Stiftung Warentest mit überraschendem Ergebnis bei Lachs-Test

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Mit oder ohne Haut, gekühlt oder tiefgefroren, gezüchtet oder wild gefangen: Lachs ist einer der meistverzehrten Fische in Deutschland. Wie steht es um die Qualität? Die Stiftung Warentest hat sich 25 abgepackte Lachsfilets genauer angeschaut.

Dabei schnitten 20 Fischfilets mit der Note «gut» ab, 4 bekamen die Note «befriedigend». Nur eines wurde mit «ausreichend» bewertet, berichtet die Stiftung in ihrer Zeitschrift «test» (Ausgabe 9/2021).

Am meisten überzeugten die Tester zwei frische Zuchtlachsfilets: die Produkte «Lidl Fischerstolz» (15 Euro pro Kilogramm, Gesamtnote 1,7) und die bei Real gekauften «Profish»-Filets (22 Euro pro Kilo, Gesamtnote 1,9). Ebenfalls die Gesamt-Qualitätsnote 1,9 bekamen zwei Tiefkühl-Zuchtprodukte: die «Gut Bio Lachsfilets» von Aldi Nord (30 Euro pro Kilo) und die «Edeka Bio Lachsfilets» (27,20 Euro pro Kilo).

Lachs aus Aquakultur schmeckt besser als Wildfang

Insgesamt schnitt Lachs aus Aquakulturen im Warentest-Urteil besser ab als der in der Regel günstigere Wildlachs. Den im Nordpazifik gefangenen Fischen attestierten die Tester einen weniger intensiven Lachsgeschmack. Auch seien diese nicht so buttrig, zart und saftig wie die Fische aus Aquakultur.

Der Grund hierfür sind laut Stiftung Warentest unter anderem ein geringerer Fettgehalt und natürliche Qualitätsschwankungen. Außerdem liegen Wildlachse nach dem Fang bis zu ein Jahr länger im Frost als Zuchtlachse, was sich auf Konsistenz und Aroma auswirken könne. Hier lohnt sich ein Blick aufs Etikett, auf dem das Einfrierdatum steht.

Getestet wurden 6 frische und 12 tiefgekühlte Filets von Zuchtlachsen sowie 7 tiefgekühlte Wildlachsfilets. Neben einer sensorische Beurteilung nahmen die Tester auch Prüfungen unter anderem auf Schadstoffe, Keime und Parasiten vor. Auch die Vollständigkeit der Verpackungsangaben und die Verpackung selbst spielten eine Rolle. (dpa)


 

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