Winzer dürfen Most und Wein säuern - Reaktion auf Hitzewellen

| Industrie Industrie

Wie im vergangenen Jahr dürfen Winzer in Rheinland-Pfalz auch in diesem Ernteherbst Most und Wein säuern, um dem Säureabbau wegen hoher Sommertemperaturen entgegenzuwirken. Der ph-Wert als Gradmesser für die Säure bestimmt, welche Mikro-Organismen sich in einem Most entwickeln und dann die Gärung beeinflussen. Wenn der ph-Wert eher zu hoch ist, kann er mit der Zugabe von Säure gezielt abgesenkt werden, so dass unerwünschte Mikro-Organismen unter Kontrolle bleiben.

«Unsere Weinbaubetriebe erhalten mit dieser zeitnahen Entscheidung zum Beginn der Lese Rechtssicherheit», erklärte Weinbauminister Volker Wissing (FDP) am Dienstag in Mainz. Normalerweise ist die Säuerung nicht zugelassen. Das Ministerium wies jedoch auf drei Hitzewellen Anfang Juli, Ende Juli und Ende August hin, die zu einem starken Abbau der Apfelsäure und damit der Gesamtsäure geführt hätten.

Weinsäure darf bis zu einer Höchstmenge von 1,5 Gramm je Liter hinzugefügt werden. Der Vorsitzende des Vereins Rheinhessenwein, Thomas Schätzel, sagte am Montag bei der Präsentation der neuen «Selection»-Weine, für das angestrebte Geschmacksprofil eines Weins habe das Säuern kaum Bedeutung. Im Mittelpunkt stehe die Gärhygiene, also die Gärung des Weinmosts «in einem möglichst gesunden ph-Bereich». (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die anhaltende hochsommerliche Hitze lässt manchen Wein besser schmecken - hat aber auch zunehmend Schattenseiten. Im Großen und Ganzen überwiegen aber noch die positiven Auswirkungen der Klimaerwärmung, so das Deutsche Weininstitut.

Das Statistische Bundesamt verzeichnet für das erste Halbjahr 2026 einen Rückgang der gewerblichen Fleischproduktion in Deutschland. Während die Schweine- und Rindfleischerzeugung nahezu unverändert bleibt, sinkt das Geflügelfleischaufkommen deutlich.

Das Hotelgeschäft von Sabre wächst zweistellig: Im zweiten Quartal 2026 legte der hotelbezogene Umsatz um elf Prozent zu. Der Reisetechnologiekonzern steigerte auch den Gesamtumsatz und hob seine Prognosen für Pro Forma Adjusted EBITDA und Free Cash Flow an.

 

Ein möglicher mehrheitlicher Einstieg von Henkell International bei Maison Pommery kommt vorerst nicht zustande. Die Exklusivgespräche endeten ohne Einigung, während Pommery zugleich eine zusätzliche Finanzierung über 42,8 Millionen Euro vereinbart hat.

Manche kriegen schon beim Anblick Kopfweh, andere nie genug davon. Die Rede ist von Aperol Spritz, einem Trendgetränk seit Jahren - mit eigenen Songs und vielen Fans. Wie konnte es so weit kommen?

Schon wieder fällt die Statistik für die deutschen Bierbrauereien bitter aus. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres haben sie mit 3,85 Milliarden Litern noch einmal 2,2 Prozent weniger Bier verkaufen können als im ohnehin schon sehr schwachen Vorjahr.

Beim Hopfen geht es noch viel schneller nach unten - und trotzdem gibt es noch zu viel. Zwei Kontinente trotzen dem Abwärtstrend. Und in Deutschland droht ein Brauereienschwund.

Die Warenhauskette erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Doch die Warenhauskette will ihr Filialnetzes verkleinern. In diesen Städten müssen Standorte um ihre Zukunft zittern.

Die Fachmesse Alles für den Gast erweitert ihr Konzept für 2026 um neue Themenwelten, Veranstaltungsformate und zusätzliche Aussteller. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Salzburg steht das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und persönlicher Gastlichkeit.

Sie sind vergleichsweise leicht und gelten als gute Speisebegleiter: Leichtere Weine im Kabinett-Stil aus Deutschland sind nach Einschätzung von Fachleuten im In- und Ausland zunehmend gefragt.