Stayery expandiert in Bonn: Bürogebäude wird zu Serviced-Apartments

| Hotellerie Hotellerie

Die Serviced-Apartment-Marke Stayery expandiert. In einer Partnerschaft mit der Borchard Group und der Bautra GmbH erwarb das Unternehmen ein Bürogebäude in Bonn. Die Immobilie soll in ein Apartmenthaus mit 79 Einheiten und Gemeinschaftsflächen umgewandelt werden. Die Eröffnung des neuen Standorts ist für Mitte 2027 geplant.

Strategischer Ankauf und aktive Rolle bei der Konversion

Mit dem Ankauf in Bonn geht Stayery einen neuen Weg in seiner Expansionsstrategie, indem das Unternehmen selbst aktiv an der Gestaltung und Realisierung des Projekts beteiligt ist.

Hannibal DuMont-Schütte, Gründer und Geschäftsführer von Stayery, erklärte zu der Transaktion: „Am Standort Bonn zeigen wir, wie wir ein Projekt von Anfang an mitgestalten und nicht nur als Mieter auftreten. Das ist ein entscheidender Schritt in unserer Expansion, der uns weitere Wachstumswege eröffnet. Künftig werden wir an ausgewählten Standorten aktiver eigene Bestandskonversionen realisieren.”

Die Zusammenarbeit mit der Borchard Group und der Bautra GmbH wird durch die erste gemeinsame Bestandskonversion intensiviert. Die Borchard Group war bereits an den Stayery-Standorten in Bielefeld (Eröffnung 2019) und Gütersloh (Eröffnung 2024) beteiligt, wo Stayery als Mieter agierte.

Intensivierung der Projektentwickler-Partnerschaft

Dr. Christoph Buse, Geschäftsführer der Bautra GmbH, betonte das Potenzial der Zusammenarbeit: “Als Projektentwickler setzen wir auf Partner, die wirtschaftlich nachhaltig arbeiten und zugleich mit einem klaren Konzept überzeugen. Mit Stayery haben wir genau das gefunden. Das Projekt in Bonn legt den Grundstein für weitere gemeinsame Entwicklungen.”

Portfoliostrategie des Verkäufers

Der Verkauf der Immobilie durch die Ampega erfolgte im Rahmen der Portfoliostrategie. Jürgen Weigl, Head of Direct Real Estate Investments/Finance der Ampega, kommentierte den Vorgang: „Mit dem Verkauf des Objekts in Bonn setzen wir unseren Weg zur nachhaltigen Optimierung des Bestandsportfolios konsequent fort.“

Das 1968 von Gerling erbaute Bürogebäude verfügt über rund 3.000 Quadratmeter Mietfläche und steht auf einem circa 3.400 Quadratmeter großen Grundstück. Die Immobilie befand sich im Besitz eines Immobiliensondervermögens des Talanx-Konzerns, das von der Ampega Asset Management GmbH betreut wird.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Four Seasons hat gemeinsam mit dem Investmentunternehmen Blasson Pläne für ein neues Luxushotel in Sevilla bekannt gegeben. Das Projekt an der Plaza Nueva umfasst die Revitalisierung eines Gebäudes aus der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts.

Das nordhessische Hotel Die Sonne Frankenberg hat seine Tagungsräume renoviert und richtet sich gezielt an kleinere Unternehmensgruppen. Das neue Konzept kombiniert den Innenbereich mit Außenaktivitäten in der angrenzenden Natur.

Das Landhotel Gut Zarrentin in Mecklenburg-Vorpommern wird für 1,55 Millionen Euro verkauft. Die Eigentümer wollen nach Bayern zurückkehren, während der laufende Hotelbetrieb fortgeführt wird.

Die spanische Fergus Group setzt bei ihrer Expansion nach eigenen Angaben auf die Modernisierung bestehender Hotels statt auf Neubauten. Seit 2013 investierte das Unternehmen rund 150 Millionen Euro in die Neupositionierung von Hotelimmobilien.

Die Primestar Group plant am Warschauer Platz in Berlin-Friedrichshain ein neues Hotelprojekt mit rund 350 Einheiten. Das denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Höheren Webeschule soll bis 2028 zum „June SIX & Stay Warschauer Platz Berlin“ umgebaut werden.

In Travemünde hat der Bau eines neuen Hotels der Marke Henri mit 100 Zimmern begonnen. Die Plena Immobilien Gruppe investiert rund 25 Millionen Euro in das Projekt, dessen Management von der DSR Hotel Holding übernommen wird.

Aroundtown hat vier Hotelimmobilien in Düsseldorf, Frankfurt, Dortmund und Offenburg an Prism vermietet. Die Häuser mit insgesamt 514 Zimmern werden künftig unter den Marken Sunday Hotels und Belvilla betrieben.

Hilton erweitert das Portfolio in der Türkei um das erste Höhlenhotel der Marke Curio Collection in Kappadokien. Das in Ortahisar gelegene Anwesen umfasst 36 individuell gestaltete Zimmer und Suiten in restaurierten Höhlenstrukturen.

Washington setzt Kubas Militärkonzern mit Sanktionen unter Druck: Internationale Hotelketten ziehen sich teilweise von der Insel zurück. Havanna spricht von der größten Eskalation seit Jahren.

Die Platzl Hotels München setzen in vier ihrer Küchen ein neues KI-gestütztes System zur Messung von Speiseabfällen ein. Ziel des Projekts ist eine Reduzierung der Abfallmengen um bis zu dreißig Prozent innerhalb eines Jahres.