Hallertau: Hopfenernte im weltweit größten Anbaugebiet beginnt

| Industrie Industrie

Trotz zu wenig Regens und zu hoher Temperaturen erwarten die deutschen Hopfenbauern in diesem Jahr noch eine durchschnittliche Ernte. An diesem Donnerstag (12.00 Uhr) ruft der Verband Deutscher Hopfenpflanzer den offiziellen Erntebeginn im weltweit größten Hopfenanbaugebiet Hallertau aus.

Je nach Sorte fangen dann die ersten Landwirte mit dem Pflücken an, wie Verbandspräsident Adi Schapfl der Deutschen Presse-Agentur sagte. Erste Ernteprognosen gibt es bereits: Für Hallertau rechnet der Verband mit knapp 40 000 Tonnen Hopfen. «Es sieht so aus, als würde es eine Durchschnittsernte», sagte Schapfl. «Das Wetter war eigentlich im Frühjahr zu kalt und dann im Juni, Juli zu heiß und trocken». Der August sei dagegen aber ideal gewesen. Dabei habe er im Juli noch befürchtet, dass es wegen des zuvor schlechten Wetters eine unterdurchschnittliche Ernte geben würde.

Keine Sorgen macht sich Schapfl um einen Krankheitserreger, der jüngst im Anbaugebiet entdeckt wurde und über den mehrere Medien berichtet hatten. «Erntemäßig ist das jetzt überhaupt kein Thema.» Man müsse vorsichtig sein, dass sich der Erreger nicht von Feld zu Feld übertrage, denn er könne den Pflanzen schaden. Im Bier merke man davon aber nichts.

In Hallertau liegen rund 17 000 Hektar Hopfenanbaufläche von deutschlandweit etwas mehr als 20 000 Hektar. Hallertau ist nicht nur bundesweit, sondern weltweit das wichtigsten Gebiet für die Frucht, aus der Bier gebraut wird.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

2024 war die Ernte für die Winzer an Saale und Unstrut wegen Frösten fast ein Totalausfall. Im vergangenen Jahr lief es besser - trotz negativem Bundestrend. Wie ist die Situation?

Alkoholfrei auf dem Etikett – doch Promille drin? Eine bayerische Brauerei ruft ihr alkoholfreies Hefeweizen zurück. Welche Chargen betroffen sind und was Verbraucher jetzt tun sollten.

Unilever und McCormick legen ihre Lebensmittelsparten zusammen. Die Transaktion beinhaltet eine Barzahlung von 15,7 Milliarden US-Dollar und eine Mehrheitsbeteiligung der Unilever-Aktionäre an der neuen Gesellschaft.

Die Weinproduktion in Deutschland ist 2025 laut Statistischem Bundesamt um 2,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist der Anteil von Prädikatswein deutlich gestiegen, während Rheinhessen und Pfalz Rückgänge verzeichneten.

Die Investmentgesellschaft Argos übernimmt die Bäckereikette Kamps von der Le Duff Group. Geplant ist der Aufbau einer bundesweiten Bäckereigruppe mit mehr als 400 Standorten.

Für Eichbaum gibt es Hoffnung. Ein Investor soll die insolvente Privatbrauerei übernehmen. Doch der Preis ist hoch: Rund zwei Drittel der Beschäftigten verlieren laut Gewerkschaft NGG den Job.

Die französische Le Duff Group übernimmt die spanische Panamar Bakery Group. Laut Unternehmensangaben ist es die bislang größte Akquisition des Konzerns und Teil einer internationalen Expansionsstrategie. Die Le Duff Group verfolgt eigenen Angaben zufolge mit ihren verschiedenen Geschäftsbereichen ein Umsatzziel von 3,5 Milliarden Euro.

Pressemitteilung

Rentokil ist jetzt Premium-Branchenpartner des DEHOGA Bayern. Der Verband holt sich damit einen Spezialisten mit tiefem Verständnis für die hygienischen, rechtlichen und operativen Anforderungen von Gastronomie und Hotellerie an seine Seite. Die Kooperation ist auf drei Jahre angelegt und soll Mitgliedsbetrieben zusätzliche Sicherheit und fachliche Unterstützung im Schädlingsmanagement bieten.

Der Spargelanbau in Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt rückläufig. Erntemenge, Anbaufläche und Zahl der Betriebe sind in den vergangenen zehn Jahren gesunken, während die Importe leicht gestiegen sind.

Unilever bestätigt Gespräche mit McCormick über ein mögliches Geschäft mit der Lebensmittelsparte. Zuvor hatte Bloomberg über Überlegungen zu einer Abspaltung des Bereichs berichtet.