Weinvertrieb: Weingüter Seebrich und Schmitges werden Gutskomplizen

| Industrie Industrie

Die vier Weingüter, die sich bislang als Gutskomplizen für einen gemeinsamen Weinvertrieb zusammenschlossen, bekommen zwei neue „Mittäter“. Ab Mitte Februar 2020 sind die Güter Schmitges aus Erden an der Mosel und Seebrich aus Nierstein in Rheinhessen neue Partner in dem Verbund, der sich auch direkt an die Gastronomie richtet.

Mit den beiden Traditionsweingütern decken die Gutskomplizen nun sechs der 13 Anbaugebiete in Deutschland ab. Wie alle Gutskomplizen, stehen auch die neuen Mitglieder für hochwertigen Weinbau mit Tradition. Die acht Weingüter, komplettiert durch das Partnerweingut Tenuta Tenaglia im Piemont und das Champagnerhaus Nicollas Feuillatte, bieten dem Weinfachhandel ausgesuchte Sortimente zu fairen Preisen und Konditionen. Das Konzept rentiert sich: Der gemeinsam organisierte Vertrieb schafft neue Plattformen und Absatzkanäle, die ein einzelner Anbieter selbst kaum erschließen könnten. 

Winzer Jochen Seebrich freut sich auf die Zusammenarbeit: „Die Gutskomplizen sind für ein Familienweingut eine große Chance und bieten Fachhandel und Gastronomie maßgeschneiderte Leistungen an“. Und Kilian Schmitges ergänzt: „Die Gutskomplizen zeigen seit Jahren, wie zeitgemäßer Weinvertrieb funktioniert. Kooperationen, wie diese helfen allen Beteiligten.“

Inzwischen versammeln die acht Partner 260 erstklassige Weine und Schaumweine in einem zentral geführten Lager, weisen ihr Angebot in einem Katalog aus und veranstalten Messeauftritte. Der Einsatz zeigt Wirkung: „In den letzten zwei Jahren konnten aus dem gemeinsamen Lager 400.000 Flaschen pro Jahr vermarktet werden. Die jährlichen Steigerungsraten liegen bei durchschnittlich 10 Prozent.

„Wir sind immer daran interessiert, mit der Gutskomplizen-Gruppe zu wachsen und die besten Partner für den Fachhandel und die Gastronomie zu finden. Mit Seebrich und Schmitges stoßen nun zwei tolle Familienweingüter zu uns, die unser Sortiment abrunden und den deutschen Markt perfekt kennen“, so Goldmann weiter.

Der Wein- und Verkaufsprofi steuert den Gutskomplizen-Vertrieb aus Eltville im Rheingau. Über den Weinfachhandel hinaus, richten sich die Gutskomplizen auch direkt an ihre Kunden in der gehobenen- und in der Spitzengastronomie sowie in der Hotellerie: Hier werden Angebote zum Beispiel auf die Erfordernisse individueller Wein- und Bankettkarten abgestimmt. Ferner veranstalten die Gutskomplizen Weinabende und Weinmenus oder organisieren und moderieren Veranstaltungen rund um das Thema Wein. Für die Zukunft planen die Winzer, gemeinsame Weinprojekte zu etablieren, aber auch weitere Familienweingüter aus anderen Weinbauregionen zu gewinnen.

Zu den Gutskomplizen zählen derzeit das Weingut zur Schwane in Franken, das Weingut Sonnenhof aus Württemberg, das Weingut Studier aus der Pfalz, das Weingut Allendorf aus dem Rheingau, das Weingut Schmitges aus Erden an der Mosel, das Weingut Seebrich aus Nierstein in Rheinhessen und das Partnerweingut Tenuta Tenaglia aus dem Piemont und Nicolas Feuillatte aus der Champagne.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Münchener Kaffeekette Coffee Fellows steigt in den Markt für trinkfertige Dosengetränke ein. Ab April sind sechs Kaffee- und Matcha-Sorten im Handel und in den Filialen erhältlich.

Pressemitteilung

Am 1. und 2. März wurde die Messe Karlsruhe erneut zum Treffpunkt für die nationale und internationale Weinbranche: Zur dritten Ausgabe der EUROVINO kamen über 500 Ausstellende sowie Fachpublikum aus Handel, Gastronomie und Hotellerie nach Karlsruhe. In konzentrierter wie persönlicher Atmosphäre entstanden interessierte Gespräche, neue Geschäftskontakte sowie die Möglichkeit, Partnerschaften zu intensivieren.

Die Traditionsmanufaktur Kahla in Thüringen kämpft erneut mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten und hat ein Insolvenzverfahren zur Sanierung eingeleitet. Trotz einer drastisch reduzierten Belegschaft und schwieriger Rahmenbedingungen durch hohe Energiekosten, soll die Produktion am historischen Standort fortgesetzt werden.

Henkell Freixenet erwirbt die restlichen Anteile an Freixenet S.A. und wird nach acht Jahren partnerschaftlicher Zusammenarbeit zum alleinigen Eigentümer des spanischen Weltmarktführers für Cava. Während die Familie Ferrer künftig auf eigene Weingüter setzt, bleibt die Führung der Marke in Wiesbaden konzentriert.

Die finanzielle Schieflage von BrewDog mündet in einer Teilübernahme durch Tilray Brands. Für 33 Millionen Pfund sichert sich der US-Konzern die Markenrechte und elf Bars, während 38 Standorte schließen müssen und das deutsche Geschäft in die Liquidation geht.

Jägermeister stemmt sich gegen die flaue Nachfrage nach Hochprozentigem: Trotz weltweit rückläufiger Spirituosenmärkte habe sich das Unternehmen gegen den Trend behauptet und Marktanteile gewonnen, wie die Mast-Jägermeister SE in Wolfenbüttel mitteilte.

Der französische Konzern Groupe SEB streicht weltweit 2100 Stellen, um auf sinkende Gewinne im Jahr 2025 zu reagieren. Besonders betroffen sind auch Werke und Arbeitsplätze in Deutschland: An drei Traditionsstandorte ist zudem geplant, die Fertigung von Kochgeschirr, Backformen und Messern einzustellen.

Brandenburgs Spargelbauern setzen auf einen frühen Start in die Saison. An Ostern soll das erste Gemüse geerntet sein. Doch die Landwirte bangen um ihre Konkurrenzfähigkeit.

Der deutsche Weinmarkt steht unter Druck: Im Jahr 2025 sanken Absatz und Umsatz um jeweils sieben Prozent. Während die Zahl der Käuferhaushalte stabil blieb, griffen die Verbraucher seltener zu. Deutsche Erzeuger konnten ihren Marktanteil trotz der schwierigen Rahmenbedingungen leicht steigern.

Mit 4,5 Millionen Tonnen erreichte die deutsche Gemüseernte 2025 einen historischen Rekordwert. Vor allem Speisezwiebeln und der ökologische Anbau verzeichneten signifikante Zuwächse, während Nordrhein-Westfalen seine Position als wichtigstes Anbaubundesland behauptete.