit den Gästen.
  • Weiterverwertung von Resten nach Prinzipien der Kreislaufwirtschaft.

Ein praktisches Beispiel für die Verwertung ist das sogenannte Seminaris-Bananenbrot, bei dem Bio-Bananen inklusive der Schale verarbeitet werden, um Abfälle zu vermeiden und die Geschmacksintensität zu erhöhen.

Wirtschaftlichkeit und interne Strukturen

Die Einführung des Zero-Waste-Konzepts ist eingebettet in eine moderne Organisationsstruktur mit flachen Hierarchien. Unterstützt wird der Prozess durch ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2015 sowie ein in der Zertifizierung befindliches Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001.

Luca Muscarà, Head of Food & Beverage, erklärt, dass Zero Waste bereits bei der Planung beginne und die wertschätzende Nutzung von Lebensmitteln im Fokus stehe. Trotz der Investitionen in nachhaltige Prozesse und neue Konzepte hat sich das Unternehmen gegen pauschale Preiserhöhungen entschieden. Laut Ann-Christin Piovano, Head of Convention Sales, entfalten nur praktikable Lösungen, die vom Team und den Kunden gemeinsam getragen werden, eine echte Wirkung im Veranstaltungsalltag.

Über das Speisenangebot hinaus setzt die Gruppe zudem auf nachhaltige Meetingmaterialien und eine flexible Gestaltung der Konferenzräume, um sich als Anbieter für ganzheitliche, verantwortungsbewusste Veranstaltungslösungen zu positionieren.


 

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