Johnnie Walker plastikfrei: Diageo setzt künftig auf Papierflaschen

| Industrie Industrie

Spirituosenanbieter Diageo hat angekündigt, im kommenden Jahr die erste plastikfreie Spirituosenflasche auf den Markt zu bringen. Sie soll vollständig aus nachhaltig gewonnenem Holz bestehen. Anfang 2021 soll die Flasche erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zunächst wird die schottische Whiskymarke Johnnie Walker in der neuen Flasche in den Handel kommen.

Wie das Unternehmen schreibt, soll die Flasche auf Papierbasis im Rahmen des üblichen Recyclingverfahrens vollständig wiederverwertbar sein. Außerdem ist die Verpackung so gestaltet, dass verschiedenste Flüssigkeiten abgefüllt werden können.

„Wir sind stolz darauf, diese Weltneuheit geschaffen zu haben. (…) Diese Flasche hat das Potenzial, wirklich bahnbrechend zu sein“, ist Ewan Andrew, Chief Sustainability Officer von Diageo überzeugt.

Der Spirituosenhersteller geht dafür eine Partnerschaft mit dem Venture-Management-Unternehmen Pilot Lite ein, mit dem sie das Unternehmen Pulpex Limited gegründet hat. Auch internationale Firmen wie PepsiCo und Unilever sind mit an Bord. Sie wollen im kommenden Jahr ebenfalls ihre eigenen Papierflaschen auf den Markt bringen.

Neben Diageo arbeitet auch Bier-Hersteller Carlsberg an einer Flasche, die vollständig aus Papier besteht und zu 100 Prozent recyclebar sein soll. Gemeinsam mit  Coca Cola, The Absolut Company und L’Oréal sucht das Unternehmen bereits seit 2015 nach einer Lösung, die von dem Unternehmen Paboco, the Paper Bottle Company umgesetzt werden soll. (Tageskarte berichtete)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Inhaber der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, Werner Brombach, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Seit 1965 war er für die Brauerei tätig, deren alleinige Verantwortung er 1975 übernahm.

Die anhaltende hochsommerliche Hitze lässt manchen Wein besser schmecken - hat aber auch zunehmend Schattenseiten. Im Großen und Ganzen überwiegen aber noch die positiven Auswirkungen der Klimaerwärmung, so das Deutsche Weininstitut.

Das Statistische Bundesamt verzeichnet für das erste Halbjahr 2026 einen Rückgang der gewerblichen Fleischproduktion in Deutschland. Während die Schweine- und Rindfleischerzeugung nahezu unverändert bleibt, sinkt das Geflügelfleischaufkommen deutlich.

Das Hotelgeschäft von Sabre wächst zweistellig: Im zweiten Quartal 2026 legte der hotelbezogene Umsatz um elf Prozent zu. Der Reisetechnologiekonzern steigerte auch den Gesamtumsatz und hob seine Prognosen für Pro Forma Adjusted EBITDA und Free Cash Flow an.

 

Ein möglicher mehrheitlicher Einstieg von Henkell International bei Maison Pommery kommt vorerst nicht zustande. Die Exklusivgespräche endeten ohne Einigung, während Pommery zugleich eine zusätzliche Finanzierung über 42,8 Millionen Euro vereinbart hat.

Manche kriegen schon beim Anblick Kopfweh, andere nie genug davon. Die Rede ist von Aperol Spritz, einem Trendgetränk seit Jahren - mit eigenen Songs und vielen Fans. Wie konnte es so weit kommen?

Schon wieder fällt die Statistik für die deutschen Bierbrauereien bitter aus. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres haben sie mit 3,85 Milliarden Litern noch einmal 2,2 Prozent weniger Bier verkaufen können als im ohnehin schon sehr schwachen Vorjahr.

Beim Hopfen geht es noch viel schneller nach unten - und trotzdem gibt es noch zu viel. Zwei Kontinente trotzen dem Abwärtstrend. Und in Deutschland droht ein Brauereienschwund.

Die Warenhauskette erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Doch die Warenhauskette will ihr Filialnetzes verkleinern. In diesen Städten müssen Standorte um ihre Zukunft zittern.

Die Fachmesse Alles für den Gast erweitert ihr Konzept für 2026 um neue Themenwelten, Veranstaltungsformate und zusätzliche Aussteller. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Salzburg steht das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und persönlicher Gastlichkeit.