Produktion von alkoholfreiem Bier in Deutschland fast verdoppelt

| Industrie Industrie

Die Herstellung von alkoholfreiem Bier in Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im Jahr 2024 rund 579 Millionen Liter alkoholfreies Bier produziert, was einem Wert von etwa 606 Millionen Euro entspricht. Im Vergleich dazu lag die Produktionsmenge im Jahr 2014 bei gut 295 Millionen Litern, was einen Anstieg von 96,1 Prozent bedeutet. Diese Zahlen wurden anlässlich des Internationalen Tages des Bieres am 1. August veröffentlicht.

Alkoholhaltiges Bier weiterhin dominant, aber mit sinkender Tendenz

Trotz des starken Wachstums bei alkoholfreiem Bier übersteigt die Produktion von alkoholhaltigem Bier in Deutschland weiterhin die des alkoholfreien Pendants. Im Jahr 2024 stellten deutsche Brauereien rund 7,2 Milliarden Liter alkoholhaltiges Bier im Wert von etwa 6,6 Milliarden Euro her. Allerdings ist die Produktion von alkoholhaltigem Bier in den letzten zehn Jahren um 14,0 Prozent zurückgegangen. Im Jahr 2014 wurden noch über 8,4 Milliarden Liter produziert. Das Verhältnis von alkoholhaltigem zu alkoholfreiem Bier hat sich in diesem Zeitraum deutlich verschoben: Während 2014 auf einen Liter alkoholfreies Bier etwa 28 Liter alkoholhaltiges Bier kamen, waren es 2024 noch rund 12 Liter.

Geringerer Zuwachs bei Biermischgetränken

Auch die Produktion von Biermischgetränken, die einen geringeren Alkoholgehalt als reguläres Bier aufweisen, verzeichnete in den letzten zehn Jahren einen Zuwachs. Die Menge stieg von knapp 333 Millionen Litern im Jahr 2014 auf rund 364 Millionen Liter im Jahr 2024. Dies entspricht einer Steigerung von 9,3 Prozent. Dieser Anstieg ist im Vergleich zum Wachstum der Produktion von alkoholfreiem Bier jedoch deutlich geringer.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die anhaltende hochsommerliche Hitze lässt manchen Wein besser schmecken - hat aber auch zunehmend Schattenseiten. Im Großen und Ganzen überwiegen aber noch die positiven Auswirkungen der Klimaerwärmung, so das Deutsche Weininstitut.

Das Statistische Bundesamt verzeichnet für das erste Halbjahr 2026 einen Rückgang der gewerblichen Fleischproduktion in Deutschland. Während die Schweine- und Rindfleischerzeugung nahezu unverändert bleibt, sinkt das Geflügelfleischaufkommen deutlich.

Das Hotelgeschäft von Sabre wächst zweistellig: Im zweiten Quartal 2026 legte der hotelbezogene Umsatz um elf Prozent zu. Der Reisetechnologiekonzern steigerte auch den Gesamtumsatz und hob seine Prognosen für Pro Forma Adjusted EBITDA und Free Cash Flow an.

 

Ein möglicher mehrheitlicher Einstieg von Henkell International bei Maison Pommery kommt vorerst nicht zustande. Die Exklusivgespräche endeten ohne Einigung, während Pommery zugleich eine zusätzliche Finanzierung über 42,8 Millionen Euro vereinbart hat.

Manche kriegen schon beim Anblick Kopfweh, andere nie genug davon. Die Rede ist von Aperol Spritz, einem Trendgetränk seit Jahren - mit eigenen Songs und vielen Fans. Wie konnte es so weit kommen?

Schon wieder fällt die Statistik für die deutschen Bierbrauereien bitter aus. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres haben sie mit 3,85 Milliarden Litern noch einmal 2,2 Prozent weniger Bier verkaufen können als im ohnehin schon sehr schwachen Vorjahr.

Beim Hopfen geht es noch viel schneller nach unten - und trotzdem gibt es noch zu viel. Zwei Kontinente trotzen dem Abwärtstrend. Und in Deutschland droht ein Brauereienschwund.

Die Warenhauskette erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Doch die Warenhauskette will ihr Filialnetzes verkleinern. In diesen Städten müssen Standorte um ihre Zukunft zittern.

Die Fachmesse Alles für den Gast erweitert ihr Konzept für 2026 um neue Themenwelten, Veranstaltungsformate und zusätzliche Aussteller. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Salzburg steht das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und persönlicher Gastlichkeit.

Sie sind vergleichsweise leicht und gelten als gute Speisebegleiter: Leichtere Weine im Kabinett-Stil aus Deutschland sind nach Einschätzung von Fachleuten im In- und Ausland zunehmend gefragt.