Bitburger: Brauer braucht regelmäßige Preiserhöhungen

| Industrie Industrie

Biertrinker müssen, nach Einschätzung der Bitburger Braugruppe, künftig mit häufigeren Preiserhöhungen rechnen als früher. «Diese Branche braucht regelmäßige Preiserhöhungen, um überleben zu können», sagte der Geschäftsführer Technik und Umwelt, Jan Niewodniczanski, am Mittwoch anlässlich der Jahresbilanz. Er verwies auf massive Kostensteigerungen für die Brauereien in jüngster Zeit unter anderem bei Energie und Malz bis hin zu Bierflaschen. Die Diskussionen mit dem Handel über höhere Preise seien aber schwierig.

Vor der Pandemie und Energiekrise sei es nur über größere Zeiträume gelungen, Kostensteigerungen an die Konsumenten weiterzugeben. So habe ein Kasten Bier vor etlichen Jahrzehnten 20 D-Mark gekostet, während etwa Backwaren oder Sprit seitdem erheblich teurer geworden seien, sagte Niewodniczanski. Die Bitburger Braugruppe hatte im vergangenen Jahr für einen Teil ihrer Marken die Preise erhöht und in diesem Jahr eine weitere Preiserhöhung vollzogen.

Nach Rückgängen in der Pandemie erzielte die Bitburger Braugruppe mit dem Neustart von Gastronomie und Großveranstaltungen im Geschäftsjahr 2022 ein Umsatzplus von mehr als 15 Prozent auf 729 Millionen Euro. Die Erlöse stiegen stärker als der Absatz, der um knapp 11 Prozent auf 5,8 Millionen Hektoliter zunahm. Damit sei die Gruppe nah an das Vor-Corona-Niveau herangekommen. Bereinigt um die Wernesgrüner Brauerei im sächsischen Vogtland, die an Carlsberg Deutschland verkauft wurde, seien es 6,09 Millionen Hektoliter 2019 gewesen.

Zweistellige Umsatzzuwächse seien 2022 nicht nur bei der Stammmarke Bitburger (14 Prozent), sondern auch bei König Pilsener (19 Prozent), Licher (15 Prozent) und Köstritzer (12 Prozent) verzeichnet worden. Das größte Umsatzwachstum wurde bei der Marke Benediktiner Weißbräu (34 Prozent) erzielt. Unter der bayerischen Marke wird neben Weißbier auch Hellbier angeboten. Es werde im bayerischen Ettal und im hessischen Lich produziert. Zwischen der Bitburger Braugruppe und der Benediktiner Weißbräu GmbH besteht eine Vertriebspartnerschaft. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pressemitteilung

Salto präsentiert wegweisende Zutritts- und Digitalisierungslösungen für den Einsatz im Hotel- und Gastgewerbe auf der ITB Berlin und der INTERNORGA in Hamburg.

Die Intergastra 2026 präsentiert mit dem Format Fokus Hotel eine Plattform für Innovationen im Hotelmanagement. Im Zentrum stehen Nachhaltigkeit, digitales Design und zukunftsfähige Apartment-Konzepte sowie der fachliche Austausch zwischen Hoteliers und Architekten.

Die 25. Nord Gastro & Hotel in Husum thematisiert die Chancen von KI und nachhaltigem Wirtschaften. Über 250 Aussteller präsentieren Innovationen für die Hospitality-Branche, ergänzt durch die erstmalige Verleihung der NordGast Awards und ein Fachprogramm.

Das Bonner Familienunternehmen Verpoorten blickt auf eine 150-jährige Geschichte zurück. Mit einer Jubiläumsedition, neuen Sorten und einer groß angelegten Kampagne feiert die Destillerie den Fortbestand der Marke in der sechsten Generation.

Der Fleischwarenkonzern Smithfield Foods kauft die traditionsreiche Marke Nathan’s Famous für 450 Millionen US-Dollar und sichert sich damit dauerhaft die Rechte an den weltbekannten Hotdogs mit dem Wettessen auf Coney Island.

Liköre bleiben mit großem Abstand das beliebteste Segment auf dem deutschen Spirituosenmarkt. Trotz eines allgemeinen Marktrückgangs behauptet die Warengruppe ihre Spitzenposition. Aktuelle Daten beleuchten die Konsumgewohnheiten und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Branche.

Anfang Januar 2026 fand die zweite Ausgabe des EUROVINO Days an der Messe Karlsruhe statt. Das Talk- und Networking-Format bot den zahlreichen Anwesenden aus Weinerzeugung und -vermarktung sowie Handel, Gastronomie und Presse die Möglichkeit, im Rahmen einer Keynote und zwei anschließenden Talkrunden die Expertise hochrangiger und erfahrener Spezialistinnen und Spezialisten aus der Branche zu hören und Erkenntnisse daraus zu ziehen.

Im Dry January sind sie besonders gefragt, aber längst nicht nur dann: alkoholfreier Wein und Sekt. Die Kategorie alkoholfrei ist eine der am schnellsten wachsenden Gattungen im Getränkebereich. Über Trends, Verfahren und Geschmack.

Deutlich weniger Bock auf Bier. Dieser Marktentwicklung müssen sich viele Brauer stellen. Den Verbrauchern werden neue Produkte serviert, in einigen Fällen auch höhere Preise.

Als eine der ersten deutschen Großbrauereien legt Veltins Zahlen für 2025 vor. Von einer Biermarktkrise ist die Rede. Bei der Privatbrauerei im Hochsauerland ist die Stimmung aber gut.