Frisches Geld: Delivery Hero will sich Milliarden am Kapitalmarkt beschaffen

| Industrie Industrie

Der Essenslieferant Delivery Hero will sich am Kapitalmarkt frisches Geld besorgen. Mit Wandelanleihen und einer Kapitalerhöhung sollen insgesamt rund 2,1 Milliarden Euro erlöst werden, teilte der MDax-Konzern am Mittwochabend in Berlin mit. Das Angebot richte sich jeweils an Profianleger. Die Wandelanleihen sollen bei einer Laufzeit bis Januar 2024 beziehungsweise 2027 ein Volumen von mindestens 1,5 Milliarden Euro haben. Darüber hinaus sollen bis zu rund 8,16 Millionen neue Stückaktien verkauft werden. Dies entspreche bis zu rund 4,3 Prozent des gegenwärtigen Grundkapitals. Die Platzierung erfolge mit sofortiger Wirkung.

Den Mittelzufluss will Delivery Hero für die Übernahme des südkoreanischen Branchenkollegen Woowa und für «allgemeine Unternehmenszwecke» verwenden. Mitte Dezember hatte der Konzern den Ausbau seines Geschäfts in Asien angekündigt. Delivery Hero sicherte sich 87 Prozent an Woowa. Das gekaufte Unternehmen wurde dabei insgesamt mit 4 Milliarden Dollar bewertet. Delivery Hero wurde 2011 gegründet und ist seit 2017 an der Börse notiert.

Delivery Hero wurde 2011 gegründet und ist seit 2017 an der Börse notiert. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin ist in Deutschland selbst nicht mehr als Essenslieferant aktiv, nachdem das Geschäft hierzulande mit Marken wie Foodora, Lieferheld oder Pizza.de an den niederländischen Rivalen Takeaway für 930 Millionen Euro verkauft wurde. Takeaway ist der Eigentümer von Lieferando.

Delivery Hero hatte zuletzt mehr als die Hälfte des Umsatzes in Nahost und Nordafrika erwirtschaftet. In Asien hatte Delivery Hero knapp 30 Prozent des Geschäfts erzielt. In Europa ist die Firma mit rund 22 000 Mitarbeitern vor allem noch im Norden und Südosten aktiv. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

KFC wechselt in den USA ab Januar 2027 von PepsiCo zu Coca-Cola. Das US-Netz umfasst laut Reuters 3.718 Standorte; bis Frühjahr 2027 sollen Coca-Cola-Produkte voraussichtlich in sämtlichen US-Restaurants angeboten werden.

Das Deutsche Weininstitut (DWI) und die Fachzeitschrift Wein + Markt haben herausragende Weinfachhändler für ihre besonderen Leistungen in Beratung, Sortimentsgestaltung und Kundenpflege mit dem Fachhandelspreises 2026 geehrt.

Nach zähen Verhandlungen bringt die Regierung eine Zuckersteuer auf den Weg. Das soll nicht nur Einnahmen bringen, sondern auch neue Rezepturen für Limo und Co.

Pressemitteilung

Die vierte Ausgabe der EUROVINO in der Messe Karlsruhe wirft ihre Schatten voraus: Ab sofort können sich Interessierte aus Handel und Gastronomie ihr Ticket für die beiden Messetage am 28. Februar und 1. März 2027 sichern. Für zusätzliche Vorfreude sorgt dabei der aktuelle Anmeldestand der Ausstellenden zu Mitte Oktober 2026: Die Fläche ist bereits zu über 80 Prozent ausgebucht!

Asien-Pazifik verfügt erstmals über mehr Messegelände mit mindestens 100.000 Quadratmetern Innenausstellungsfläche als Europa. Weltweit weist die neue Untersuchung des Messeverbands UFI 45,2 Millionen Quadratmeter Ausstellungsfläche aus.

Die deutsche Weinernte dürfte 2026 unter dem mehrjährigen Durchschnitt bleiben. Während die Mengenprognosen von Destatis und Deutschem Weininstitut unterschiedlich ausfallen, erwarten die Winzer nach DWI-Angaben „Spitzenqualitäten“.

Die deutschen Winzer erwarten „Spitzenqualitäten“, aber eine kleinere Weinernte als in den beiden Vorjahren. Das Deutsche Weininstitut schätzt den bundesweiten Ertrag auf rund 20 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt.

Metro Deutschland testet gemeinsam mit Omnivore Recycling ein Verfahren zur Verwertung unvermeidbarer Lebensmittelabfälle. Larven der Schwarzen Soldatenfliege sollen daraus Biomasse für Futtermittel und organischen Dünger erzeugen.

Pressemitteilung

Zur Saison 2026/27 hat Supreme Sports Hospitality (Supreme) in enger Abstimmung mit dem SV Werder Bremen den neuen Hospitality-Bereich „Weserblick“ im Weserstadion in Betrieb genommen. Die Sportsbar bietet Platz für knapp 100 Gäste und ergänzt die bestehenden Hospitality-Bereiche um ein legeres Format. 

Die Internorga verändert zur 100. Ausgabe ihre Hallenstruktur. Digital Solutions zieht vollständig in die Halle A3, Food & Beverages wächst und Future Food wird zum eigenständigen Bereich Future Food & Drinks.